HIS Radeon HD 7950 IceQ Boost Clock, 3GB GDDR5, 850MHz (H795QC3G2M)

20.06.2012, 09:09

Friedrich Stiemer

Grafikkarte

HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo im Test

HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo im PC-WELT-Test.

Mit einem eisigen Tubo will HIS Top-Leistung bieten und die Konkurrenz bibbern lassen. Hier sollen vor allem die Übertaktung und das durchdachte Kühldesign helfen. Der Test zeigt, ob der Hersteller aus Fernost mit der Kälte umgehen kann.
Im Gegensatz zur Referenz-Grafikkarte praktisch baugleichen HIS Radeon HD 7950 hat der Hersteller aus Hongkong bei der "IceQ Turbo"-Version viel mehr getüftelt. Ergebnis ist eine Grafikkarte im sauberen und eigenen Custom-Design inklusive Übertaktung. Mit nur einem Lüfter, der aber dank des optimierten Kühldesigns die Wärme gut abführen soll, möchte HIS für Wirbel sorgen. Ob sie das schaffen, klärt unser Test.

Multimedia-Leistung: Einwandfreie Leistung

Die getunte 7950 von HIS lässt sich nicht lumpen und punktet gut im Multimedia-Bereich. Transcodierungen nimmt die Grafikkarten in sekundenschnelle vor, die Wiedergabe von 3D-Blu-rays unterstützt die Tahiti-GPU tatkräftig. Die OpenGL-Leistung ist AMD-typisch sehr gut und lässt die grüne Nvidia-Konkurrenz hinter sich. Die Technik AMD App Acceleration sorgt dafür, dass Sie auch Multimedia-Anwendungen flüssig bedienen können.
MULTIMEDIA-LEISTUNG HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo (Note: 2,94)
PC-Prozessorlast bei der Filmwiedergabe: Blu-Ray 3D (1080)
4 Prozent
Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: H.264 (MKV)
48 Sekunden
Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: VC-1 (WMV)
28 Sekunden
OpenGL-Leistung (Cinebench 11.5)
79 Bilder/s

Spiele-Leistung: HIS bleibt cool

Selbst komplexe und fordernde PC-Games wie Battlefield 3 beschleunigt die Grafikkarte mit runden 43 Bildern pro Sekunde unter Ultra-Settings und in Full-HD-Auflösung. Das sind zwei Bilder mehr in der Sekunde als noch bei der Referenz-Version. Deutlich wird das Leistungs-Plus vor allem im DirectX-11-Benchmark 3D Mark 11: Hier punktet die IceQ Turbo mit 2607, die normale Version kommt nur auf 2294 Punkte.
SPIELE-LEISTUNG HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo (Note: 1,61)
Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)
43 Bilder/s
Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)
57 Bilder/s
Dirt 3: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)
81 Bilder/s
DirectX 11 (3D Mark 11): Extreme-Voreinstellung (1.920 x 1.080)
2607 Punkte

Ausstattung der HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo: Overclocked und schottischer Lieferumfang

Der Tahiti-Grafikprozessor kommt aus der effizienteren 28-Nanometer-Fertigung und taktet mit 900 MHz. Damit ist die IceQ Turbo 100 MHz stärker aufgestellt als das Referenz-Modell. Der Speichertakt hingegen ist mit physikalischen 1250 MHz gleich geblieben, wodurch sich ein effektiver Speicherdurchsatz von rund 5 GBit/s ergibt. Nvidia ist hier mit der Kepler-GPU schon bei über 6 GBit/s.
Ansonsten hat sich ebenfalls nichts viel verändert und die Spezifikationen lesen sich wie die der AMD Radeon HD 7950. Besonders hervorzuheben wären die Kompatibilität zu PCI-Express 3.0, DirectX 11.1 und die Unterstützung von Techniken wie AMD Eyefinity oder Powertune . Allerdings gibt der Lieferumfang Grund zur Beanstandung. Nur ein DVI-auf-VGA-Adapter liegt bei und lässt HIS zurecht knauserig wirken. Zumindest gibt es ein Tuning-Programm oben drauf und hört auf den Namen "iTurbo". Ähnlich wie der MSI Afterburner oder Asus GPU Tweaker erlaubt das kleine Tool das Over- und Underclocking der Grafikkarte inklusive des Monitorings der Werte.
Das hauseigene Kühlkonzept IceQ ist so entwickelt worden, dass selbst in Crossfire-Systemen eine gute Wärmeabfuhr garantiert sein soll. Das schafft der einsame Lüfter dadurch, dass er fast umfassend frei liegt und so die Luft von mehreren Seiten her die Wärme zu- und abführen kann. Schon seit Jahren setzt HIS auf IceQ und das Design hat sich schon bei älteren Modellen bewährt. Ob die Kühlung auch noch leise ist verraten wir weiter unten.
AUSSTATTUNG HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo (Note: 2,99)
Video-Anschlüsse
Mini-Displayport 2
HDMI 1
DVI 1
beigelegte Adapter 1x VGA-auf-DVI-Adapter, 1x Crossfire-Brücke
beigelegte Programme iTurbo
beigelegte Spiele nicht vorhanden
Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme 6
TECHNISCHE DATEN HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo
Grafikprozessor (Takt)
AMD Radeon HD 7900
GPU-Takt
900 MHz
Anschluss
PCI Express x16 3.0
Anzahl der Shader
1792
Shader-Takt
900 MHz
DirectX-Version
11.1
Speicher-Größe
3072 MB
Speicher-Typ
GDDR5-RAM
Speicher-Takt
1250 MHz
Speicher-Busbreite
384 Bit
Grafikkarten-Bios
015.013.000.010.000705
Grafikkarten-Treiber
Catalyst 12.3 (8.950.0.0)
Kartenlänge
28,0 Zentimeter
Kartenbreite
2 Steckplätze
Stromanschluss
2x 6polig

Der Aspekt Umwelt und Gesundheit: Genügsam und leise

Überraschenderweise ist die übertaktete Radeon HD 7950 IceQ Turbo von HIS auch noch genügsamer beim Thema Stromverbrauch. Maximal 245 Watt saugt die Grafikkarte aus dem Netzteil, bei der baugleichen Referenz-Version waren es etwa 250 Watt. Auch im Leerlauf ist die Karte mit 80 Watt weniger hungrig. Aber besonders die Lautheit unterscheidet sich durchweg positiv von der HIS Radeon HD 7950: Unter Volllast hören wir den Lüfter zwar mit 1,9 Sone, aber das ist vergleichsweise leise im Vergleich mit der Referenz-Karte von HIS, die uns mit lauten 4,3 Sone belästigt hat. Hier hat HIS tolle Arbeit geleistet! Selbst die Kühl-Leistung stimmt, denn die Temperatur im Inneren der GPU klettert auf maximal 57 Grad Celsius. Overclocker haben hier also noch viel Spielraum nach oben.
UMWELT UND GESUNDHEIT HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo (Note: 2,82)
Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf
80 Watt
Stromverbrauch des Test-PCs: Last
245 Watt
Betriebsgeräusch: Leerlauf
0,7 Sone
Betriebsgeräusch: Last
1,9 Sone
Temperatur: Leerlauf
34° Celsius
Temperatur: Last
57° Celsius

Fazit zur HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo: Lässt andere HD-7950-Karten hinter sich

Die HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo schafft es, die Konkurrenz bibbern zu lassen. Die Kühlung ist absolut effektiv und beweist, dass gute Kühlung nicht nur mit mehreren Lüftern zu schaffen ist. Auch die Performance stimmt und verhindert selbst bei grafisch aufwändigen Spielen Ruckler. Neben der Spiele-Performance ist aber auch die Multimedia-Leistung nicht von schlechten Eltern. Ein besonders attraktives Kaufkriterium ist der vergleichsweise günstige Preis in Höhe von nur 350 Euro.
Aber andere Grafikkarten auf Basis der Radeon HD 7950 holen noch ein Fünkchen mehr Leistung heraus, arbeiten dabei noch etwas leiser und etwas effizienter. Aber vor anderen vergleichbaren Grafikkarten muss sich die HIS-Karte noch lange nicht verstecken und zeigt, dass zuverlässige und solide Leistung nicht immer teuer sein muss.
Service HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo (Note: 3,37)
Garantiedauer
24 Monate
Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar
01805/6666838 / ja / nein / 4 Stunden / ja / ja
Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar
www.hisdigital.com/de / ja / nein / ja / nein
TESTERGEBNISSE (NOTEN) HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo
Testnote
befriedigend (2,56)
Preisurteil
sehr günstig
Multimedia-Leistung (30%)
2,94
Spiele-Leistung (30%)
1,61
Ausstattung (20%)
2,99
Umwelt und Gesundheit (15%)
2,82
Service (5%)
3,37
ALLGEMEINE DATEN HIS Radeon HD 7950 IceQ Turbo
Testkategorie
Grafikkarten
Grafikkarten-Hersteller
HIS
Internetadresse von HIS
www.hisdigital.com/de
Preis (unverbindliche Preisempfehlung)
350 Euro
HISs technische Hotline
01805/6666838
Garantie des Herstellers
24 Monate
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