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HD-Studio

06.09.2006 | 08:30 Uhr |

HD-Studio wandelt ungeschütztes Videomaterial zeitaufwendig in HD-Formate um.

Nach kurzer, problemloser Installation ist HD-Studio ohne Neustart sofort einsatzbereit. Die Software präsentiert sich mit einer sehr spartanischen Oberfläche, die sich zudem nicht sofort intuitiv bedienen lässt. Alle Tester klickten zunächst auf das Icon neben „Quelle“, um Ausgangsmaterial hinzuzufügen. Dies ist jedoch keine aktive Schaltfläche. Zu diesem Zweck gibt es zwei etwas klein geratene Icons weiter rechts: Über eine stilisierte Silberscheibe kann man einen DVD-Pfad mit Titeln oder Kapiteln zur Konvertierung auswählen, mit der Filmrolle daneben lassen sich Video-Dateien hinzufügen.

DVD-Dateien von Festplatte müssen samt IFO-Datei vorliegen. Das Einlesen von Video-DVDs dauerte im Test relativ lang. Besonders bei selbst gebrannten Scheiben mit vielen Kapiteln wurde die Geduld arg strapaziert. Anschließend können einzelne Titel oder Kapitel im ziemlich kleinen, nicht skalierbaren Fenster des integrierten Movie-Players betrachtet werden. Die Abspielposition lässt sich manuell über den Fortschrittsbalken verändern.

Die Icons, üblicherweise für das Vor- und Zurückspringen zu Kapitelmarken bestimmt, dienen bei HD-Studio als Start-/End-Marker für einen rudimentären Videoschnitt. Einmal (versehentlich) gesetzt, lassen sie sich nicht mehr löschen. Will man dennoch den gesamten Bereich konvertieren, müssen die Marker manuell an Anfang und Ende des Titels oder Kapitels gesetzt werden. Das muss man wissen, sonst gibt es nach der Konvertierung Überraschungen.

Im Test reagierte der Movie-Player träge, die Wiedergabe von Video-DVDs war auch auf einem 3-GHz-PC ruckelnd und hatte Tonaussetzer. Bei selbst gebrannten DVDs wurden oft nur die ersten paar Kapitel wiedergegeben. Für die Videoausgabe stehen Profile für drei Qualitätsstufen (Niedrig, Mittel, Beste) und drei Auflösungen (720, 1080 und 1360x768) bereit. Als weitere Einstellungen lassen sich Video- und Audio-Bitrate, Framerate und die Anzahle der Durchläufe für die Codierung einstellen. Auch der Audio-Codec kann geändert werden.

Zum Umwandeln müssen die Videos explizit per Häkchen angewählt werden, sonst erhält man eine Fehlermeldung. Die per Mausklick farbig hinterlegte Zeile ist nur für den Movie-Player relevant. Die Umwandlung eines Videos dauert einige Zeit. Ein 2-Stunden-Film mit bester Qualität und höchster Auflösung braucht auch auf einem schnellen PC mehr als sieben Stunden.

Schlecht: Ausgangsmaterial im 4:3-Format wurde von HD-Studio im Test gnadenlos in die Breite gezogen. Auch Filme, die im Breitbildformat vorlagen, waren teilweise nach der Konvertierung verzerrt. Ansonsten war die erzeugte Qualität nicht schlecht, obwohl es durch die hinzugerechneten Pixel zu Artefakten kam.

Fazit: Die konvertierten Videos sehen nach der Bearbeitung mit HD-Studio teilweise besser aus, als wenn man die Interpolation des HD-Bildschirms nutzt.

Alternative: Eine Software mit ähnlichem Funktionsumfang ist uns derzeit nicht bekannt.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,5
Bedienung (35%): Note 3,0
Dokumentation (5%): Note 2,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,5
Systemanforderungen (5%): Note 4,0

GESAMTNOTE: 3,2

Anbieter:

S.A.D.

Weblink:

www.s-a-d.de

Preis:

40 Euro

Betriebssysteme:

Windows 2000, XP

Plattenplatz:

gut 10 MB

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