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HP Envy x2 11-G000EG im Test

07.05.2013 | 10:00 Uhr |

Zwei zum Preis von einem: Das HP Envy X2 will Tablet und Notebook zusammenbringen. Der Test zeigt, ob das dem Windows-8-Gerät mit ansteckbarer Tastatur gelingt.

PC- und Tablet-Herstellern, die auf Windows 8 setzen, wird gerne vorgeworfen, dass sie alles von Apple kopieren. Wenn es die positiven Aspekte von iPad Co. sind, ist dagegen zunächst nichts einzuwenden: HP zum Beispiel orientiert sich beim Envy X2 in Sachen Design und Verarbeitung stark am iPad und steckt das Windows-8-Tablet in ein stabiles, ausbalanciertes und edles Aluminium-Gehäuse.

Mehr als ein Tablet: Docking-Tastatur im Lieferumfang

Mehr als ein Tablet wird das Envy X2 durch die mitgelieferte Tastatur: In der steckt nicht nur ein weiterer Akku, sondern sie bietet zusätzliche Anschlüsse wie SD-Kartenleser, USB und HDMI. Eingedockt soll das Tablet also zum Notebook werden - beim Gewicht kommt das sogar hin: Mit knapp 1,4 Kilo ist das eingedockte X2 etwas schwerer als einige Ultrabooks. Der Akku in der Tastatur verlängert die Laufzeiten um drei bis fünf Stunden: Das ist auch notwendig, denn mit dem eigenen Akku packt das Envy X2 nur rund 5,5 Stunden - ziemlich mäßig.

Mobilität

HP Envy x2 11-g000eg (Note: 3,55)

Akkulaufzeit: Internetzugriff per WLAN / Video abspielen

5:21 Stunden (9:51 Stunden mit Tastatur) / 5:30 Stunden (8:21 Stunden mit Tastatur)

Gewicht (mit Akku) / Gewicht Netzteil

694 (1394 mit Tastatur) / 285 Gramm

Allerdings können Sie am Envy X2 nicht so bequem arbeiten wie an einem richtigen Notebook: Sie müssen die Tastatur mit dem eingesteckten Tablet auf einer ebenen Fläche platzieren, damit es sicher steht. Setzen Sie das Tablet zum Tippen etwa auf die Oberschenkel, kippt es nach hinten. Auch wenn Sie den Touchscreen berühren, zeigt das Tablet eine starke Vorliebe zum Kippeln. Der Bildschirm lässt sich in der Tastatur zwar neigen, aber nicht besonders weit - große Menschen schauen daher immer leicht von oben auf das Display. Der Docking-Mechanismus funktioniert dagegen problemlos: Das Tablet lässt sich leicht einzustecken und rastet sofort in der Tastatur ein. Das Abnehmen gestaltet sich problematischer, da der Schieberegler sich nur schwergängig bewegen lässt.

Die Docking-Tastatur liefert eine längere Laufzeit und mehr Anschlüsse
Vergrößern Die Docking-Tastatur liefert eine längere Laufzeit und mehr Anschlüsse

Schnelles Tippen am Tablet

Haben Sie die perfekte Position gefunden, tippen Sie angenehm schnell und sicher mit der Tastatur. Die Tasten sind so breit wie bei einem Notebook, sie haben zwar einen flachen Hub, aber einen klaren Druckpunkt und arbeiten sehr leise. Die Envy-Tastatur liegt damit deutlich über dem Netbook-Niveau anderer Andock-Tastaturen. Positiv: Windows erkennt auch den Akku in der Tastatur und zeigt in der Task-Leiste den Status beider Batterien an.

Wie alle Windows-Tablets steht auch das von einem Intel Atom Z2760 (1,8 GHz) angetriebene Envy X2 dem iPad bei der Bedienung in nichts nach - solange Sie in der Kacheloberfläche unterwegs sind. Nur ganz minimales Ruckeln oder Nachschärfen beim Aufzoomen von Webseiten lassen sich erkennen. Sehr viel zäher läuft es im Desktop-Modus ab, der sich auch deutlich umständlicher mit dem Finger bedienen lässt als die Touch-optimierten Kachel-Apps.

Sieht aus wie ein Netbook: Das zusammengeklappte Envy X2
Vergrößern Sieht aus wie ein Netbook: Das zusammengeklappte Envy X2

Rasant im Netz unterwegs

Beim Surfen fällt das aber nicht auf: Der kräftige Atom-Prozessor bewältigt auch komplexe Webseiten sehr schnell wie der Sunspider-Test zeigt. Das Dual-Band-WLAN funkt besonders über 5 GHz ordentlich schnell, was insgesamt zu kurzen Ladezeiten für Webseiten führt. In unserem Test reagiert der Touchscreen des Envy X2 übrigens nicht immer zuverlässig: Häufig muss ich mehrmals wischen, um eine Funktion wie App-Wechsel oder das Öffnen der Charme Bar auszulösen.

Geschwindigkeit und Multimedia

HP Envy x2 11-g000eg (Note: 2,48)

Browser: Geschwindigkeit (Sunspider) / 3D Mark  / mittlere Ladezeit für Webseiten

738.3 Millisekunden / 2434 Punkte / 5,01 Sekunden

WLAN-Geschwindigkeit

32,9 MBit/s

Startzeit: aus ausgeschaltetem Zustand / aus Bereitschafts-Modus

15 / 1 Sekunden

HD-Videos auf TV/Monitor

flüssig / flüssig

Bildschirm: Standard bei der Auflösung

Wie die meisten Windows-Tablets zeigt das Envy X2 1366 x 768 Bildpunkte - so viel wie ein 15-Zoll-Notebook üblicherweise. Das reicht auf dem großen 11,6 Zoll Bildschirm aber nur zu einer Punktdichte von 135 ppi - recht wenig im Vergleich zu anderen Tablets: Das bemerken Sie beispielsweise an der leicht unscharfen Schrift bei einigen Kachel-Apps. Die Bildqualität geht in Ordnung: Das spiegelnde Display ist recht hell, zeigt aber einen nur mäßigen Kontrast. Farben wirken eher dunkel als leuchtend und satt. Dafür ist das IPS-Panel aber sehr blickwinkelstabil.

Bildschirm

HP Envy x2 11-g000eg (Note: 3,38)

Diagonale / Auflösung / Punktdichte

11,6 Zoll (29,4 Zentimeter) / 1366 x 768 Bildpunkte / 135 dpi

Helligkeit / Kontrast / Entspiegelung

330 cd/m² / 319:1 / gering

Ausstattung: Die meisten Anschlüsse sitzen an der Tastatur

Neben 11n-WLAN über 2,4 und 5 GHz hat das Envy X2 auch Bluetooth an Bord, 3G und GPS fehlen dagegen. Am Tablet selbst sitzen auch nur wenige Anschlüsse, etwa ein Micro-SD-Kartenleser. Nur im gedockten Modus lassen sich Peripheriegeräte sinnvoll mit dem Envy X2 verbinden - das ist sinnvoll gelöst. Vom großen internen Speicher des Envy X2 bleibt in der Praxis nicht viel übrig: Von den 64 GB sind nur knapp über 30 GB noch frei - unter anderem, weil HP 10 GB für eine Wiederherstellungs-Partition abzwackt.

HP Envy X2 im Test: Fazit

Das HP Envy X2 ist sicher eines der schönsten Windows-Tablets. Trotzdem löst es das grundlegende Problem der Hybrid-Geräte nicht: Als Tablet ist es durchaus gelungen, abgesehen von der sehr mäßigen Akkulaufzeit. Der hilft die Docking-Tastatur auf die Sprünge, mit der Sie das Envy X2 zum Notebook umwandeln können. Dann ist es allerdings fast so schwer und teuer wie ein Ultrabook, das deutlich mehr Rechenleistung bietet.

Den Preis hat HP inzwischen auf 800 Euro reduziert: Damit kostet das Envy X2 mit Tastatur so viel wie das Asus Vivotab TF810C ohne - das Asus-Tablet hat allerdings eine längere Akkulaufzeit und ein besseres Display. Auch im Vergleich mit dem 11,6-Zoll-Tablet von Samsung, dem Ativ Smart PC , schneidet das Envy X2 in diesen beiden Disziplinen schlechter ab.

Testergebnis (Noten)

HP Envy x2 11-g000eg

Testnote

befriedigend ( 2,51 )

Preis-Leistung

teuer

Bedienung (25 %)

1,77

Mobilität (20 %)

3,55

Bildschirm (20 %)

3,38

Ausstattung (17 %)

2,56

Geschwindigkeit und Multimedia (15 %)

2,48

Service (3 %)

2,37

Aufwertung

Tastatur mit Akku (0,20)

Ausstattung

HP Envy x2 11-g000eg (Note: 2,56)

Prozessor

Intel Atom Z2760 (1,8 GHz)

Maße (L x B x H)

30,3 x 19,3 x 0,87 Zentimeter

Betriebssystem

Windows 8 (32 Bit)

eingebauter Speicherplatz (Art)

64 GB (Flash)

Wireless-LAN / Bluetooth / UMTS / GPS

11n Dual-Band / 4.0 / nicht vorhanden / nein

USB

nein (nur an Tastatur)

HDMI

nein (nur an Tastatur)

Kartenleser (Formate)

ja (Micro-SD)

Einschub für SIM-Karte

nein

Kamera

ja (3264 x 2448 Pixel)

Internetkamera

ja (1920 x 1080 Pixel)

Dockinganschluss

1

Audioausgang

1

Mikrofon

ja

Lieferumfang

Netzteil, Docking-Tastatur mit Akku

Bedienung

HP Envy x2 11-g000eg (Note: 1,77)

Bildschirm / Bildschirm-Tastatur / Mehrfinger-Gesten / Bildschirm-Technik

angenehm / ordentlich / ja / kapazitiv

Spracheingabe

ja

Allgemeine Daten

HP Envy x2 11-g000eg

Internetadresse von HP

www.hp.com/de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

799 Euro / 780  Euro

Technische Hotline

069/29993434

Garantie

24 Monate

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