19.11.2008, 08:47

Thomas Rau

HD-Filme mobil

Die besten Blu-Ray-Notebooks

Die Zukunft heißt Blu-Ray. Auch immer mehr Notebooks bringen ein passendes Laufwerk für hochauflösende Filme mit. Doch ein guter Multimedia-Laptop sollte noch mehr bieten.
Bis vor rund einem halben Jahr waren Blu-Ray-Notebooks richtig teuer. Die Hersteller statteten nur ihre besten Multimedia-Maschinen mit einem passenden Laufwerk aus. Diese Laptops besaßen meist ein großes 17-Zoll-Display mit hoher Auflösung, einen leistungsstarken Prozessor, eine rechenstarke Grafikkarte und ein ausgefallenes Design.
Doch seit kurzem gibt es auch Blu-Ray-Notebooks, die nicht mehr als 800 Euro kosten. Nicht nur die Laufwerke sind für die Hersteller günstiger geworden. Auch bei den anderen Komponenten muss es nicht mehr das Top-Modell sein. Das Ziel: Blu-Ray soll zum Massenmarkt werden.
Erste Sparmaßnahme: Die meisten Blu-Ray-Notebooks besitzen nur ein Leselaufwerk: Mit ihnen lassen sich Blu-Ray-Filme nur abspielen. Man kann (wieder)beschreibbare Blu-Ray-Medien aber nicht für Backup-Zwecke nutzen. Die meisten Anwender brauchen das auch gar nicht: Sie speichern ihre Daten lieber auf eine externe Festplatte als auf Blu-Ray-Rohlinge.
Hardware für Blu-Ray: Die Wiedergabe von Blu-Ray-Filmen benötigt rechenstärkere Komponenten als das Abspielen einer DVD. Denn die Bildinformationen sind bei Blu-Ray mit aufwändigeren Codecs komprimiert, die CPU und Grafikkarte mehr fordern.
Ein Doppelkern-Prozessor ist also Pflicht für ein Blu-Ray-Notebook. Außerdem besitzen fast alle Blu-Ray-Notebooks eine Grafikkarte, die den Prozessor beim Decodieren unterstützt: Dafür genügt schon eine Einsteigerkarte wie die AMD Mobility Radeon HD3450 oder 3470 oder die Nvidia Geforce 9500M GS.
Zum Filme schauen unterwegs sind Blu-Ray-Notebooks aber meist ungeeignet: Zum einen wiegen sie oft deutlich über 2,5 Kilogramm. Zum anderen fordert das Abspielen von HD-Material auch im Akkubetrieb hohe Rechenleistung, sodass häufig nach rund einer Stunde ohne Netzstrom Schluss mit dem Filmvergnügen ist. Darüber hinaus bremsen einige Notebook-Hersteller die CPU-Leistung im Akkubetrieb: Der Blu-Ray-Film lässt sich dann ohne Netzstrom gar nicht ruckelfrei abspielen.
Ein gutes Display muss sein: Die meisten Blu-Ray-Filme liegen im Bildformat 1080p vor – mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten (Full-HD). Auf einem Display, das diese Auflösung nativ liefert, sehen diese HD-Filme am besten aus. Gute Displays mit dieser Auflösung sind aber teuer – entsprechend viel kostet ein Notebook, das damit ausgestattet ist. Günstige Blu-Ray-Notebooks besitzen daher ein Display mit kleinerer Auflösung – meist 1280 x 800 Pixel, das für die HD-Auflösung 720p (1280 x 720 Pixel) ausreicht.
Doch den Unterschied zwischen einem 720p- und einem Full-HD-Display nimmt man in der Praxis kaum wahr: Viel wichtiger für den Filmgenuss ist ein helles Display, das einen hohen Kontrast und eine gute Farbdarstellung bietet. Die Farben sind allerdings häufig für die Filmwiedergabe optimiert – also sehr leuchtend, satt und warm. Deshalb eignen sich die Blu-Ray-Notebooks nicht unbedingt für die Bildbearbeitung, bei der man eher neutrale Farben bevorzugt. Empfehlenswert ist außerdem ein Display mit einem möglichst weiten stabilen Blickwinkel: So können sich mehrere Personen zum Filmabend ums Notebook versammeln.
16:9 - kinotaugliches Seitenverhältnis: Recht neu auf dem Markt sind Notebooks, die ein Display mit dem Seitenverhältnis 16:9 besitzen. In diesem Seitenverhältnis liegen auch die Filme auf Blu-Ray-Medien vor. Bei der Wiedergabe auf diesen Displays sieht man also keine schwarzen Streifen unten und oben am Bildrand - außer die Balken gehören zum Film, wie es häufig beim Kinoformat 2,4:1 der Fall ist.
Bei der Bildqualität sind allerdings LCD-TVs den Notebook-Displays deutlich überlegen: Daher bietet es sich an, das Blu-Ray-Notebook an das größere externe Display anzuschließen. Dafür bringen alle Notebooks mit Blu-Ray-Laufwerk einen HDMI-Ausgang mit, der den Kopierschutz HDCP unterstützt und somit die Ausgabe an einen passenden externen Monitor unterstützt. Die externe Lösung ist auch für die Tonausgabe zu empfehlen - entweder ebenfalls über HDMI oder einen AV-Receiver, den man mit dem Laptop verbindet.
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