Mit dem SL930A schlägt Gigaset den Bogen vom Festnetztelefon zum Smartphone indem es auf das mobile Betriebssystem Android setzt. Gelingt dieses Experiment und wie schlägt sich das Gerät gegen Modelle wie das Sinus A806 oder das Siemens S685IP?

Beim Gigaset SL930A handelt es sich eigentlich um ein typisches DECT-Telefon. Allerdings verwendet der Hersteller einen 3,2 Zoll großen Touchscreen, über welchen das Gerät verwendet werden kann. Es wiegt 174 Gramm, vorinstalliert ist Android in der etwas älteren Version 4.0.4. Die Anzeige von E-Mails und anderen Inhalten aus dem Internet ist damit kein Problem, eine Wippe zur schnellen Einstellung der Lautstärke gibt es nicht. Eine Speichererweiterung kann durch den microSD-Slot erfolgen. Als Preisempfehlung hat Gigaset 199 Euro bekanntgegeben.

Vorteile des Gigaset SL930A

Die Bedienung per Touchscreen ist im Festnetzbereich eine schöne Sache. Nach Jahren ausgeleierte Tasten oder unleserliche Aufdrucke sind damit ein Ding der Unmöglichkeit. Weiterhin gibt die Gesprächsqualität keinerlei Anlass zur negativen Kritik, so dass das Telefonieren mit dem Gigaset SL930A wirklich Spaß macht. Wer nicht genau weiß, wie dieses Smartphone-ähnliche Telefon bedient werden soll, kann auf eine sehr detaillierte Bedienungsanleitung per Online-Anbindung zurückgreifen.

Ein Highlight ist außerdem die Nutzung von Android: Da auch dieses Telefon auf den Play Store von Google zugreifen kann, ist die schnelle Installation von einer unfassbaren Menge an Apps theoretisch kein Problem. Die Grenzen zwischen Heim- und Mobiltelefon verschwimmen hier zusehends. Anfänger müssen sich allerdings nicht überfordert fühlen: Die Verbindung mit der Basisstation geschieht vollständig automatisch und könnte einfacher nicht sein, was auch auf die Vernetzung mit WLAN-Routern zutrifft. Ein letztes Lob gibt es für das schlichte, aber sehr elegant designte Gehäuse.

Nachteile des Gigaset SL930A

Das helle Display, die zahlreichen Funktionen und die an Smartphones orientierten Eigenschaften fordern ihren Tribut: Etwas mehr als acht Stunden Gesprächszeit sind für Mobiltelefone ein guter Wert, aber im Festnetzbereich ist das keine Glanzleistung. Weiterhin sind viele der beworbenen Apps nicht ab Werk dabei und müssen erst installiert werden. Eine Kamera für Videotelefonate wäre ebenfalls hilfreich gewesen, wenn ohnehin eine Online-Anbindung bereitsteht.

Diese Produkteinschätzung beruht auf Tests der folgenden Medien: Connect , Computerbild.de , Teltarif.de

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Test-Fazit der Fachmedien

Computerbild.de : 'Das Gigaset ist ein solides DECT-Telefon, dessen Funktionen sich – bis auf den fehlende Babyfon-Modus – ganz gut in die Android-Welt haben retten können. Es bringt eine Menge Android-Funktionen aus der Smartphone-Welt mit. Im direkten Vergleich mit Smartphones kann es jedoch nicht mithalten, dazu fehlen dem Gigaset zu viele Funktionen, die in dieser Preisklasse bei Smartphones selbstverständlich sind.' ...

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