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Hands-On

HTC One Max im ersten Test

14.10.2013 | 15:27 Uhr |

HTC hat heute sein neues Phablet One Max offiziell vorgestellt. Es sieht aus wie das bekannte One, ist mit 5,9 Zoll aber deutlich gewachsen. Außerdem trumpft es mit neuester Software sowie verbessertem Blinkfeed und HTC Zoe auf. Lesen Sie im ersten Test, was das große Smartphone im Detail drauf hat.

Das HTC One ist das wohl bekannteste und begehrteste Smartphone der Taiwaner. Basierend auf diesem Erfolg brachte HTC vor wenigen Monaten das One Mini auf den Markt. Nun folgt das große Modell One Max, das in den Phablet- bzw. Smartlet-Bereich einsteigt. Mit 5,9 Zoll Display-Größe ist das Gerät nämlich nicht mehr als Smartphone zu bezeichnen.

Phablet: HTC One Max im Hands-on-Video

Ausführlicher Test zum HTC One Max

Handhabung und Display: Groß, scharf und wertig

Gegen das One Max wirkt das One wirklich klein, denn in diesem Vergleich stehen 4,7 gegen 5,9 Zoll, die das Display des One Max in der Bilddiagonale misst. Inhalte zeigt das Gerät dabei in Full-HD (1920 x 1080 Pixel), was einer Punktdichte von 373 ppi entspricht. Der Super LCD 3 wirkt darüber hinaus sehr hell und kontrastreich. Auch der Blickwinkel ist mit fast 170 Grad sehr weit - wie beim HTC One.

Aufgrund der Display-Größe wächst unweigerlich auch das Gerät an sich in Höhe und Breite. So misst das One Max 164 x 83 x 10 Millimeter. Das Phablet ist also nicht mehr für die normalgroße Hosentasche geeignet. Trotzdem fällt die Bedienung recht leicht aus, weil der Power-Button jetzt auf die rechte Gehäuseseite in Höhe des Zeigefingers bei Links- und in Höhe des Daumens bei Rechtshändern verbaut ist. Außerdem ist die Haptik sehr gut, weil HTC wieder auf hochwertiges Aluminium setzt - der Rahmen besteht allerdings aus Kunststoff.

Übrigens können Sie über eine Schalter am Gehäuse links oben die Rückseite öffnen. Darunter befinden sich dann die beiden Slots für je eine Micro-SIM- und Micro-SDXC-Karte. Es gibt aber zwei kleine Mankos: Der Akku ist nicht wechselbar, was mit der Stabilität des Gerätes zusammenhängt. Und die Abdeckung lässt sich nur schwer wieder schließen, weshalb es vor allem an den oberen Ecken noch absteht.

Ausstattung / Gerät

HTC One Max

HTC One

Samsung Galaxy Note 3

Display (Technik)

Super LCD 3

Super LCD 3

Super AMOLED

Display (Größe, Auflösung)

5,9 Zoll, 1920 x 1080 Pixel

4,7 Zoll, 1920 x 1080 Pixel

5,7 Zoll, 1920 x 1080 Pixel

Prozessor

Qualcomm Snapdragon 600

Qualcomm Snapdragon 600

Qualcomm Snapdragon 800

Prozessor (Kerne, Takt)

Quad-Core, 1,7 GHz

Quad-Core, 1,7 GHz

Quad-Core, 2,3 GHz

Arbeitsspeicher

2 GB RAM

2 GB RAM

3 GB RAM

Kamera (Foto, Video)

4 Megapixel, Full-HD

4 Megapixel, Full-HD

13 Megapixel, Full-HD

Interner Speicher

16 GB

32 GB

32 GB

Erweiterbarer Speicher

Micro-SD bis 64 GB

nein

Micro-SD bis 64 GB

Betriebssystem

Android 4.3

Android 4.3

Android 4.3

Netz

LTE (100Mbit/s)

LTE (100Mbit/s)

LTE (100Mbit/s)

Akku

3300 mAh

2300 mAh

3200 mAh

Gewicht

217 Gramm

143 Gramm

168 Gramm

Größe

164 x 83 x 10 mm

137,4 x 68,2 x 9,3 mm

151,2 x 79,2 x 8,3 mm

Preis (UVP)

699 Euro

679 Euro

749 Euro

Performance: Leistungstechnisch auf One-Niveau

Die Taiwaner stellen dem One Max die gleiche Hardware wie schon dem One zur Verfügung. Im Klartext: Unter der Haube werkelt die Quad-Core-CPU Qualcomm Snapdragon 600 mit 1,7 GHz Taktung, die von dem 2 GB großen RAM-Speicher unterstützt wird. In unserem ersten Test fallen uns keine Verzögerungen des Systems auf. Wir können auch davon ausgehen, dass die Leistung auf einem hohen Niveau ist, weil das One bereits im ausführlichen Test in der Praxis sowie im Benchmark überzeugte.

Ausführlicher Test zum HTC One Max

Fingerprint-Scanner auf der Rückseite

Mit dem Fingerprint-Scanner entsperren Sie den Bildschirm
und starten Apps.
Vergrößern Mit dem Fingerprint-Scanner entsperren Sie den Bildschirm und starten Apps.
© HTC

Unter der Kamera auf der Rückseite des One Max befindet sich ein schwarzes Quadrat, das den Fingerprint-Scanner darstellt. Über ihn können Sie das Display entsperren oder auch zuvor bestimmte Apps aus dem Lockscreen starten. In der Fingerprint-Konfiguration können Sie bis zu drei Finger abspeichern. Wählen Sie einen Finger aus, streichen Sie ihn vier Mal über den Scanner, damit das Gerät ihn wiedererkennt und vergeben Sie zur Sicherheit noch ein Passwort. Daraufhin bestimmen Sie, ob Sie mit dem Finger das Display entsperren oder eine App wie die Kamera starten. Sie können nämlich jeden der drei Finger einen anderen Befehl auslösen lassen.

Mobilität: Riesiger Akku

Der im HTC One Max verbaute Akku ist wie bereits erwähnt für den Nutzer nicht wechselbar. Dafür bietet er eine Kapazität von 3300 mAh. Weil schon das One sparsam arbeitet, könnte das Phablet locker über 2 Tage durchhalten. Denn das ebenfalls riesige Samsung Galaxy Note 3 konnte in unserem Akkutest einen neuen Laufzeit-Rekord mit gleicher Akkugröße aufstellen.

Die Schutzhülle des HTC One Max, die Sie optional als
Zubehör erhalten, enthält einen zusätzlichen Akku. Damit kann das
Gerät auf insgesamt 4500 mAh zurückgreifen.
Vergrößern Die Schutzhülle des HTC One Max, die Sie optional als Zubehör erhalten, enthält einen zusätzlichen Akku. Damit kann das Gerät auf insgesamt 4500 mAh zurückgreifen.
© HTC

Als optionales Zubehör bietet HTC seinen Nutzern eine schicke Schutzhülle mit integriertem Akku an. Dem Gerät stehen dann insgesamt 4500 mAh zur Verfügung.

Da das Gerät ausgesprochen groß ist und auf ein Metallgehäuse setzt, wiegt es mit 217 Gramm richtig viel. Das Gewicht merken wir in der Hand - es drückt aber auch eine gewisse Wertigkeit aus. Trotzdem kann es auf Dauer zu einem lahmen Arm führen - vor allem beim Telefonieren.

Software und Betriebssystem: Android 4.3 plus Sense 5.5

Das HTC One Max kommt mit aktuellem Android 4.3 (Jelly Bean) sowie der neuen Nutzeroberfläche HTC Sense 5.5. Sie enthält einige neue Features, die die bestehenden Funktionen des One noch einmal verbessern.

So können Sie jetzt noch schneller die Themen und Quellen der Nachrichten des Blinkfeeds bearbeitet. Über eine Suchleiste können Sie zusätzlich einen Suchbegriff zu den Themen hinzufügen, der normalerweise nicht angezeigt wird. Zudem ist der Blinkfeed komplett deaktivierbar. Zudem können Sie eine Nachricht über langes Tippen auf die Meldung zum späteren Lesern offline verfügbar machen. Sie wird dann in der Leseliste abgespeichert.

Außerdem können Sie die Schnellzugriffe auf bestimmte Einstellungen anpassen, die Sie über die Benachrichtigungsleiste erreichen.

HTC Sense 5.5 ist ab Ende Oktober auch für das One und kurz darauf für das One Mini verfügbar. Demnach erhalten auch aktuelle One-Nutzer die meisten Software-Features des One Max.

Ultrapixel-Kamera: HTC Zoe mit eigener Musik

In Ihrem Zoe-Film können Sie eigene Musik verwenden, die
Sie über ein integriertes Schnittprogramm nach Ihren Wünschen
schneiden und anpassen können.
Vergrößern In Ihrem Zoe-Film können Sie eigene Musik verwenden, die Sie über ein integriertes Schnittprogramm nach Ihren Wünschen schneiden und anpassen können.
© HTC

Wie beim One kommt auch im One Max die Ultrapixel-Kamera zum Einsatz. Mit ihr sind scharfe und lichtstarke Bilder garantiert. HTC Zoe ist ebenfalls mit an Bord. Neu ist, dass Sie nun eigene Musik auswählen können, woraufhin die Software die Übergänge der Bilder in dem 30-sekündigen Zoe-Film versucht anzupassen. Außerdem integriert HTC ein kleines Schnittprogramm, mit dem Sie die Musik schneiden können, um den besten Teil im Video spielen.

Ausführlicher Test zum HTC One Max

Erster Eindruck des HTC One Max: Groß und stark

Weil das One Max leistungstechnisch auf dem Niveau des One arbeitet, gibt es hier nichts zu meckern. Auch die neuen in Sense 5.5 integrierten Software-Features sind eine Bereicherung für das Gerät. Hinzu kommt das schicke und hochwertige Design des Phablets. Großer Nachteil: Das Gerät ist nicht für die Bedienung mit einer Hand ausgelegt. Und der Platz in der Hosentasche reicht auch nicht aus. Sollten Sie aber viel unterwegs sein und Filme sehen, dann ist das One Max absolut empfehlenswert.

Das Gerät wird für 699 UVP ab Ende Oktober in Deutschland verfügbar sein. Zunächst wird es nur die Farbe Silber geben, eventuell werden weitere Farben noch folgen.

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