04.08.2008, 10:01

Gerald Kammerer

Java-Programmierung

HSQL DB integriert

Auch bei der Datenbankanbindung hat sich eine Menge getan. Die Palette der unterstützten Systeme wurde um eine Schnittstelle für Sybase erweitert und umfasst nun nahezu alle wichtigen relationalen Datenbanken. Neben der objektrelationalen Datenbank Caché vom Hersteller Intersystems wird nun auch die vollständig in Java geschriebene SQL-Datenbank-Engine HSQLDB als Standard- und Testdatenbank mitgeliefert. HSQLDB kommt zum Beispiel in OpenOffice zum Einsatz und kann nicht nur in puncto Performance mit MySQL mithalten, sondern ist mit gerade mal etwas mehr als 600 KB vergleichsweise winzig und eignet sich somit hervorragend zur Einbettung in Applikationen. Darüber hinaus kann HSQLDB in kommerziellen Projekten eingesetzt werden, ohne dass Lizenzgebühren dafür anfallen. Während für die Administration von HSQLDB lediglich eine spartanische Konsole verfügbar ist, bietet XDEV erfreulicherweise nun einen Assistenten, mit dem sich weitere Datenbanken anlegen sowie Benutzer komfortabel verwalten lassen. Ebenfalls per Assistent wird die HSQL-Datenbank mit der generierten Java-Anwendung gekoppelt und so als Embedded Database ausgeliefert. Genauso gut kann man HSQLDB auch als Server-Datenbank einsetzen, wofür die XDEV-Dokumentation eine Anleitung bietet.
Abstraktions-Layer für Datenbanken
Für den Zugriff auf Datenbanken wurden Transaktionen optimiert und für den Aufruf von Stored Procedures in beliebigen Datenbanken ein neuer Assistent eingeführt. Die Kommunikation zwischen Anwendung und Server-Datenbank verwaltet jetzt ein Servlet, das die bisherigen PHP-Schnittstellen ablöst. Die ohnehin verschlüsselte Übertragung der Daten findet nur noch zwischen zwei Java-Applikationen statt und verspricht dadurch mehr Sicherheit. Die lediglich 50 KB kleine Servlet-Schnittstelle bildet eine Abstraktionsschicht auf den JDBC-Treibern der jeweiligen Datenbanken und soll die Unterschiede zwischen den verschiedenen Datenbanken in der SQL-Syntax überbrücken und für völlige Datenbankunabhängigkeit sorgen. Sofern die Abfragelogik in XDEV entwickelt wird, funktioniert dies erstaunlich gut. Spätestens mit dem Einsatz von Stored Procedures legt sich der Entwickler jedoch grundsätzlich auf die Datenbank fest, und ein späterer Umstieg ist nur noch mit erheblichem Portierungsaufwand möglich.
Für MySQL steht auch weiterhin eine Schnittstelle auf Basis von PHP zur Verfügung, um das Hosten von XDEV-Anwendungen mit kleinen Web-Hosting-Paketen, die eine Ausführung von Servlets normalerweise nicht unterstützen, auch weiterhin zu ermöglichen.
Report-Generator
Seit Einführung der Version 2 enthält die XDEV einen Report-Generator zur dynamischen Erzeugung von PDF-Reports, die sich wahlweise automatisch an den Client versenden oder auf dem Server ablegen lassen. Der Leistungsumfang wurde in Version 2.4 verbessert. Neben einem Gruppenwechsel lassen sich jetzt auch vollständige Reports ineinander verschachteln. Ebenso ist das Einbinden von vektorisierten, dynamisch gezeichneten Diagrammen möglich.
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