Günstiger Multimedia-PC

Xada Dual Core E5200 Geforce 9500GT

Dienstag, 17.02.2009 | 12:26 von Michael Schmelzle, Alexander Kuch
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Schnäppchen-Alarm: Trotz des Kampfpreises von 319 Euro überraschte der Xada Dual Core E5200 Geforce 9500GT mit seiner erstaunlichen Rechenleistung. Zu gut um wahr zu sein? Wir drehen den Schnäppchen-PC durch die Mangel.
Xada Dual Core E5200 Geforce 9500GT
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Nettops haben in der Preisklasse um 300 Euro zwar beim Stromverbrauch und der Lautstärkeentwicklung neue Standards gesetzt, liefern aber eine schwache Rechenleistung. In diese Lücke möchte der Xada Dual Core E5200 Geforce 9500GT vordringen und demonstrieren, welche Leistung zu diesem Preis möglich ist. Wir zeigen Ihnen, was der Rechner zu bieten hat und welche Kompromisse Xada bei der Ausstattung eingegangen ist.

Anschlüsse auf der Rückseite
Vergrößern Anschlüsse auf der Rückseite
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Konfiguration und Ausstattung: Xada setzt in seinem PC den Intel Pentium Dual Core E5200 ein. Dieser Doppelkern-Prozessor hat eine Taktfrequenz von 2,5 GHz. Auf der Hauptplatine Biostar GF7100P-M7 arbeitet Nvidias Ein-Chip-Chipsatz Nforce 630i. Ein Arbeitsspeicher-Modul mit 2 GB spendiert Xada dem PC, auf der Hauptplatine ist für spätere Speichererweiterungen noch ein Steckplatz frei. Der Brenner LG GH22LS30 unterstützt neben allen gängigen CD- und DVD-Formaten auch die Lightscribe-Technologie. Die Festplatte Samsung F1 HD252HJ verfügt über eine Kapazität von 250 GB. Für die Grafikdarstellung setzt Xada auf die Nvidia Geforce 9500GT aus dem Hause Club 3D. Der Netzwerkcontroller Realtek RTL8102E unterstützt lediglich Fast Ethernet 10/100, aber kein Gigabit-LAN. Der PC verfügt zur Klangerzeugung über den Soundchip Realtek High Definition Audio.

Die Festplatte - in der Standardkonfiguration ohne
Betriebssystem.
Vergrößern Die Festplatte - in der Standardkonfiguration ohne Betriebssystem.
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Auf der Vorderseite des Gehäuses sind 2 USB-Anschlüsse sowie Mikrofon- und Line-Out-Buchse vorhanden. Ein Kartenlesegerät ist nicht eingebaut - oberhalb des Anschlussfeldes finden Sie aber eine Aussparung dafür. Vier weitere USB-Anschlüsse sind auf der Rückseite angebracht, ebenso zwei PS/2-Schnittstellen für Tastatur und Maus sowie VGA- und DVI-Ausgang der Grafikkarte. Diese hat zusätzlich einen S-Video-Ausgang zu bieten. Für den bereits genannten Audio-Chip stellt der Hersteller die drei üblichen Audio-Buchsen (Line-in, Line-out, Mikrofon) zur Verfügung, allerdings keine Anschlüsse für eine Surround-Anlage und keinen S/P-Dif out. Xada teilt uns mit, dass der PC mit einem Adapter von DVI auf HDMI ausgeliefert wird.

Ergebnis im Benchmark PC Mark 05
Vergrößern Ergebnis im Benchmark PC Mark 05
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Xada liefert den PC für 319 Euro ohne Betriebssystem aus. Sie haben auf der Webpräsenz des Herstellers die Möglichkeit, gegen Aufpreis aus mehreren Betriebssystemen auszuwählen. Windows Vista Home Premium kostet beispielsweise 99 Euro Aufpreis, für Windows XP Home verlangt Xada 79 Euro. Eine zusätzliche Gebühr in Höhe von 20 Euro kassiert Xada für die komplette Vorinstallation des Betriebssystems inklusive aller Gerätetreiber - auf Wunsch können Sie die Installation aber auch selbst vornehmen und diese Kosten sparen.

Die Konfiguration des Bios ist im Preis inbegriffen. Zusätzlich zum Betriebssystem können Sie weitere Hard- und Software-Komponenten auswählen wie beispielsweise ein Blu-ray Leselaufwerk oder diverse Pakete von Microsoft Office. Bereits im Lieferumfang des Rechners finden Sie das Brennprogramm Nero Express 7 sowie Cyberlink Power Producer und PowerDVD 7.

Der Gerätemanager unter Windows
Vergrößern Der Gerätemanager unter Windows
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Tempo: Im Benchmark PC Mark 05 erreicht der Xada Dual Core E5200 Geforce 9500GT den Wert von 6462 Punkten - das ist für einen Rechner in der Preisklasse um 300 Euro ein hervorragendes Ergebnis. Lediglich der Firstway Indianapolis X2 7750 HD4650 übertrifft diesen Wert noch um 27 Punkte und erreicht 6489 Punkte. Unter 3D Mark 06 schafft der Xada-PC 4312 Punkte. Auch dies ist eine positive Überraschung, wenn wir uns vergegenwärtigen, das Nettops in derselben Preislage etwa 120 Punkte erreichen. Für seinen günstigen Preis bietet Xada also viel Rechenleistung. Zum Vergleich: Der Aldi-PC von Februar 2009 Medion Akoya E3300 D kostet 500 Euro und bringt etwa 13 Prozent weniger Rechenleistung.

Ergonomie: 70,4 Watt verbrauch der Xada Dual Core E5200 Geforce 9500GT im Desktop-Betrieb - damit liegt er ziemlich genau in der Mitte zwischen Nettops, die 40 Watt und weniger verbrauchen, und Spiele-PCs, die mehr als 100 Watt aus dem Stromnetz ziehen. Unter Volllast steigt der Stromverbrauch auf 110 Watt. Angesichts der 175,1 Watt, die der Firstway Indianapolis X2 7750 HD4650 unter Last benötigt, ist dieser Wert für einen PC mit Desktop-Prozessor und Grafikkarte tadellos, kommt aber natürlich nicht an die traumhaft niedrigen Verbrauchswerte eines Nettops heran: Der Asus Eee Top ET1602 beispielweise verbraucht inklusive Display nur 41,6 Watt.

Die Lautstärkeentwicklung des Xada Dual Core E5200 Geforce 9500GT ist mit 27,5 dB(A) im Desktop-Modus zwar wahrnehmbar, bewegt sich aber auf akzeptablem Niveau. Unter Volllast steigt die Lautstärke auf 31,3 dB(A) - hier ist der Abstand zu Nettops, die unter Last mit etwa 22 dB(A) säuseln, dann doch etwas größer.

Systeminformationen - hier am Beispiel Windows XP
Professional.
Vergrößern Systeminformationen - hier am Beispiel Windows XP Professional.
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Fazit: Gute Rechenleistung zum fairen Preis - das sind die schlagenden Argumente des Xada Dual Core E5200 Geforce 9500GT. Mit seiner Ausstattung hat er das Zeug zu einem Büro-Rechner, der Sie auch bei gelegentlichen Ausflügen in die Welt der Spiele nicht im Stich lassen wird. Für den Einsatz im Wohnzimmer fehlen ihm allerdings S/P-Dif- und Surroundset-Anschlüsse. Bei Stromverbrauch und Lautstärkeentwicklung kann der PC zwar nicht mit Nettop-Geräten mithalten, liefert aber akzeptable Werte. Das fehlende Betriebssystem verursacht zusätzliche Kosten und - wenn Sie sich für die Selbstinstallation entscheiden - einen gewissen Arbeitsaufwand.

Alternativen: Der Firstway Indianapolis X2 7750 HD4650 bringt zum selben Preis noch etwas mehr Rechenleistung, verbraucht dafür aber unter Last deutlich mehr Strom. Der MSI Wind PC Nettop mit Atom-Prozessor von Intel arbeitet wesentlich stromsparender, kann aber bei der Rechenleistung nicht mit den PCs von Xada und Firstway mithalten.

Hardware-Galerie: Die PCs mit dem geringsten Stromverbrauch

Dienstag, 17.02.2009 | 12:26 von Michael Schmelzle, Alexander Kuch
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