Großer Vergleichstest

Die besten großformatigen TFT-Bildschirme

Freitag den 03.08.2012 um 14:40 Uhr

von Bernd Weeser-Krell

Eizo FlexScan SX2462WFS-BK 24"
Eizo FlexScan SX2462WFS-BK 24"
1 Angebote ab 999,01€ Preisentwicklung zum Produkt
Bildergalerie öffnen Großformatige Bildschirme
Der Samsung Syncmaster S27B970D basiert auf einem hochwertigen PLS-Panel. Durch die werksseitige Farbkalibrierung bietet er eine überzeugende Bildqualität.
Großformatige TFT-Displays mit einer Bilddiagonale von 27- beziehungsweise 30-Zoll haben gegenüber den kleineren 22- und 24-Zoll-TFT-Displays eine höhere Auflösung. 27-Zoll-TFTs bieten derzeit eine maximale Auflösung von 2048 x 1152 Bildpunkten, 30-Zoll-Modelle gar 2560 x 1600 Pixel. Auf diese TFT-Displays passen also deutlich mehr Informationen als auf die kleineren Modelle. So ist es beispielsweise kein Problem, mehrere Programme in separaten Fenstern auf dem 30-Zoll-TFT-Display im gleichzeitigen Zugriff zu haben. Profis aus dem Audio- und Video-Bereich wissen das schon lange zu schätzen.

Doch auch Privatanwender profitieren von der Pixelanzahl. Die Fenster des E-Mail-Programms, von Firefox und einer Tabellenkalkulation oder Textverarbeitung lassen sich problemlos nebeneinander darstellen, ohne dass sie sich überlappen. So behält man stets den Überblick.

Helligkeit und Kontrast sind die wichtigsten Parameter

Für einen kräftigen Bildeindruck auf einem großen TFT-Display sind wie bei den kleineren Modellen nach wie vor Parameter wie Helligkeit und Kontrast entscheidend. Beide Werte korrelieren in gewisser Weise miteinander: Je heller das Display, desto höher der Kontrast. Allerdings nur dann, wenn Schwarz auch Schwarz bleibt, und der Schwarzwert nicht mit der Helligkeit ansteigt.

Bei der Helligkeit liegen alle Geräte im Test eng beieinander. Das hellste Bild liefert der NEC Multisync LCD 3090WQXi mit knapp 270 Candela pro Quadratmeter gefolgt von den beiden 27-Zoll-TFT-Displays Acer B273HU und Samsung Syncmaster P2770H . Schlusslicht bildet der Eizo SX3031W mit 192 Candela pro Quadratmeter. Dieses Gerät verfügt bereits ab Werk über eine Kompensation von Helligkeitsschwankungen über die Fläche. Das kostet zwar einiges an Lichtleistung, sorgt aber für ein homogen ausgeleuchtetes Bild. Nicht zuletzt deswegen liegt der Eizo beim Kontrastverhältnis mit an der Spitze (983:1). Bestes TFT-Display in dieser Kategrorie ist der Samsung Syncmaster P2770H mit 1013:1. Den dritten Platz erobert hier das 30-Zoll-Display HP LP3065 mit 862:1.

Gleichmäßige Helligkeitsverteilung verbessert das Bild

Das Bild sollte nicht nur hell und kontrastreich sein, die Ausleuchtung sollte auch möglichst gleichmäßig über die gesamte Fläche erfolgen. Verantwortlich hierfür ist die Helligkeitsverteilung. Bei zu starker Abweichung sieht man deutlich hellere und dunklere Bereiche am Bildschirm.Um die Helligkeitsverteilung zu ermitteln, messen wir die Lichtabstrahlung jedes Monitors an zwölf verschiedenen Stellen und quantifizieren sie über das statistische Verfahren der Standardabweichung.

Im Test am besten schnitten die beiden 27-Zoll-TFT-Displays Acer B273HU und Samsung Syncmaster P2770H ab. Mit einer Standardabweichung von 6,25 beziehungsweise 8,1 Candela pro Quadratmeter liefern beide ein sehr homogen ausgeleuchtetes Bild. Schlusslicht bildet das 30-Zoll-TFT-Display LG Flatron W3000H mit knapp 20 Candela pro Quadratmeter.

TFT-Displays mit USB-Schnittstellen

Auch bei den Anschlüssen gibt es Unterschiede. Während die 30-Zoll-TFT-Displays von LG und Samsung lediglich einen digitalen DVI-Port bieten und somit auf analoge Anschlussmöglichkeiten via VGA komplett verzichten, stellt das 30-Zoll-TFT-Display von HP gleich drei Dual-Link-fähige DVI-Eingänge bereit, von dem einer per Adapterkabel analoge VGA-Signale entgegennimmt. Integrierte USB-Hubs bieten bis auf den Samsung Syncmaster P2770H und den NEC Multisync LCD 3090WQXi alle TFT-Displays an. NEC und Eizo statten ihre Geräte zudem mit einer Pivot-Mechanik aus, so dass sie sich ins Hochformat drehen lassen. Am spartanischsten kommt der LG Flatron W3000H daher. Hier fehlt sogar eine Höhenverstellung. Dafür ist er jedoch einer der preisgünstigsten 30-Zöller am Markt.

Fazit und Kaufempfehlungen

Fazit: Monitore mit 27- beziehungsweise 30-Zoll-Diagonale bieten viel Platz auf dem Bildschirm. Der Vorteil eines großformatigen TFT-Displays ist die hohe Auflösung, die ein komfortables Arbeiten auch mit mehreren Anwendungen gleichzeitig erlaubt. Der größte Nachteil - zumindest der 30-Zoll-TFT-Displays - ist der im Vergleich mit einem 24-Zoll-TFT-Display überproportional hohe Stromverbrauch im Betrieb. Bei unseren Testkandidaten bewegte sich der Verbrauch zwischen rund 120 und 150 Watt. Besser sind hier die 27-Zoll-TFT-Displays, deren Stromverbrauch sich mit 50 bis 70 Watt in Grenzen hält.

PC-WELT-Testsieger
Vergrößern PC-WELT-Testsieger

Testsieger: Exzellente Bildqualität und eine ordentliche Ausstattung zeichnen den Testsieger Eizo SX3031W aus. Im direkten Vergleich braucht er zudem mit am wenigsten Strom. Im Betrieb lag der Verbrauch bei rund 130 Watt und im Standby-Modus bei nur 1,2 Watt.

Preis-Leistungs-Sieger
Vergrößern Preis-Leistungs-Sieger

Preistipp: Nur rund 400 Euro kostet das 27-Zoll-TFT-Display Acer B273HU. Dies ist für ein 27-Zoll-Modell ein günstiger Preis, zumal der Bildschirm eine hohe Auflösung von 2048 x 1152 Bildpunkten hat. Auch in ergonomischer Hinsicht kann das TFT-Display überzeugen - es ist höhenverstellbar.

Freitag den 03.08.2012 um 14:40 Uhr

von Bernd Weeser-Krell

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • chipchap 19:23 | 28.04.2012

    Zitat: Ghausler
    ... Vielleicht erklärt mir mal jemand, welche Geräte bei so einem Test einbezogen werden.

    Solche, für die Tandiemen gezahlt oder erwartet werden.
    Macht jede Firma so.

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  • Ghausler 14:24 | 28.04.2012

    TFT-Vergleichstest

    Hallo - nur eine Frage an die PC-Welt Redaktion: Warum sind eigentlich keine DELL Monitore im Test? Ich habe selber den DELL U 2711 und bin sehr damit zufrieden. Wenn ein EIZO-Monitor mit dem 3-fachen Preis mit im Vergleich ist, so sollte fairerweise auch ein DELL (mit hochwertigem H-IPS-Panel) mit 27" oder 30 " dabeisein. Bei PRAD ist er auch gut im Rennen.

    Vielleicht erklärt mir mal jemand, welche Geräte bei so einem Test einbezogen werden.

    Beste Grüße

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