232305

Lenovo Ideapad U350 im Test

03.11.2009 | 09:30 Uhr |

Rund 600 Euro kostet das leichte Sub-Notebook Lenovo Ideapad U350. Ob neben dem Preis auch Akkulaufzeit, Rechentempo und Displayqualität stimmen, klärt unser Test.

Leichte Subnotebooks sind nicht mehr nur für Business-Anwender oder die Chefetage interessant. Dank günstiger Stromspar-Prozessoren von Intel (CULV-CPUs, Consumer Ultra Low Voltage) gibt es ausdauernde Notebooks mit 13,3-Zoll-Display, die deutlich weniger als zwei Kilogramm wiegen und kaum mehr als ein Netbook kosten. Das Lenovo Ideapad U350 bekommen Sie beispielsweise in der von uns getesteten Ausstattung für rund 600 Euro.

Akkulaufzeit des Lenovo Ideapad U350
Knapp über sechs Stunden lief das Lenovo Ideapad U350 im Akku-Test: Gut, aber nicht spitze. Die Top-Geräte in dieser Klasse schaffen sieben bis neun Stunden. Dafür ist das Ideapad U350 mit einem Gewicht von 1,66 Kilogramm recht leicht. Notebooks, die noch weniger wiegen, kosten meist auch deutlich mehr.

Display und Betriebsgeräusch beim Lenovo Ideapad U350
Enttäuscht waren wir vom spiegelnden Display des Lenovo Ideapad U350. Es strahlte mit 172 cd/m2 nicht hell genug, um es auch unter freiem Himmel problemlos ablesen zu können. Auch bei Kontrast, Helligkeitsverteilung und Farbwiedergabe überzeugte das 13,3-Zoll-Display nicht: Zwar sind die Bildschirme der meisten günstigen Leichtgewichte nicht überragend - doch immer noch besser als der im Ideapad U350.
Der Lüfter im Ideapad U350 drehte sich nur unter Last schnell - die Folge: Ausschließlich in ruhiger Umgebung hört man ihn.

Tempo des Lenovo Ideapad U350
Im Ideapad U350 sitzt ein stromsparender Single-Core-Prozessor von Intel, der Core 2 Solo SU3500 (1,4 GHz). Im Sysmark 2007 schaffte das Ideapad U350 damit 60 Punkte: Damit liegt die Rechenleistung des Lenovo-Notebooks zwischen einem Netbook, das rund 40 Punkte erreicht und einem günstigen Notebook mit der sparsamen Dual-Core-CPU Pentium SU4100 wie beispielsweise dem Aldi-Notebook Medion Akoya S5612 , das auf 80 Punkte kommt.

Ausstattung des Lenovo Ideapad U350
Dem Lenovo Ideapad U350 fehlt ein eingebauter DVD-Brenner. Auch auf die Schnittstellen e-SATA oder einen Steckplatz für PC-Card und Expresscard muss man verzichten - wie bei den meisten günstigen Subnotebooks. Einen HDMI-Ausgang bringt das Notebook dafür ebenso mit wie eine umfassende Netzwerk-Ausstattung mit Gigabit-LAN, 11n-WLAN und Bluetooth.

Tastatur beim Lenovo Ideapad U350
Die Tasten des leichten Ideapad U350 sind so groß wie bei einem Standard-Notebook: Allerdings fallen einige Tasten schmaler aus. Das Schreiben geht dennoch schnell und angenehm von der Hand, denn die Tastatur ist stabil eingebaut und bietet einen deutlichen Tasten-Anschlag. Mit dem Touchpad kamen wir dagegen nicht gut zurecht: Das Touch-Feld bremste den Finger beim Navigieren, die Tasten waren klapprig eingebaut und ohne deutlichen Druckpunkt.

Fazit: Zu einem günstigen Preis bietet das Lenovo Ideapad U350 eine ordentliche, aber keine überragende Leistung. Die Akkulaufzeit und das Gewicht sind durchaus lobenswert, die Rechenleistung ist nur Mittelmaß - hier sollten Sie in ein Modell mit Dual-Core-Prozessor investieren. Auch die Bildqualität des Displays bringt dem Ideapad U350 keine Pluspunkte ein, ebenso wenig wie die kurze Garantiezeit von nur 12 Monaten.

Alternativen: Noch leichter, kleiner und ausdauernder ist das Acer Aspire 1810TZ mit 11,6-Zoll-Display. Mehr Laufzeit und ein besseres Display bietet das Acer Aspire 3810T mit 13,3-Zoll-Display.

Varianten:
Lenovo IdeaPad U350(Modell M22E6GE): getestet
Lenovo IdeaPad U350 (Modell M22EGGE): Pentium SU4100 (1,30GHz), 3 GB RAM, 250GB Festplatte
Lenovo IdeaPad U350 (Modell: M22E2GE): Pentium SU2700 (1,30GHz), 3 GB RAM, 250GB Festplatte
Lenovo IdeaPad U350 (Modell: M22E9GE) Celeron ULV723 (1,20GHz), 2 GB RAM, 160GB Festplatte, Windows Vista Home Basic

0 Kommentare zu diesem Artikel
232305