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Guardian of Data 2.0

01.02.2007 | 08:30 Uhr |

Guardian of Data verschlüsselt sensible Daten und setzt dabei auf den als sicher geltenden AES-Algorithmus mit 256 Bit. Mit kleinen Schwächen behaftet, hat uns das Programm nur teilweise überzeugen können.

Mit dem Tool lassen sich einzelne Dateien und komplette Ordner verschlüsseln. Die klar gegliederte Menüoberfläche macht die Handhabung zum Kinderspiel. Ein Assistent führt in drei Schritten zum gewünschten Resultat.

Im Test stießen wir schnell an die Grenzen der Software: In der kostenlosen Standard Edition lassen sich pro Durchgang nur maximal 30 Dateien chiffrieren. Enthält ein Verzeichnis mehr Dateien, wird der Rest kurzerhand abgeschnitten. Außenstehende kommen an die Dateien zwar nicht ran, Insider erkennen aber anhand einer Datei namens „Output“, dass es auf dem Medium verschlüsselte Dateien gibt. Ein Klick auf diese Datei zeigt sogar an, wie die Dateien im virtuellen Tresor heißen. Das schürt Misstrauen. Eine Funktion zum Verbergen der verräterischen Output-Datei gibt es nicht. Das Problem ließe sich beheben, wenn Guardian of Data selbst per Passwort geschützt wäre. Umständlich: Zum Entschlüsseln muss der Nutzer jede Datei einzeln anklicken. Ungenügend ist der Passwortschutz zum Entschlüsseln der Daten - die Software akzeptiert selbst einstellige Geheimwörter. Ein Passwort-Prüfer, wie in ähnlichen Programmen längst üblich, fehlt.

Lob gibt´s für die Funktion, selbstentpackende Exe-Archive anzulegen. Im Test konnten wir so Kopien von Dateien auf einem USB-Stick chiffriert ablegen. Per Passwort kamen wir an die Daten ran, ohne die Software auf dem Stick installieren zu müssen. Per Datenkomprimierung ist es sogar möglich, die Dateien noch platzsparender auf dem Stick abzulegen. Die Originale bleiben derweil auf dem PC. Optional lassen sich diese durch mehrfaches Überschreiben sicher löschen.

Eine eingebaute Hilfe zum Programm fehlt. Bei Fragen bleibt dem Anwender nur der Blick ins Support-Forum. Einschränkung: Die Freeware gilt nur für den privaten Gebrauch. Die Professional Editon kostet in der Einzellizenz 15 Euro, in der Firmenlizenz 30 Euro.

Fazit: Trotz der guten Verschlüsselung zeigt Guardian of Standard 2.0 im Detail Schwächen und eignet sich deshalb nur mit Einschränkung für die Datensicherheit.

Alternative: Steganos Safe 2007 ( www.steganos.de ) sichert ebenfalls Daten vor neugierigen Blicken, erledigt diese Aufgabe jedoch mit Bravour. Preis: rund 40 Euro.

BEWERTUNG

Leistung (50%): Note 3,5
Bedienung (35%): Note 1,5
Dokumentation (5%): Note 4,0
Installation/De-Installation (5%): Note 1,0
Systemanforderungen (5%): Note 1,0

GESAMTNOTE: 2,6

Anbieter:

Ascomp

Weblink:

www.guardian-of-data.com

Preis:

gratis

Betriebssysteme:

Windows 98/ME, NT 4, 2000, XP, Vista

Plattenplatz:

ca. 4,5 MB

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