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HP Envy 4-1000sg im Test

07.09.2012 | 10:00 Uhr |

Ultrabooks sind eigentlich eine gute Idee - aber teuer: Flach-Rechner mit hochwertigem Gehäuse, Top-Bildschirm und schneller SSD kosten rund 1000 Euro. Das HP Envy 4 ist eine günstige Alternative.

Der günstige Preis des HP Eny 4-1000sg von rund 700 Euro bedeutet, dass Sie Kompromisse machen müssen - zum Beispiel bei der Rechenleistung. Der Prozessor Intel Core i3-2367M (1,4 GHz) im Envy 4 stammt noch aus der älteren Sandy-Bridge-Generation. Außerdem fehlt ihm die Übertaktungsfunktion Turbo Boost.

Deswegen - und weil die Mini-SSD mit 32 GB nur als Pufferspeicher arbeitet - erreicht das HP-Ultrabook ein durchschnittliches Rechentempo. Immerhin arbeitet es ungefähr genauso schnell wie aktuelle Notebooks aus der 500-Euro-Klasse, die mit einem Core i5 aus der Sandy-Bridge-Familie arbeiten: Die bringen zwar Turbo Boost mit, ihnen fehlt aber der zusätzliche SSD-Cache. Der beschleunigt nicht nur den Start von Windows und häufig genutzten Programmen, sondern erlaubt dem Ultrabook auch, in wenigen Sekunden aus dem Ruhezustand aufzuwachen. Der Abstand zu Ultrabooks mit einem Core i5 aus Intels aktueller Ivy-Bridge-Serie sowie einer vollwertigen SSD ist allerdings erheblich.

GESCHWINDIGKEIT

HP Envy 4-1000sg (Note: 3,07)

Geschwindigkeit bei Büro-Programmen

113 Punkte

Geschwindigkeit bei Multimedia-Programmen

141 Punkte

Geschwindigkeit bei 3D-Spielen (3D Mark Vantage)

1321 Punkte

Startzeit

27 Sekunden

Kein Turbo-Rechner, aber angenehm leise

Der positive Effekt der bescheidenen Leistung: Das HP Envy 14 wird weder besonders laut noch übermäßig warm: Im Test unter voller Last blieb der Lüfter unter einem Sone, das ist in einer normale lauten Umgebung kaum wahrnehmbar. Außerordentlich flach oder leicht ist das Envy 4 nicht: Als 14-Zoll-Ultrabook darf es bis 21 Millimeter hoch sein, was HP mit einer Bauhöhe von 20,7 Millimeter fast ausnutzt. Sein Gewicht liegt bei knapp 1,8 Kilogramm - rund 400 Gramm schwerer als die meisten 13-Zoll-Ultrabooks.

UMWELT UND GESUNDHEIT

HP Envy 4-1000sg (Note: 1,88)

Betriebsgeräusch: geringe /hohe Last

0,2 / 0,7 Sone

Im Ultrabook-Vergleich liegt das Envy bei der Laufzeit nur im Mittelfeld
Vergrößern Im Ultrabook-Vergleich liegt das Envy bei der Laufzeit nur im Mittelfeld

Die Akkulaufzeit des HP Envy liegt mit knapp 7,5 Stunden im Ultrabook-Mittelmaß - die besten Flach-Notebooks schaffen rund eine bis zwei Stunden mehr. Doch das Envy 14 hebt sich im schwarz-roten Gehäuse angenehm auffällig von den Alu-Ultrabooks ab, die einfach das Macbook Air kopieren: Deckel und Handballenablage sind schwarz, die Unterseite in knalligem Rot. Sie ist außerdem mit einem griffgünstigen, gummierten Überzug versehen. Trotz der matten Oberfläche bleiben Fingerabdrücke auf dem Deckel und dem Gehäuse deutlich sichtbar.

MOBILITÄT

HP Envy 4-1000sg (Note: 2,97)

Akkulaufzeit

7:23 Stunden

Gewicht: Notebook (mit Akku) / Netzteil

1765 / 408 Gramm

Ultrabook mit vielen Anschlüssen - und einem mäßigen Bildschirm

Außerdem bietet das HP-Ultrabook viele Anschlüsse - zum Beispiel drei Ports für USB 3.0. Ein vollwertiger HDMI-Anschluss sowie eine Netzwerkbuchse sind ebenfalls mit an Bord: Die klappt auf, wenn Sie ein LAN-Kabel anstecken. Nichts Aufregendes bietet der Bildschirm: Er zeigt mit 1366 x 768 Bildpunkten die gleiche Auflösung wie die meisten 13,3-Zoll-Ultrabooks. Außerdem ist er nicht außerordentlich hell - besonders draußen werden Sie sich schwer tun, den Bildschirm abzulesen: Für ein ultra-mobile Notebook ist das nicht ideal.

BILDSCHIRM

HP Envy 4-1000sg (Note: 3,42)

Größe

35,6 Zentimeter / 14 Zoll

Auflösung

1366 x 768 Bildpunkte

Punktedichte

112 dpi

Helligkeit

177 cd/m²

Helligkeitsverteilung

83 %

Kontrast

817:1

Entspiegelung

gering

Die Tastatur überzeugt dagegen: Ihr Tastenhub ist zwar, wie bei Ultrabooks üblich, sehr flach. Sie können aber trotzdem schnell und angenehm tippen - beleuchtet sind die Tasten aber nicht. Auch mit dem Touchpad lässt sich das Ultrabook gut steuern, sein Tasten-Druckpunkt ist aber überdeutlich und dürfte vielen Nutzern zu hart sein. Mehrfinger-Gesten (mit bis zu drei Fingern, Vier-Finger-Gesten sind im Maustreiber de-aktiviert) setzt es flüssig um, für weitausholende Scroll-Aktionen ist es zu klein.

HP Envy 4-1000sg im Test: Fazit

Wenn Sie beim Ultrabook-Kauf unbedingt sparen wollen, sollten Sie zum HP Envy 4 greifen: Sie bekommen gegenüber den 1000-Euro-Ultrabooks zwar weniger Rechentempo und ein schlechteres Display. Dafür stimmt die Ausstattung - und sein Gehäuse ist zwar nicht klassisch-elegant, aber immerhin auffällig.

TESTERGEBNIS (NOTEN)

HP Envy 4-1000sg

Testnote

2.85

Preis-Leistung

günstig

Geschwindigkeit (20 %)

3,07

Ausstattung (15 %)

2,33

Bildschirm (20 %)

3,42

Mobilität (35 %)

2,97

Tastatur (5 %)

2,07

Umwelt und Gesundheit (5 %)

1,88

Service (5 %)

2,32

DIE TECHNISCHEN DATEN

HP Envy 4-1000sg

Prozessor (Taktrate)

Intel Core i3-2367M (1,40 GHz)

verfügbarer Arbeitsspeicher (eingebauter Arbeitsspeicher), Typ

3996 MB (4096 MB), DDR3-1600

Grafikchip (Grafikspeicher)

Intel HD Graphics 3000 (bis zu 1,84 GB vom Arbeitsspeicher)

Bildschirm: Diagonale, Auflösung, Typ

14 Zoll (35.6 Zentimeter), 1366 x 768, spiegelnd

Festplatte

297,8 GB (nutzbar)

optisches Laufwerk

-

Betriebssystem

Windows 7 Home Premium SP1 64 Bit

LAN

Gigabit-Ethernet

WLAN

802.11n

Bluetooth

Bluetooth 4.0

Schnittstellen Peripherie

3x USB 3.0 (rechts, 2 links), 1x Kartenleser (links, SD), 1x LAN (links)

Schnittstellen Video

1x HDMI (links), 1x Webcam

Schnittstellen Audio

Mikrofon, kombinierter Audioeingang/Audioausgang

ALLGEMEINE DATEN

HP Envy 4-1000sg

Internetadresse von HP

www.hp.com/de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers / Straßenpreis)

699 Euro / 689 Euro

Technische Hotline

01805/652180

Garantiedauer

24 Monate

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