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Sapphire Vapor-X HD 5770 im Test

16.07.2010 | 11:11 Uhr |

Die Sapphire Vapor-X HD 5770 glänzt mit einem üppigen Lieferumfang. Der Test klärt, ob auch die Multimedia- und Spieleleistung der Grafikkarte überzeugen kann.

PC-WELT-Test-Sieger: Sapphire Vapor-X HD 5770
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Besonderheit: Die Grafikkarte Sapphire Vapor-X HD 5770 nutzt statt Heatpipes eine Dampfkammer, um die Abwärme des Grafikchips abzutransportieren. Bei der so genannten Vapor-X-Technology verdampft an der größten Hitzequelle ein flüssiges Kühlmittel. Der Dampf trifft dann auf der vom Grafikprozessor abgewandten Seite auf eine kühle Oberfläche, kondensiert und fließt wieder zur Hitzequelle zurück. So schließt sich der Kühlmittel-Kreislauf. Zudem glänzt die Sapphire-Grafikkarte mit dem reichhaltigsten Ausstattungspaket unter den 5770er-Modellen.

Multimedia-Leistung: Die Sapphire Vapor-X HD 5770 war, nach der Club 3D HD5770 OC, die bisher schnellste Grafikkarte beim Herunterrechnen eines MPEG-2-Videos fürs iPhone. Auch der Videoprozessor der Sapphire-Grafikkarte zeigte eine exzellente Leistung beim Decodieren von 1080p-Videos in gängigen Formaten. Unterm Strich bot die Sapphire Vapor-X HD 5770 damit die beste Multimedia-Leistung unter den bisher getesteten 5770er-Grafikkarten.

Spiele-Leistung: Die Sapphire Vapor-X HD 5770 war in den Spiele-Tests etwas langsamer als das Konkurrenzumfeld auf Basis des Grafikprozessors ATI Radeon HD 5770 . Unter DirectX 10 scheiterte die Sapphire-Grafikkarte allerdings bei einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten gleich zweimal knapp an der wichtigen Grenze von 30 Bildern pro Sekunde. Das galt zudem für den DirectX-11-Test in mittlerer Bildqualität, so dass sich das Vapor-X-Modell nur eingeschränkt für 22- oder 24-Zoll-Bildschirme eignet.

Nimm vier: Display-Port-, HDMI- und zweifacher DVI-Ausgang der Sapphire Vapor-X HD 5770
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Ausstattung: Die Sapphire Vapor-X HD 5770 bringt vier digitale Video-Ausgänge mit und hat 2 x DVI sowie Display-Port und HDMI. Monitore mit analogem Eingang können Sie aber über den beiliegenden DVI-zu-VGA-Adapter anschließen. Die beiden Crossfire-Buchsen erlauben den Betrieb des Sapphire-Modells in einem Grafikkartenverbund in der maximalen Ausbaustufe mit bis zu vier Karten. Eine Crossfire-Steckbrücke ist im Lieferumfang enthalten, ebenso wie ein Stromadapter für ältere Netzteile ohne PCI-Express-Stecker.

Sapphire legt der Vapor-X HD 5770 auch noch Software bei: Die Programmerweiterung SimHD kann DVD-Filme und MPEG-Videos sauber in die Full-HD-Auflösung hochskalieren. Und für jede Menge Spielspaß sorgt die Rallye-Raserei Colin McRae: Dirt 2 . Allerdings dürfen Sie die kostenlose Vollversion des Rennspiel-Hits nur mittels eines Gutschein-Codes über die Stream-Plattform von Valve herunterladen.

Umwelt & Gesundheit: Das Dampfkammer-Kühlkonzept wirkt sich positiv auf das Betriebsgeräusch aus - die Sapphire Vapor-X HD 5770 war die bisher leiseste Grafikkarte unter den HD-5770-Modellen im Test. Zudem legte die Sapphire-Grafikkarte keinen übermäßigen Stromhunger an den Tag.

Fazit: Die Sapphire Vapor-X HD 5770 ist nicht die schnellste 5770-Grafikkarte im Test, arbeitet dafür aber vergleichsweise leise und stromsparend. Den Ausschlag gibt letztendlich die sehr gute Ausstattung. Dank des reichhaltigen Lieferumfangs geht die Sapphire Vapor-X HD 5770 als PC-WELT-Test-Sieger aus dem Vergleich der Grafikkarten bis 200 Euro hervor.

Alternativen: Die HIS Radeon HD 5770 IceQ 5 ist nicht so gut ausgestattet und einen Tick langsamer, dafür aber deutlich günstiger zu haben.

Alle Testergebnisse zur Sapphire Vapor-X HD 5770 finden Sie im Artikel "10 Grafikkarten im Test" in PC WELT, Ausgabe 8/2010. Bereits erschienene PC-WELT-Ausgaben lassen sich im Heftarchiv der PC-WELT als ePaper herunterladen.

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