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Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/64GB im Test

21.09.2009 | 09:09 Uhr |

Die SSD Now V-Series fiel im Test durch. Mit der Nachfolgerserie V+ will Kingston jetzt alles besser machen. Der Test der 64-GB-SSD prüft, ob Kingston die hoch gesteckten Ziele erreicht.

Testsieger der SSDs bis 300 Euro: Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/64GB
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Mit der SSD Now V+ bringt Kingston eine komplett umgebaute Version der im Test mit Pauken und Trompeten durchgefallenen Kingston SSD Now V-Series heraus. Im Gegensatz zur Vorgänger-Serie setzt Kingston bei der V+-Familie auf Samsung-Technik und spendiert der SSD zudem einen üppigen Pufferspeicher von 128 MB. Ob Kingston mit dem neuen Konzept besser abschneidet, prüfen wir anhand des 64-GB-Modells SSD Now V+ SNV225-S2/64GB.

Preis: Die Kingston SSD Now V+ basiert auf günstigem MLC-Flashspeicher. Hier liegt die Preisspanne derzeit zwischen zwei und vier Euro pro Gigabyte. Die 64-GB-Version der SSD kostet rund 155 Euro. Bei einer nutzbaren Kapazität von 59,6 GB müssen Sie momentan 2,60 Euro pro Gigabyte anlegen. Für eine MLC-SSD ist das ein noch günstiger Preis.

Samsung inside: Controller, Cache und Flash-Chips der Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/64GB kommen alle aus einer Hand
Vergrößern Samsung inside: Controller, Cache und Flash-Chips der Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/64GB kommen alle aus einer Hand
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Ausstattung: In der SSD Now V+ verbaut Kingston acht Flash-Chips des Typs Samsung 925 K9HCG08U5M mit jeweils 8 GB Kapazität. Ungewöhnlich ist die Anordnung der Speicherbausteine. Auf der Vorderseite der SSD-Platine befinden sich sechs Chips, während die Rückseite nur zwei trägt. Auch der schnelle SATA-Controller S3C29RBB01-YK40 der Kingston-SSD, der bereits bei der 256-GB-SSD Samsung MMDOE56G5MXP-0VB zum Einsatz kommt, stammt von Samsung. Dies gilt auch für den 128 MB großen DDR-SDRAM-Chip Samsung K4X1G323PD-8GC6 , der die Datenpufferung übernimmt.

Der Energieverbrauch der Kingston SSD Now V+ liegt laut Hersteller im Bereitschaftszustand bei 0,15 Watt - der drittniedrigste Wert aller bisherigen SSD-Modelle im Test. Beim Zugriff zeigt sich die Kingston-SSD mit 2,6 Watt deutlich stromhungriger. Die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (Mean Time Between Failures, MTBF) liegt laut Kingston bei einer Million Stunden. Für eine SSD ist das wenig. Andere Modelle bieten 1,5 oder sogar 2 Million Stunden. Dafür liegt die Stoßfestigkeit im Betrieb bei sehr guten 1500 G.

Sehr gut: sequenzielle Leserate der Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/64GB
Vergrößern Sehr gut: sequenzielle Leserate der Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/64GB
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Geschwindigkeit: Über alle Tempo-Tests gemittelt geht die Kingston SSD Now V+ als bisher zweitschnellste SSD der Preisklasse bis 300 Euro aus dem Test hervor. Insbesondere die Praxis-Transferraten der SSD tragen zur sehr guten Temponote bei. Im Lesetest kam die Kingston-SSD mit 99,1 MB/s auf den drittbesten Wert aller SSD-Modelle im Test. Spitzenreiter ist hier die Intel-SSD X25-M G2 SSDSA2MH160G2 mit 106,6 MB/s. Ein noch gutes Ergebnis förderte der Schreibtest mit 74,2 MB/s zutage. Der Abstand zum MLC-Klassenprimus, der OCZ-SSD Vertex Turbo 1VTXT120G fällt hier allerdings deutlich aus - mit 96,4 MB/s war die OCZ-SSD fast 30 Prozent schneller. Im Kopiertest erreichte die Kingston SSD Now V+ wiederum hervorragende 86,7 MB/s - ebenfalls der bis dato drittbeste Wert unter den MLC-SSDs im Test.

Bietet hohe Datenraten beim Kopieren: Praxis-transferleistung der Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/64GB
Vergrößern Bietet hohe Datenraten beim Kopieren: Praxis-transferleistung der Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/64GB
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Die Kingston SSD Now V+ erreichte im Test gute bis sehr gute sequenzielle Datenraten. Die maximale Leserate der Kingston-SSD betrug 237, im Mittel waren es 234 und minimal 222 MB/s. Im Vergleich zur Vorgänger-Serie erreichte die V+-SSD damit fast doppelt so hohe Datenraten. Gegenüber den SSD-Modellen anderer Hersteller reichte das Ergebnis der Kingston-SSD aber nur für einen Platz im vorderen Mittelfeld. So war beispielsweise die Transcend-SSD TS120GSSD25D-M mit durchschnittlich 242 MB/s etwas schneller unterwegs.

Noch gute sequenzielle Datenraten zeigte die Kingston SSD Now V+ beim Schreiben. Mit maximal 160, durchschnittlich 146 und minimal 140 MB/s ordnete sich die Kingston-SSD ebenfalls im vorderen Mittelfeld ein und schlug das Vorgängermodell klar. Allerdings fällt der Abstand zu den schnelleren SSD-Modellen im Test - insbesondere bei der maximalen Transferrate - deutlich aus. So war die flotteste SSD in dieser Teildisziplin, die OCZ-SSD Vertex OCZSSD2-1VTX120G , mit 238 MB/s um fast 50 Prozent schneller.

Ausgezeichnete Ergebnisse fuhr die Kingston-SSD bei den Zugriffszeiten ein. Unter den MLC-Modellen ging die Kingston SSD Now V+ als bis dato zweitschnellste SSD über den Zielstrich. Mit einer durchschnittlichen Zugriffszeit von 0,09 Millisekunden egalisierte die Kinston-SSD den Rekordwert der Corsair P128 in dieser Disziplin. Und für den Fullstroke benötigte die Kingston SSD Now V+ mit 0,12 Millisekunden auch nur einen Tick mehr als die Corsair-SSD.

Fazit: Die Kingston SSD Now V+ erreicht flotte Datenraten und reaktionsschnelle Zugriffszeiten. Insbesondere die Transferleistung im Praxisalltag überzeugt. Hinzu kommt die sehr gute Ausstattung - besonders hervorzuheben ist hier der üppige Pufferspeicher von 128 MB. Zudem gewährt Kingston drei Jahre Garantie für die SSD Now V+. Damit holt sich die Kingston SSD Now V+ die Gesamtnote "sehr gut" und geht als neuer Testsieger der SSDs bis 300 Euro aus dem Test hervor. Das gleiche Urteil gilt für das Preis-Leistungs-Verhältnis der Kingston SSD Now V+. Es fällt mit 2,60 Euro pro Gigabyte sehr günstig aus.

Alternativen: Sparfüchse greifen zur Corsair-SSD P128 CMFSSD-128GBG2D . Die 128-GB-SSD ist mit aktuell 2,35 Euro pro Gigabyte nicht nur günstiger, sondern auch etwas schneller. Allerdings gewährt der Hersteller nur zwei Jahre Garantie auf die SSD.

Varianten: Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/128GB mit 128 GB Kapazität
Kingston SSD Now V+ SNV225-S2/256GB mit 256 GB Kapazität

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