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Zepto Titan A15

06.08.2008 | 10:00 Uhr |

Tiefpreis-Notebook: In der von uns getesteten Konfiguration kostet das Zepto Titan A15 nur 360 Euro – günstiger als Eee PC & Co. Was Sie für diesen Preis erwarten dürfen, lesen Sie in unserem Test.

Ein Betriebssystem ist für diesen Preis allerdings nicht drin: Wer das Titan A15 beispielsweise mit Vista Home Basic ausstatten will, zahlt 80 Euro Aufpreis. Auch sonst spart Zepto, wo es nur geht – zum Beispiel bei Festplatte und optischem Laufwerk. Dafür ist immerhin ein hochgetakteter Prozessor eingebaut – der Celeron M 550 mit 2 GHz. Für 31 Euro mehr stattet Zepto das Titan A15 mit einem Doppelkern-Prozessor aus, dem Pentium Dual-Core T2370 (1,73 GHz).

Tempo: Nicht nur beim Preis, auch in der Rechenleistung liefert das Zepto Titan A15 das niedrigste Ergebnis unseres Testfeldes. Der Einkern-Prozessor Celeron M unterliegt trotz seiner hohen Taktrate in den meisten Benchmarks einem Doppelkern-Prozessor. Der kleine Arbeitsspeicher (1 GB) sowie der lahme Chipsatz tun ein Übriges, um das Tempo des Titan A15 nach unten zu drücken. Als Surf- und Tippmaschine ist das Notebook zu gebrauchen, für mehr nicht – besonders nicht für Spiele.

Ausstattung: Eine nur 80 GB große Festplatte und ein DVD-ROM/CD-RW-Kombilaufwerk reichen wohl nur den anspruchslosesten Anwendern. Ein DVD-Brenner kostet bei Zepto rund 14 Euro Aufpreis, eine 160-GB-Platte rund 15 Euro. Diese Beträge sollte man schon investieren, um auch längerfristig mit dem Zepto-Notebook arbeiten zu können. Mit Schnittstellen sieht es beim Titan A15 gut aus: Es besitzt beispielsweise vier USB-Ports, Firewire und einen Kartenleser. Dazu baute Zepto eine 11n-WLAN-Karte ein: Allerdings fehlten die passenden Treiber auf der mitgelieferten CD.

Ergonomie: Ein hochwertiges Display darf man zu diesem Preis nicht erwarten. Immerhin ist der Glare-Bildschirm im Titan A15 angenehm hell, wenngleich die Leuchtdichte zu den Rändern hin deutlich abfällt. Kontrast und Farbwiedergabe sind akzeptabel, nur der sowohl in horizontaler wie vertikaler Richtung sehr geringe stabile Blickwinkel nervte. Der Lüfter ist fast dauernd in Betrieb: Maximal arbeitete er mit 1,2 Sone, was in leiser Umgebung bereits störend ist.

Mobilität: Nicht einmal zwei Stunden hält das Titan A15 ohne Netzstrom aus. Und das, obwohl die Rechenleistung im Akkubetrieb noch schwächer als an der Steckdose ist.

Handhabung: Die Tastatur des Zepto Titan A15 ist stabil eingebaut und gibt beim Tippen kaum nach. Der Tasten-Druckpunkt könnte ausgeprägter sein, dafür bleibt die Tastatur auch beim schnellen Tippen noch leise. Positiv: Das Titan A15 ist aufrüstfreundlich – man muss nur wenige Schrauben lösen, um an die jeweiligen Einbauschächte für Arbeitsspeicher, Festplatte oder WLAN-Modul zu gelangen.

Fazit: Günstiger geht's kaum. Doch nur wem die spartanische Ausstattung genügt, wird mit unserer Testkonfiguration glücklich werden. Für zeitgemäßere Komponenten (2 GB RAM, 160 GB Festplatte, DVD-Brenner), zahlt man bei Zepto für das Titan A15 rund 415 Euro.

Alternativen: Fast genauso günstig, aber mit Doppelkernprozessor ausgestattet ist das Kiebel KCSmobile Basic+ . Notebooks mit zeitgemäßer Rechenleistung und Ausstattung wie das Acer Extensa 5220 oder das Toshiba Satellite L300-13X kosten rund 100 Euro mehr als das Zepto Titan A15.

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