153944

Nokia E63 im Härtetest

23.04.2009 | 09:47 Uhr |

Mit dem Business-Smartphone Nokia E63 bringen die Finnen eine Billig-Version des E71 für 270 Euro auf den Markt. Interessanter Preis oder Mogelpackung?

Testbericht

Wer schon vom Nokia E71 begeistert war, wird es auch vom E63 sein. Zwar wurde die Metallhülle des E71 durch Plastik beim E63 ersetzt. Die Haptik leidet darunter jedoch nicht. Kleiner ist das Symbian S60-Smartphone auch nicht geworden, dafür drei Millimeter dicker als der große Bruder.

Der Platz, den die gummierte QWERTZ-Tastatur einnimmt, ist der gleiche wie beim E71. Der Druckpunkt jeder einzelnen Taste ist ebenfalls wieder exzellent. Schade nur, dass die Tasten recht klein geraten und damit nicht ganz so leicht zu treffen sind. Etwas stärker gewölbte Tasten hätten dieses Problem entschärft. Insgesamt ist der Tippkomfort dennoch hoch und eingegangene E-Mails sind schnell abgearbeitet. Extra Lorbeeren sammelt Nokia dafür ein, dass die Tastatur über eigene Tasten für die Umlaute verfügt. Diesen Komfort bieten nur sehr wenige Smartphones.

Insgesamt ist das E63 in etwa so breit wie das iPhone. Beim Telefonieren liegt das gut 130 Gramm schwere Gerät prima in der Hand. Und auch optisch macht es dank metallicfarbener Hülle in weinrot oder dunkelblau etwas her.

Etwas klein geraten ist das Display. In Zeiten, in denen Mobiltelefone mit großen Touchscreens und innovativen Betriebssystemen wie Android oder Apple auf den Markt kommen, wirkt der Bildschirm des E63 mit seinen 2,4 Zoll ziemlich winzig. Das hat Folgen, beispielsweise bei der Anzeige von E-Mails: Die elektronische Post drängelt sich äußerst eng auf dem Display - Punktabzug bei der Übersichtlichkeit.

Zwei Startbildschirme

Wie schon beim E71 hat der Anwender auch beim E63 die Möglichkeit, sich zwei verschiedene "Desktops" auf das Display zu holen und mit unterschiedlichen Direktzugriffen zu versehen: beispielsweise einen für die Arbeit und einen für die Freizeit. Damit kann der Nutzer sein Privatleben prima vom Business-Alltag trennen. Zumindest in der Theorie.

Die Idee: Über den einen Bildschirm bekommt der Anwender schnellen Zugang zu häufig genutzten Funktionen im Berufsalltag. Als Schnellzugriffs-Icons könnte er etwa Terminkalender, Adressbuch und E-Mail-Zugang festlegen. Auf der zweiten Display-Ansicht für die Freizeit dagegen könnte sich neben dem Telefonbuch und den E-Mails der Zugriff auf die Bildergalerie oder den Musik-Player finden.

Einziger Knackpunkt: Wie beim E71 wird eine einzige Kalenderdatenbank für berufliche und private Termine genutzt. Geschäftstermine sieht man also auch auf dem Privatbildschirm. Gleiches gilt für das Adressbuch. Alle Einträge tauchen sowohl im Geschäfts- als auch im Privatadressbuch auf. Und damit lässt sich in der Praxis der berufliche Alltag nicht komplett vom privaten Alltag lösen.

Die folgende Seite gibt Auskunt über Ausstattung und Leistungsfähigkeit des Betriebssystems.

0 Kommentare zu diesem Artikel
153944