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Canon EOS 550D im Test

20.05.2010 | 15:29 Uhr |

Die Canon EOS 550D richtet sich an Anwender, die eine digitale Spiegelreflexkamera mit Einsteiger-freundlicher Bedienung und Mittelklasse-Ausstattung suchen. Lesen Sie im Test, wie die Bildqualität der Canon EOS 550D in Verbindung mit dem Kit-Objektiv abgeschnitten hat.

Mit der EOS 550D schließt Canon die Lücke zwischen der EOS 500D und der leistungstärkeren EOS 7D. Dabei belässt der Hersteller dank Automatiken und durchdachtem Menüaufbau die anfängerfreundliche Bedienung, spendiert der DSLR aber einige technische Raffinessen, die sonst nur in höherklassigen Modellen zu finden sind.

Ausstattung: So nimmt die Canon EOS 550D Videos mit 1920 x 1080 Bildpunkten und 30 Bildern pro Sekunde auf. Für die Verbindung an einen HD-fähigen Fernseher steht ein HDMI-Anschluss zur Verfügung. Möchten Sie einen Bildstabilisator nutzen, müssen Sie - wie bei Canon üblich - ein entsprechendes Objektiv kaufen: etwa das im Kit erhältliche Canon EF-S 18-55 mm IS, mit dem wir die DSLR auch getestet haben. Alternativ zum Bildstabilisator lässt sich auch die Lichtempfindlichkeit der EOS 550D bis ISO 12.800 hochschrauben, um Wackler zu reduzieren.

Bildqualität: Mit dem Kit-Objektiv erzielte die Canon EOS 550D einen nur ausreichenden Wirkungsgrad, der umgerechnet einer Auflösung von 5,1 Megapixel entspricht. Grund dafür war, dass der Messwert bei mittlerer Brennweite deutlich unter den Messwerten im Weitwinkel- und Telebereich lag. Immerhin verliefen alle Ergebnisse relativ gleichmäßig bis zum Bildrand.

Gab die Auflösung noch Anlass zur Kritik, so verhielt sich die Canon EOS 550D - auch dank ihrer zurückhaltenden Scharfzeichnung - vorbildlich hinsichtlich des Bildrauschens. Selbst bei der höchstmöglichen Empfindlichkeitsstufe ISO 6400 war der Messwert noch sehr gut. Die Eingangsdynamik war sehr hoch, die Ausgangsdynamik hoch. Das bedeutet, dass die Canon EOS 550D auch kontrastreiche Motive mit allen Details wiedergeben kann, ohne dass Lichter und Schatten zulaufen. Zudem produziert die DSLR viele Helligkeitsstufen zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen.

Handhabung: Mit einem Gewicht von 724 Gramm inklusive Kit-Objektiv, Akku und Speicherkarte liegt die Canon EOS 550D im Mittelfeld. Sie lässt sich intuitiv bedienen und hat ein logisch aufgebautes Menü.

Fazit: Die Canon EOS 550D erzielte im Test eine überwiegend gute Bildqualität. Der einzige Kritikpunkt, die zu niedrige Auflösung, lässt sich mit einem höherwertigen Objektiv ausgleichen. Denn der Body der DSLR ist mit einigen tollen Ausstattungsmerkmalen versehen, die eigentlich erst ab der Klasse der EOS 7D zu finden sind.

Alternativen: Für stolze 200 Euro mehr ist die spritzwassergeschützte Canon EOS 50D zu haben. Sie arbeitet zwar mit geringerer Auflösung, erzielte jedoch einen höheren Wirkungsgrad als die EOS 550D. Außerdem macht die EOS 50D bis zu 6,3 Serienbilder pro Sekunde, während die EOS 550D es auf 3,7 Bilder pro Sekunde bringt. Dafür müssen Sie bei der EOS 50D auf die Videofunktion verzichten.

Varianten:
EOS 550D Body
EOS 550D mit Objektiv Canon EF-S 18-55 IS
EOS 550D mit Objektiv Canon EF-S 18-135 IS

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