226172

RIM Blackberry Bold 9700 im Test

27.10.2009 | 13:15 Uhr |

Research in Motion hat den Blackberry Bold 9000 geschrumpft. Er ist nun kleiner und handlicher. Ob das Smartphone noch genau soviel Power unter der Haube hat, klärt der Test.

Der neue Blackberry Bold 9700 sieht fast aus wie der alte: Die Rückseite ist wieder mit Leder überzogen - allerdings nicht komplett wie noch beim Bold 9000. Auf der Vorderseite befinden sich eine QWERTZ-Tastatur, ein optisches Trackpad sowie das kontrastreiche und helle Display. Der Blackberry Bold 9700 hat jetzt eine höhere Auflösung: Mit 480 x 360 Pixeln statt 480 x 320 Pixeln wirken insbesondere Filme schärfer als auf dem alten Bold. Das Trackpad dient zum Navigieren durchs Menü und zum Scrollen durch lange Webseiten. Es löst den Trackball ab, mit dem der alte Bold ausgerüstet ist.

Die Tasten der QWERTZ-Tastatur sind beim Blackberry Bold 9700 deutlich kleiner als beim Vorgänger: Kein Wunder, denn der kleine Bold 9700 ist 6 Millimeter kürzer und 5 Millimeter schmaler als der große Bruder. Die Tasten sind wieder abgeschrägt, so dass sie sich gut erfühlen lassen. Der Druckpunkt ist allerdings etwas schwammiger und weicher definiert als beim Blackberry Curve 8520 , der derzeit die beste Tastatur unter den Blackberrys aufweist.

Um Satzzeichen wie Punkt oder Fragezeichen zu schreiben, muss der Nutzer beim Blackberry Bold 9700 eine "Alt-Taste" bemühen. Auch Umlaute sind umständlich: Dazu muss man den Buchstaben auswählen und gleichzeitig mit dem Finger über das Trackpad fahren. Fürs Schreiben von Mails nimmt man also am besten zwei Hände - ansonsten lässt sich der Blackberry Bold 9700 auch gut mit einer Hand bedienen.

Die Menüführung erfolgt über die gepunktete Blackberry-Taste links neben dem Trackpad. Eine Sonderrolle beim Blackberry Bold 9700 nimmt das Trackpad ein, wenn es darum geht, durch die Fotosammlung zu scrollen. Durch eine sanfte Wischbewegung kann der Nutzer nämlich von Foto zu Foto blättern - fast so schnell und komfortabel wie auf dem iPhone.

Mailen mit dem Blackberry Bold 9700
Der Blackberry Bold 9700 unterstützt den Push-E-Mail-Dienst, bei dem eintreffende Mails automatisch auf dem Display des Geräts angezeigt werden. Das klappt bei Blackberry seit Jahren zuverlässig, das Erstellen eines Kontos ist unkompliziert. Man kann auf dem Blackberry Bold 9700 Mail-Anhänge herunterladen und öffnen - zum Beispiel in allen gängigen Formaten wie Word, Excel oder Powerpoint sowie Bilder als JPEG, BMP und TIFF. Der Blackberry Bold 9700 ist kompatibel mit einem Blackberry Enterprise Server für Microsoft Exchange, IBM Lotus Domino oder Novell GroupWise. Zudem können Privatnutzer ab fünf Euro im Monat ein Blackberryy Push-Mail-Konto bei ihrem Netzbetreiber abonnieren.

Surfen mit dem Blackberry Bold 9700
Im Web surfen macht dagegen auf dem Blackberry Bold 9700 weniger Freude. Der eigenentwickelte Browser lässt sich gut bedienen und besitzt viele Einstellmöglichkeiten. Das Verwalten mehrerer Fenster unterstützt er jedoch nicht. Praktisch sind beim Blackberry Bold 9700 die zahlreichen Tastenkürzel für den Browser, die das Surfen vereinfachen. Mit "O" springt der Browser beispielsweise an den Seitenanfang. Drückt der Nutzer "U", landet er am Ende der Seite. Mit "H" ruft er die Startseite auf.

Wenn der Nutzer im Web surft, werden die angeforderten Webseiten komprimiert und erst dann auf den Blackberry Bold 9700 geholt. Der Anwender kann sich dabei auf die Datenübertragung per HSDPA oder WLAN nach 802.11 b/g verlassen. Videos auf tagesschau.de oder PC Welt.de zeigt der Browser nicht an. Die Wiedergabe klappt beispielsweise nur bei Videos von Spiegel online - wenn auch in schauderhafter Qualität. Dasselbe gilt für Youttube-Videos.

0 Kommentare zu diesem Artikel
226172