16.05.2012, 10:43

Friedrich Stiemer

Grafikkarte

HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo im Test

Eisiger Turbo: Grafikkarte HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo im Test.

HIS legt den Turbo ein und sorgt für winterliche Temperaturen auf der Grafikkarte: Die Radeon HD 7870 IceQ Turbo ist komplett überarbeitet und sorgt für manche Überraschung im Test.
Der Hersteller HIS wirft das Referenz-Design von AMD über den Haufen und dreht sein eigenes Ding: Heraus kommt die Radeon HD 7870 IceQ Turbo. Das „IceQ“ weist auf die eigene Kühllösung hin, das „Turbo“ macht deutlich, dass es sich hierbei um ein übertaktetes Modell handelt. Wie schnell HIS damit von der Stelle kommt, zeigt der Test.

Multimedia-Leistung der HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo: Da ist der Wurm drin

Die Grafikkarte leistet vor allem im OpenGL-Benchmark von Cinebench eine beeindruckende Leistung von 81,77 Bilder pro Sekunde – der höchste Wert, den wir bis dato gemessen haben. Zum Vergleich: Das höchste Ergebnis konnten wir vorher bei der XFX Radeon HD 7950 Black Edition messen, die 81,23 Bilder pro Sekunde liefert. Ebenfalls freuen dürften sich Freunde guter Filmabende: Die Haupt-CPU ist mit 3 Prozent kaum ausgelastet, die Wiedergabe von Blu-rays in Full-HD und stereoskopischen 3D übernimmt fast vollständig die HIS-Karte.
 
Aber leider war die Messung der Transcodierung mit dem Cyberlink-Tool Power Director 10 nicht möglich, weshalb wir eine Aufwertung vornehmen. Das BIOS der Grafikkarte ist fehlerhaft und bessert sich erfahrungsgemäß in der nächsten Version. Multimedia-Programme zur Bearbeitung von Videos oder Fotos laufen problemlos dank dem Antrieb durch AMDs App Acceleration.
MULTIMEDIA-LEISTUNG HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo (Note: 3,01)
PC-Prozessorlast bei der Filmwiedergabe: Blu-Ray 3D (1080)
3 Prozent
Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: H.264 (MKV)
0 Sekunden
Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: VC-1 (WMV)
0 Sekunden
OpenGL-Leistung (Cinebench 11.5)
82 Bilder/s

Spiele-Leistung der HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo: Wo ist der Turbo?

Den Referenz-Takt von 1000 MHz übertaktet der Hersteller um 100 MHz – ein Leistungsplus konnten wir aber nicht deutlich feststellen. Nichtsdestotrotz eignet sich die Radeon HD IceQ Turbo hervorragend für aktuelle Games – Dirt 3 rast beispielsweise in flüssigen 78 Bilder pro Sekunde über den Full-HD-Monitor.
 
Auch ein aufwändiges Spiel wie Battlefield 3 fängt mit den Ultra-Settings nicht an zu ruckeln, sondern läuft mit anständigen 40 Bilder pro Sekunde und ist damit vergleichbar mit der nicht übertakteten Referenz-Karte. Den größten Unterschied stellen wir in Anno 2070 fest: Zwar ist dort der Spielablauf mit 49 Bilder pro Sekunde absolut flüssig, jedoch schneidet hier die Basis-Version AMD Radeon HD 7870 mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 besser ab. Deutlich ist der Unterschied wiederum im DirectX-11-Benchmark 3D Mark 11, dieses Mal jedoch für das HIS-Modell.
SPIELE-LEISTUNG HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo (Note: 1,99)
Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)
40 Bilder/s
Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)
49 Bilder/s
Dirt 3: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)
78 Bilder/s
DirectX 11 (3D Mark 11): Extreme-Voreinstellung (1.920 x 1.080)
2207 Bilder/s

Ausstattung der HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo: Nur kleine Änderungen

Der GPU-Takt beträgt 1100 MHz und unterscheidet sich zur Referenz. Die restlichen Spezifikationen sind gleich geblieben: Der 2048 MB große DDR5-Speicher ist durch ein 256 Bit großes Interface angebunden und arbeitet mit einem physikalischen Takt von 1200 MHz. Dadurch ergibt sich ein effektiver Speicherdurchsatz von 4,8 GBit/s. Des Weiteren funktioniert der Multi-Monitor-Betrieb von bis zu sechs Monitoren an einer Grafikkarte dank zahlreichen Anschlüssen (2x Mini-Displayport, 1x HDMI, 1x DVI) und AMD Eyefinity tadellos.
 
Weiterhin unterstützt die HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo DirectX 11.1, PCI-Express 3.0 und neue beziehungsweise verbesserte Features wie AMD Powertune, Zerocore und Overdrive. Der Lieferumfang fällt mit lediglich einem Adapter (DVI-auf-VGA) und einer Crossfire-Brücke recht spärlich aus. Neu in der Verpackung ist aber das Programm iTurbo, das Programmen wie MSI Afterburner oder Asus GPU Tweak in den Funktionen sehr ähnelt. Damit lassen sich Taktraten recht einfach und intuitiv verstellen und die dazugehörigen Werte wie Temperatur und Lüftergeschwindigkeit überwachen.
AUSSTATTUNG HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo (Note: 3,06)
Video-Anschlüsse
Mini-Displayport 2
HDMI 1x
DVI 1
beigelegte Adapter 1x DVI-auf-VGA, 1x Crossfire-Brücke
beigelegte Programme HIS iTurbo
beigelegte Spiele nicht vorhanden
Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme 6
TECHNISCHE DATEN HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo
Grafikprozessor (Takt)
AMD Radeon HD 7800
GPU-Takt
1100 MHz
Anschluss
PCI Express x16 3.0
Anzahl der Shader
1280
Shader-Takt
1100 MHz
DirectX-Version
11.1
Speicher-Größe
3072 MB
Speicher-Typ
GDDR5-RAM
Speicher-Takt
1200 MHz
Speicher-Busbreite
384 Bit
Grafikkarten-Bios
015.015.000.002.000838
Grafikkarten-Treiber
Catalyst 12.4 (8.961.0.0)
Kartenlänge
28,7 Zentimeter
Kartenbreite
2 Steckplätze
Stromanschluss
2x 6polig

Der Aspekt Umwelt und Gesundheit: Bereit fürs Overclocking

Die Übertaktung fordert ihren Tribut, wenn es um die Leistungsaufnahme geht. Das Strommessgerät klettert unter Last auf 244 Watt, bei der Referenz waren es nur 226 Watt (Verbrauch der gesamten Testplattform). Auf der anderen Seite sorgt das Kühl-Design mit den Heatpipes und dem großen Lüfter für Top-Werte: Maximal 55 Grad Celsius unter Last, im Leerlauf sind es nur 31 Grad – sehr gut! Gute Ergebnisse ergeben auch die Messungen der Lautstärke. Unter Volllast liegt dreht der Lüfter nur mit 0,9 Sone und ist damit anderen Grafikkarten weit voraus: Gute Kühl-Leistung muss nicht immer laut sein!
UMWELT UND GESUNDHEIT HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo (Note: 2,39)
Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf
79 Watt
Stromverbrauch des Test-PCs: Last
244 Watt
Betriebsgeräusch: Leerlauf
0,5 Sone
Betriebsgeräusch: Last
0,9 Sone
Temperatur: Leerlauf
31° Celsius
Temperatur: Last
55° Celsius

Fazit zur HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo: Saubere Arbeit

Die HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo übertrifft in puncto Leistung schon manch andere Grafikkarte aus der AMD Radeon HD 7950-Reihe – und ist dabei auch oft genügsamer im Energiehunger. Auch die Temperaturen halten sich in einem guten Rahmen und der Lüfter stört nicht mit einem durchdringenden Rauschen eines zu lauten Lüfters.
 
Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers ist mit 299 Euro auch noch sehr günstig und erschwinglich, da Sie nicht gleich zu einem Highend-Modell greifen müssen, wenn Sie aktuelle Spiele daddeln möchten: Viel Leistung für wenig Geld!
 
Negativ ist jedoch der fehlerhafte BIOS-Treiber der HIS-Karte, da die Transcodierung leider nicht geklappt hat. Auch der Lieferumfang ist alles andere als umfangreich – hier hat der Hersteller definitiv gespart.
Service HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo (Note: 3,37)
Garantiedauer
24 Monate
Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar
01805/6666838 / ja / nein / 4 Stunden / ja / ja
Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar
www.hisdigital.com/de / ja / nein / ja / nein
TESTERGEBNISSE (NOTEN) HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo
Testnote gut (2,44)
Preisurteil sehr günstig
Aufwertung (wegen nachträglich aktualisierten Treiber) 0,20
Multimedia-Leistung (30%) 3,01
Spiele-Leistung (30%) 1,99
Ausstattung (20%) 3,06
Umwelt und Gesundheit (15%) 2,39
Service (5%) 3,37
ALLGEMEINE DATEN HIS Radeon HD 7870 IceQ Turbo
Testkategorie
Grafikkarten
Grafikkarten-Hersteller
HIS
Internetadresse von HIS
www.hisdigital.com/de
Preis (unverbindliche Preisempfehlung)
299 Euro
HISs technische Hotline
01805/6666838
Garantie des Herstellers
24 Monate
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