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Das beste 30-Zoll-TFT-Display

12.03.2010 | 13:50 Uhr |

Ein 30-Zoll-TFT-Display ist derzeit der größte Computer-Bildschirm und überzeugt mit einer riesigen Auflösung. Wir stellen die besten Modelle vor.

Der größte Vorteil von 30-Zoll-TFT-Displays liegt in der hohen Pixelanzahl. Mit 2560 mal 1600 Punkten bieten sie 78 Prozent mehr als aktuelle 24-Zoll-TFT-Displays. Rein rechnerisch ergibt sich eine Auflösung von 101 dpi. Bedienelemente und Schriften erscheinen dadurch etwas kleiner auf dem Bildschirm eines 30-Zoll-TFT-Display. Die hohe Auflösung eines 30-Zoll-TFT-Display hat jedoch den Vorteil, dass man wesentlich mehr Informationen unterbringt. So ist es beispielsweise kein Problem, mehrere Programme in separaten Fenstern auf dem 30-Zoll-TFT-Display im gleichzeitigen Zugriff zu haben. Profis aus dem Audio/Video-Bereich wissen das schon lange zu schätzen.

Doch auch Privatanwender profitieren von der Pixelanzahl. Die Fenster des E-Mail-Programms, von Firefox und einer Tabellenkalkulation oder Textverarbeitung lassen sich problemlos nebeneinander darstellen, ohne dass sie sich überlappen. So behält man stets den Überblick.

Helligkeit und Kontrast sind entscheidend

Für einen kräftigen Bildeindruck auf einem 30-Zoll-TFT-Display sind nach wie vor Parameter wie Helligkeit und Kontrast entscheidend. Beide Werte korrelieren in gewisser Weise miteinander: Je heller das Display, desto höher der Kontrast. Allerdings nur dann, wenn Schwarz auch Schwarz bleibt, und der Schwarzwert nicht mit der Helligkeit ansteigt.

Bei der Helligkeit liegen alle Geräte im Test eng beieinander. Das hellste Bild liefert der NEC Multisync LCD 3090WQXi mit knapp 270 Candela pro Quadratmeter. Schlusslicht bildet der Eizo SX3031W mit 192 Candela pro Quadratmeter. Dieses Gerät verfügt bereits ab Werk über eine Kompensation von Helligkeitsschwankungen über die Fläche. Das kostet zwar einiges an Lichtleistung, sorgt aber für ein homogen ausgeleuchtetes Bild. Nicht zuletzt deswegen liegt der Eizo beim Kontrastverhältnis vorn. Mit 983:1 hält er die Konkurrenten auf Abstand. Den zweiten Platz erobert hier das 30-Zoll-Display HP LP3065 mit 862:1.

Helligkeitsverteilung sollte gleichmäßig sein

Das Bild sollte nicht nur hell und kontrastreich sein, die Ausleuchtung sollte auch möglichst gleichmäßig über die gesamte Fläche erfolgen. Verantwortlich hierfür ist die Helligkeitsverteilung. Bei zu starker Abweichung sieht man deutlich hellere und dunklere Bereiche am Bildschirm. Um die Helligkeitsverteilung zu ermitteln, messen wir die Lichtabstrahlung jedes Monitors an zwölf verschiedenen Stellen und quantifizieren sie über das statistische Verfahren der Standardabweichung.

Im Test am besten schneiden die 30 Zoll-TFT-Displays HP LP3065 und Samsung Syncmaster 305T plus ab. Mit einer Standardabweichung von 8,7 Candela pro Quadratmeter liefern beide ein sehr homogen ausgeleuchtetes Bild. Schlusslicht bildet das 30-Zoll-TFT-Display LG Flatron W3000H mit knapp 20 Candela pro Quadratmeter.

Ausstattung und Anschlussmöglichkeiten

Auch bei den Anschlüssen gibt es Unterschiede. Während die 30-Zoll-TFT-Displays von LG und Samsung lediglich einen digitalen DVI-Port bieten und somit auf analoge Anschlussmöglichkeiten via VGA komplett verzichten, stellt das 30-Zoll-TFT-Display von HP gleich drei Dual-Link-fähige DVI-Eingänge bereit, von dem einer per Adapterkabel analoge VGA-Signale entgegennimmt. Integrierte USB-Hubs bieten alle Monitore mit Ausnahme des NEC Multisync an. NEC und Eizo statten ihre Geräte zudem mit einer Pivot-Mechanik aus, so dass sie sich ins Hochformat drehen lassen. Am spartanischsten kommt der LG Flatron W3000H daher. Hier fehlt sogar eine Höhenverstellung. Dafür ist er jedoch einer der preisgünstigsten 30-Zöller am Markt.

Fazit und Kauftipps

Fazit: Monitore mit 30-Zoll-Bilddiagonale sind ein imposanter Anblick auf dem Schreibtisch. Die Preise purzeln derzeit und so kann man sich heutzutage schon für etwas mehr als 1000 Euro in der 30-Zoll-Klasse bewegen. Der Vorteil eines 30-Zoll-TFT-Displays ist die hohe Auflösung, die ein komfortables Arbeiten auch mit mehreren Anwendungen gleichzeitig erlaubt. Der größte Nachteil eines 30-Zoll-TFT-Displays ist der im Vergleich mit einem 24-Zoll-TFT-Display überproportional hohe Stromverbrauch im Betrieb. Bei unseren Testkandidaten bewegte sich der Verbrauch zwischen rund 120 und 150 Watt.

Empfehlungen der Redaktion

Testsieger: Exzellente Bildqualität und eine ordentliche Ausstattung zeichnen den Testsieger Eizo SX3031W aus. Im direkten Vergleich braucht er zudem mit am wenigsten Strom. Im Betrieb lag der Verbrauch bei rund 130 Watt und im Standby-Modus bei nur 1,2 Watt.

Preistipp: Nur wenig mehr als 1000 Euro muss man für den LG Flatron W3000H ausgeben. Das ist ein verlockender Einstieg in die 30-Zoll-Klasse. Allerdings muss man hier mit der mageren Ausstattung des Geräts leben.

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