Günstige Tablets

Im Test: Die besten Tablets unter 400 Euro

Dienstag, 19.06.2012 | 15:00 von Thomas Rau
Bildergalerie öffnen Die besten Tablets unter 400 Euro mit Android
iPad-Alarm auch bei den günstigen Tablets. Durch die Preissenkung beim iPad 2 gewinnt Apple nun auch den Vergleichstest in dieser Preisklasse. Es gibt aber auch empfehlenswerte Android-Alternativen.
Direkt nach der Vorstellung des neuen iPad senkte Apple die Preise für das "alte" iPad 2: Das günstigste Modell mit 16 GB Speicher und WLAN bekommen Sie jetzt für 399 Euro im Apple-Store. Online-Händler verkaufen das Tablet für rund 375 Euro. Damit erhöht Apple den Preisdruck auf die Android-Konkurrenz: Die Tablets mit Googles Betriebssystem sind in den letzten Wochen deutlich günstiger geworden: In der Tabelle sehen Sie, dass viele Premium-Tablets mit Android inzwischen echte Schnäppchen geworden sind. Auch noch weiter unten purzeln die Preise: Viele Tablets, die vor kurzem noch in der 400-Euro-Klasse spielten, gehen jetzt für unter 300 Euro über den Ladentisch, zum Beispiel das Sony Tablet P oder das Acer Iconia A200 (16-GB-Version).

Tablet aktueller Straßenpreis (Euro) Herstellerpreis (Euro) Preisreduzierung (Euro)
Lenovo ThinkPad Tablet 397 899 502
LG V900 Optimus Pad 399 899 500
Sony Tablet P 295 599 304
Samsung Galaxy Tab 10.1N 369 629 260
Toshiba AT200 349 549 200
Lenovo IdeaPad K1 379 499 120
Sony Tablet S 365 479 114
Acer Iconia Tab A100 199 299 100
Toshiba AT100 359 449 90
Viele günstige Tablets arbeiten mit Android 3.0: Für das
Asus Transformer gibt es sogar schon ein Update auf Android
4.0.
Vergrößern Viele günstige Tablets arbeiten mit Android 3.0: Für das Asus Transformer gibt es sogar schon ein Update auf Android 4.0.

Tablets unter 400 Euro: Das dürfen Sie erwarten

Auf Tempo und Bedienkomfort müssen Sie bei günstigen Tablets nicht verzichten. Viele Tablets arbeiten mit einem Dual-Core-Prozessor wie dem Nvidia Tegra 2, das Acer Iconia A510 bringt sogar den Quad-Core Tegra 3 mit. Die Android-Tablets laufen meist mit der Version 3.x des Google-Betriebssystems, die für die großen Tablet-Bildschirme angepasst ist - immer noch, muss man sagen. Auch hier ist Acer der Vorreiter in der Preisklasse unter 400 Euro: Das A510 läuft bereits mit Ice Cream Sandwich, für das A200 gibt es ein Update.

Diese Tablets lassen sich flüssig und bequem über den Bildschirm bedienen – so gut wie es unter Android eben geht: Sie werden bei der Fingerbedienung keinen Unterschied merken zwischen einem Sony Tablet S für 375 Euro und einem deutlich teureren Android-Tablet. Das bedeutet, dass Sie durch Menüs und Fotoalben flüssig blättern, nur beim Verschieben oder Vergrößern von Webseiten werden Ruckler auftreten und das Tablet reagiert verzögert auf Gesten. Am flüssigsten lässt sich nach wie vor das iPad 2 bedienen: Fingereingaben setzt das Tablet sofort um, alle Gesten vollzieht das Tablet umgehend nach - hier stört kein Ruckeln oder Stottern die natürliche Bedienung.


Noch günstigere Tablets unter 200 Euro arbeiten häufig noch mit Android 2.3: Dieses Betriebssystem hat Google eigentlich ausschließlich für Smartphones entwickelt. Daher reagieren diese Tablets nicht so flüssig auf Fingereingaben, Startbildschirme und die Menüs weniger übersichtlich. Auf den offiziellen Android-Market können Sie aber auch mit diesen Tablets zugreifen – das war bei der ersten Generation der Billig-Androiden noch anders. Inzwischen haben aber auch bei den Billig-Tablets einige Hersteller auf Android 4.0 umgerüstet: Prestigio beispielsweise bietet ein Update für das PMP5080B an.

WLAN und Bluetooth haben die meisten Tablets unter 400 Euro an Bord. Außerdem gehören fast immer zwei Kameras zur Ausstattung: Eine Front-Kamera (meist mit 2 oder 1,3 Megapixel) zur Videotelefonie und eine rückwärtige für Schnappschüsse (meist 3 oder 5 Megapixel). Der günstige Preis macht sich auch nicht negativ bei Displaygröße und -auflösung bemerkbar: Wie teure Tablets zeigen die meisten günstigen Flachrechner auf 10,1 Zoll Bilddiagonale 1280 x 800 Bildpunkte.

Günstige Tablets wie das Toshiba AT100 bieten oft mehr
Anschlüsse als teure Top-Geräte
Vergrößern Günstige Tablets wie das Toshiba AT100 bieten oft mehr Anschlüsse als teure Top-Geräte

Bei den Anschlüssen bieten die günstigen Android-Tablets mehr als das Apple iPad 2 : Ein USB-Anschluss ist oft vorhanden, meist als Micro-Buchse. Auf einen Monitor-Anschluss müssen Sie ebenfalls nicht verzichten: Micro-HDMI ist fast immer dabei, ein passendes Kabel legt kaum ein Hersteller dazu. Zusätzlichen Speicher spendieren Sie den Tablets über einen Micro-SD- oder eine Standard-SD-Karte.

Tablets unter 400 Euro: Was Sie nicht bekommen

Ein hochwertiges und robustes Metallgehäuse dürfen Sie nicht erwarten: Stattdessen halten Sie Plastik in den Händen – das aber wie beim Sony Tablet S oder beim Asus Transformer weitgehend knarzfrei verarbeitet ist.


Besonders günstigen Tablets mangelt es nicht nur an einer
aktuellen Android-Version: Auch die Bildschirmqualität ist oft nur
mäßig
Vergrößern Besonders günstigen Tablets mangelt es nicht nur an einer aktuellen Android-Version: Auch die Bildschirmqualität ist oft nur mäßig

Diese beiden Tablets halten auch bei der Bildqualität mit der teuren Konkurrenz mit: Ebenso wie das Acer Iconia A510 und das Samsung Galaxy 10.1N können sie dem Display im iPad 2 das Wasser reichen. Sie sind aber in der Unter-400-Euro-Klasse die Ausnahme: Meist sind die Bildschirme nicht hell genug, um sie unter freiem Himmel problemlos ablesen zu können. Auch der geringe Blickwinkel trübt bei vielen Billig-Tablets den Spaß: Besonders die ultragünstigen Tablets unter 200 Euro schneiden hier schlecht ab.

Für unterwegs sind die meisten Tablets dieser Preisklasse nicht geeignet: Denn sie haben kein Mobilfunkmodem – von ganz wenigen Ausnahmen wie dem Ideapad K1 abgesehen. Ihr Wirkungskreis bleibt daher meist auf das Zuhause und die Reichweite des WLAN-Netzes begrenzt. Durch den Preisverfall bei den Androiden, bekommen Sie aber einige 3G-Tablets für unter 400 Euro - zum Beispiel das Samsung Galaxy Tab 10.1N mit 16 GB und 3G, das LG V900 Optimus Pad, das Lenovo Ideapad K1 oder das Sony Tablet P.

Maximal 16 GB internen Speicher bringen die 400-Euro-Tablets mit: Für Apps und Fotos reicht das allemal. Wer sein Tablet auch als Filmtruhe nutzen will, muss mehr Geld ausgeben: Entweder für ein Gerät mit mehr Speicher oder eine zusätzliche Speicherkarte. Ausnahmen mit 32 GB Speicher gibt es nur wenige, etwa das das Acer Iconia A510.

Tablets unter 400 Euro: Fazit

Wer ein günstiges Tablet für Zuhause sucht, wird problemlos bei den Geräten unter 400 Euro fündig. Selbst auf elegantes Design und flaches Gehäuse müssen Sie dabei nicht verzichten - das Apple iPad 2 und das Samsung Galaxy 10.1N beweisen es. Doch als Surfmaschine machen auch die anderen Tablets eine gute Figur. Gegenüber dem iPad 2 setzen sie vor allem auf die Vorteile der Android-Plattform, nämlich Format-Flexibilität und Anschlussfreudigkeit.

Auf der nächsten Seite präsentieren wir Ihnen detailliert die besten Tablets unter 400 Euro. Außerdem finden Sie die TOP 6 in einer Bildergalerie.

Dienstag, 19.06.2012 | 15:00 von Thomas Rau
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