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HTC Salsa im Test

05.08.2011 | 13:45 Uhr |

HTC hat ein weiteres Android-Smartphone aufgelegt – mit smarten Details wie dem Facebook-Knopf. Die Kamera macht schnelle 5-Megapixel-Aufnahmen. Zudem überzeugt das Bedienkonzept HTC Sense mit sympathischer Menüführung. Wo die Schwächen liegen, verrät der Test.

HTC bietet neben seinen Topmodellen auch günstigere Smartphones an. Kompromisse müssen Sie dabei in der Regel bei der Bildschirmgröße und beim Prozessor machen. Das gilt auch für das HTC Salsa. Der Bildschirm ist mit seinem 8,6 cm (3,4 Zoll) großen Touchscreen nicht gerade ein Riese, die Auflösung von 480 x 320 Pixeln zaubert kein entzücktes Staunen aufs Gesicht. Schwerer wiegen jedoch die schwachen Helligkeitswerte, die einen Einsatz bei praller Sonne verleiden.

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Gemächliches Arbeitstempo auf dem HTC Salsa mit 800 MHz

Auch bei der Geschwindigkeit müssen Sie ein Auge zudrücken. Der Prozessor gehört nicht der aktuellsten Generation an und ist nur auf 800 MHz getaktet. Auch interner Speicher und Arbeitsspeicher sind mit je 512 MByte nicht gerade üppig. Das hat zur Folge, dass Sie sich beim Surfen auf geringfügig langsamere Ladezeiten einstellen müssen. Und auch sonst geht es das HTC Salsa nicht wie eine Rakete an, wenn eine App aufgerufen wird oder wenn Sie durch eine Webseite oder Ihr Adressbuch scrollen. Entsprechend kommt auch unser Benchmark-Test Smartbench 2011 beim Testen auf einen mageren Wert.

Ausstattung und Software (25 %)

GSM / UMTS / HSDPA / HSUPA / LTE

Quadband / ja / 7,2 / 0,384 / nein

Bluetooth / WLAN / GPS

2.0 / 802.11n / ja

interner Speicher / Speichererweiterung / Speicherkarte im Lieferumfang

1024 MB / Micro-SD / nein

installierte Software / verfügbare Apps

35 von 100 Punkten / 1 = sehr viele

Schönes Bedienkonzept: Android 2.3 und HTC Sense

Ein klares Kaufargument für das HTC Salsa ist die Bedienoberfläche HTC Sense, die auf dem aktuellen Android-Betriebssystem 2.3.3 aufsetzt. Nur bei HTC Sense hat der Handyhersteller nicht die neueste Version aufgespielt, die auch den Videodienst HTC Watch einbindet. HTC Watch bietet Videos zum Download an, doch zum Videoschauen ist das HTC Salsa eh nur bedingt geeignet. Dafür punktet das HTC Salsa mit der berühmten HTC Wetter-App, die jetzt sogar akustisch arbeitet.

Und es gibt noch ein paar weitere Software-Häppchen: Peep hilft beim Twittern, Google Navigation lotst Sie per Sprachanweisung und GPS zur gewünschten Adresse. Nützlich sind auch Sprachrekorder, Spiegel, Rechner und eine Uhr mit Wecker, Weltuhr und Stoppuhr-Anzeige. Genial ist die Möglichkeit, Kontaktdaten via Bluetooth vom alten Smartphone auf das HTC Salsa zu übertragen – unabhängig davon, ob die Daten auf einem Blackberry, einem Nokia-Smartphone oder einem Samsung-Gerät liegen. Im Test wurde nur ein Feld nicht korrekt zugeordnet. Insgesamt funktionierte die Übertragung von einem iPhone sehr gut.

Design des HTC Salsa

HTC Salsa - Facebook auf Knopfdruck
Vergrößern HTC Salsa - Facebook auf Knopfdruck
© HTC

Beim HTC Legend, dem Vorgänger des HTC Salsa, gingen die Meinungen über das Design weit auseinander. Das Handy mit dem Knick wurde das Smartphone betitelt, weil es unten leicht gekrümmt ist. Das stört beispielsweise, wenn Sie das Handy in die Hosentasche stecken. Dafür soll es beim Telefonieren für besseren Klang sorgen. Nun findet man diesen Knick auch beim HTC Salsa wieder. Also auch hier bleibt das Design wieder Geschmackssache. Pluspunkte gibt es in jedem Fall für den Aluminium-Corpus, der prima in der Hand liegt.

Facebook-Knopf auf dem HTC Salsa

Außerdem sind beim HTC Salsa zwei Bedienknöpfe hinzugekommen: erstens ein angenehm großer mechanischer Auslöseknopf für die Kamera und zweitens die Facebook-Taste. Sie leuchtet auf, sobald neue Postings von Freunden zu lesen sind. Wenn Sie selbst der Welt etwas mitteilen möchten, drücken Sie nur auf den Knopf und können direkt mit Ihrer Nachricht loslegen. Oder Bilder posten. Das funktioniert aber nur, wenn sich das Handy nicht im Schlafmodus befindet oder die Tastensperre aktiviert ist.

HTC Salsa mit 5-Megapixel-Kamera

Die Kamera legt einen Blitzstart hin, wenn Sie geöffnet wird. Das verdankt das Smartphone dem personalisierbaren Sperr-Bildschirm. Wenn der Bildschirm gesperrt ist, liegen vier Symbole bereit. Sobald Sie sie in den Ring unten am Displayrand ziehen, öffnet sich die Anwendung. Schneller geht’s nicht, um E-Mail, Facebook oder Kamera zu öffnen. Die Kamera macht Fotos mit 5 Megapixeln Auflösung, bei Videos sind 720x480 Pixel drin.

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Die Fotoqualität ist befriedigend, nur zu den Ecken hin lässt die Qualität etwas nach. Erfreulich sind die kurzen Auslösezeiten. Für Nachtaufnahmen steht ein LED-Blitz respektive ein Video-Dauerlicht bereit. Große Einstelloptionen bietet die Kamera nicht, aber eine Gesichtserkennung lässt sich aktivieren. Damit gelingen vor allem Portraits mit ein bis vier Personen recht gut. Für Selbstportraits und Video-Chats ist die VGA-Kamera an der Front geeignet.

Testergebnisse

Browser: Geschwindigkeit / Flash unterstützt

9536 Punkte / ja

Geschwindigkeit: Startzeit / Datenübertragung / Tempo-Messung (Smartbench)

00:11 Minuten / 01:44 Minuten / 439 Punkte

Akkulaufzeit

06:18 Stunden

Kamera: Auflösung / Bildqualität / Autofokus / Touch-Fokus / Makro / Motivprogramme / Bildstabilisator / optischer Zoom / digitaler Zoom / mechanischer Auslöser

2592 x 1952 Bildpunkte / 3 / ja / ja / nein / nein

Video: Auflösung / Bild- und Tonqualität / Bildstabilisator / Aufnahme Stereoton

720 x 480 Bildpunkte / mittel / nein / nein

Videoformate / Audioformate /DLNA

WMV v9, WMV v10, H.263, H.264, MPEG-4 / aac, ogg, m4a, mid, mp3, wav, wma / nein

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