Pine Technology Radeon HD 7950 Double Dissipation Edition 3GB GDDR5 900MHz (FX-795A-TDFC)

05.04.2012, 10:44

Friedrich Stiemer

Grafikkarte

XFX Radeon HD 7950 Black Edition im Test

XFX hat ganze Arbeit geleistet: Die Grafikkarte ist überaus hochwertig.

Doppellüftersystem, Übertaktung und hochwertige Materialien - XFX zieht mit seiner Radeon HD 7950 Black Edition alle Register. Die veredelte Grafikkarte soll nach Herstellerangaben das ultimative Gaming-Erlebnis bieten. Ob der Hersteller damit recht behält, zeigt der Test.
Es ist schon länger bekannt, dass der amerikanische Hersteller XFX stets gut verarbeitete Grafikkarten anbietet, die auch im Bezug auf Leistung punkten können und bei Gamern einen guten Ruf genießt. Bei der XFX Radeon HD 7950 handelt es sich um die sogenannte Black Edition, die höhere Taktraten und ein besonderes Kühldesign namens Ghost aufweisen kann. Im Test klären wir, wie leistungsfähig die Grafikkarte wirklich ist und ob sich das Kühldesign im Praxis-Test bewährt.

Ausstattung der XFX Radeon HD 7950 Black Edition: Auf Leistung gezüchtet

Die Black Edition verfügt über einen 900 MHz Grafikprozessor-Takt und einen physikalischen Speichertakt von 1375 MHz. Damit ergibt sich eine Übertaktung gegenüber AMDs Referenzdesign von 100 respektive 175 MHz. Damit ergibt sich auch der gleiche Speicherdurchsatz wie bei AMDs Flaggschiff Radeon HD 7970 : rund 5,5 GBit/s. Auch der Prozessor-Takt nähert sich dem Top-Modell, das mit 925 MHz in der Referenz-Version taktet.
Die restlichen Spezifikationen sind dagegen gleich geblieben. Der dedizierte DDR5-Speicher beträgt 3048 MB, das Speicherinterface ist 384 Bit groß. Die Tahiti-GPU kommt aus der energieeffizienten 28-Nanometer-Fertigung und bietet alle Features, die AMD mit der Radeon HD 7000-Generation eingeführt oder verbessert hat: Powertune, Zerocore und der aufgemotzte Unified Video Decoder (UVD). Mit der Technik Eyefinity 2.0 lassen sich bis zu sechs Monitore parallel voneinander betreiben. Deshalb auch die üppige Anzahl an Video-Ausgängen: einmal DVI, einmal HDMI und zwei Mal Mini-Displayport. Erwähnenswert ist noch die DirectX-11.1-Unterstützung und die Kompatibilität zu PCI-Express 3.0.
Der Lieferumfang ist auf den ersten Blick recht üppig: Eine Art Emblem mit dem Schriftzug "Black Edition" legt XFX bei, die sich treue Fans an das Rechner-Gehäuse kleben können. Auch gibt es ein Türklinken-Schild zum Aufhängen, welches potenziellen Besuchern klar macht, dass derjenige dahinter eifrig am Daddeln ist. Des Weiteren gibt es die Treiber-CD und gedruckte Anleitungen, die leider nicht auf deutsch sind. Doch neben den obligatorischen Strom-Kabeln für die beiden 6poligen Anschlüsse und der Crossfire-Brücke befindet sich nur noch ein wirklich nützlicher Adapter im Lieferumfang: ein DVI-auf-HDMI-Kabel.
Das sogenannte Ghost-Kühldesign soll für eine niedrige Hitzeentwicklung sorgen. Gleich zwei Lüfter pusten die Abwärme ins Nirvana. Auch der Aluminium-Kühlblock unterstützt die Wärmeabfuhr. Auch die Kondensatoren hat XFX überarbeitet und hat sie aus hochwertigen Materialien gebaut. Der Lüfter soll dabei auch noch staubfrei bleiben. Ob sich das Kühldesign lohnt, erfahren Sie weiter unten im Test.
Ausstattung XFX Radeon HD 7950 Black Edition
Grafikprozessor (Takt) / Anschluss / Anzahl der Shader (Takt) / DirectX AMD Radeon HD 7900 (900 MHz) / PCI Express x16 3.0 / 1792 (900 MHz) / Version 11.1
Speicher: Größe / Typ / Takt / Busbreite 3072 MB / GDDR5-RAM / 1375 MHz / 384 Bit
Grafikkarten-Bios / -Treiber 015.013.000.010.000705 / Catalyst 11.12 (8.921.0.0)
Kartenlänge / Kartenbreite / Stromanschluss 28,2 Zentimeter / 2 Steckplätze / 2x 6polig
Video-Anschlüsse 2x Mini-Displayport, 1x HDMI, 1x DVI
beigelegte Adapter 1x DVI-auf-HDMI-Adapter, 1x Crossfire-Brücke
beigelegte Software: Programme / Spiele nicht vorhanden / nicht vorhanden
Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme 6

Spiele-Leistung: Gaming wie man es sich vorstellt
Die XFX Radeon HD 7950 Black Edition soll vor allem Gamer zufrieden stellen - deshalb die erhöhten Taktraten. Unter Battlefield 3 messen wir flüssige 38 Bilder pro Sekunde. Damit ist die Grafikkarte aber nicht schneller als das etwas niedrigere getaktete Referenzdesign von AMD: diese erreicht 41 Bilder pro Sekunde. Trotz aller Erwartungen ist die Leistung im grafisch aufwändigen Shooter etwas schlechter. Auffallen wird dem Betrachter dieser Umstand nicht, aber der Käufer erwartet dennoch einen Beweis, dass sich die Übertaktung in der Praxis zeigt, wenn schon mehr Geldscheine über die Ladentheke gehen sollen.
In Anno 2070 und Dirt 3 ergeben sich tadellose Ergebnisse, die mit der Referenz vergleichbar, aber auch wieder nicht besser sind. 3D Mark 11 liefert nach dem DirectX-11-Benchmark mit 2236 Punkten eine minimal geringere Punktzahl für die XFX Radeon HD 7950 Black Edition aus. Eins steht fest: Gaming-Vergnügen ist uneingeschränkt vorhanden, aber leistungsfähiger als die Referenz ist sie in unseren Spiele-Tests zumindest nicht.
Spiele-Leistung XFX Radeon HD 7950 Black Edition
Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080) 38 Bilder/s
Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080) 60 Bilder/s
Dirt 3: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080) 76 Bilder/s
DirectX 11 (3D Mark 11): Extreme-Voreinstellung (1.920 x 1.080) 2236 Bilder/s
Multimedia-Leistung: Erledigt viel Arbeit
In Puncto OpenGL-Leistung ist die XFX Radeon HD 7950 Black Edition vorbildlich und legt mit 81,23 Bilder pro Sekunde im Cinebench-11.5-Benchmark vor. Hieran müssen sich die Grafikkarten der Konkurrenz messen lassen. Selbst das Oberklasse-Modell AMD Radeon HD 7970 erreicht ein niedrigeres Ergebnis von 78,32 Bilder pro Sekunde. Auch der Video-Prozessor ist erfreulich stark und nimmt der Haupt-CPU viel Arbeit ab. Wie schon bei der Gigabyte HD 7950 Windforce 3X ist auch beim XFX-Modell die Transcodierung von Full-HD-Filmen zum Testzeitpunkt nicht messbar. Inzwischen hat der Hersteller aber nachgebessert, wofür wir eine Aufwertung vornehmen (siehe Tabelle).
Multimedia-Leistung XFX Radeon HD 7950 Black Edition
PC-Prozessorlast bei der Filmwiedergabe: Blu-Ray 3D (1080) 5 Prozent
Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: H.264 (MKV) / VC-1 (WMV) 56 / 26 Sekunden
OpenGL-Leistung (Cinebench 11.5) 53 Bilder/s
Ergonomie-Werte: Reiht sich im Mittelfeld ein
Der Stromverbrauch der XFX Radeon HD 7950 Black Edition ist im Vergleich zu anderen Grafikkarten der 7950-Familie eher moderat mit einem Maximalverbrauch von 256 Watt. In die Messung fließt aber noch der Verbrauch unserer gesamten Test-Plattform mit ein. Daher ergibt sich im Vergleich zu Grafikkarten der Vorgänger-Generation eine immer noch energieeffiziente Leistungsaufnahme. Die Betriebslautstärke kann sich im Leerlauf mit flüsterleisen 0,4 Sone sehen lassen. Anders als unter Last: Hier mutiert die Karte zum Krachmacher mit 2,7 Sone. Dafür drehen die Lüfter immer noch leiser als noch bei der Referenz, die mit 3,7 Sone unter Volllast röhrt. Die Temperaturen unter Last sind mit maximal 71 Grad Celsius eher enttäuschend - das Ghost-Kühldesign wird mit den erhöhten Taktraten anscheinend nicht fertig.
Umwelt u. Gesundheit XFX Radeon HD 7950 Black Edition
Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf / Last 83 / 256 Watt
Betriebsgeräusch: Leerlauf / Last 0,4 / 2,7 Sone
Temperatur: Leerlauf / Last 31 / 71° Celsius
Fazit XFX Radeon HD 7950 Black Edition: Gaming für einen hohen Preis
Die XFX Radeon HD 7950 Black Edition ist definitiv eine Karte für Gamer. PC-Spiele beschleunigt die Karte selbst unter den höchsten Grafik-Einstellungen ohne Probleme und Ruckler. Auch die Multimedia-Leistung muss sich nicht verstecken, sofern der Treiber stimmt. Zu erwähnen ist auch die durchwegs hohe Qualität der verwendeten Bauteile. Die Karte ist dank der wärmeleitenden Materialien auch recht schwer und erweckt damit bei uns einen positiven Eindruck von zuverlässiger Beschaffenheit. PC-Spieler mit gehobenen Ansprüchen werden mit der XFX-Karte zufrieden sein.
Doch ultimativ ist das Gaming-Erlebnis nicht. Zwar ist die Leistung nach wie vor Top, aber von höheren Taktraten erwarten wir uns auch entsprechende Ergebnisse in unseren Messungen. Leider konnten wir kein Geschwindigkeitsplus erkennen - die Grafikkarte liegt in der Spiele-Leistung auf dem gleichen Niveau wie das Referenzdesign. Mit den Ergonomie-Werten kann die XFX Radeon HD 7950 Black Edition nicht glänzen, da die Lautstärke unter Last zu laut ist und eine entsprechende Kühlleistung dennoch ausbleibt. Aber die XFX Radeon HD 7950 ist alles andere als eine schlechte Grafikkarte: Gegenüber älteren Karten ist die 7950 von XFX eine energieeffiziente, und überaus leistungsfähige Karte.
Die Preisempfehlung des Herstellers liegt bei hohen 469 Euro und ist damit zu hoch angesetzt. Denn trotz des hohen Preises können Sie letztendlich nur einen Adapter nutzen, Spiele-Vollversionen suchen Sie vergeblich. Glücklicherweise finden Sie die Grafikkarte aber schon für unter 400 Euro im Internet.
Testergebnis (Noten) XFX Radeon HD 7950 Black Edition
Multimedia-Leistung (30 %) 4,15
Spiele-Leistung (30 %) 1,80
Ausstattung (20 %) 3,77
Umwelt u. Gesundheit (15 %) 2,85
Service (5 %) 3,15
Aufwertung (wegen nachträglich aktualisierter Treiber) 0,20
Testnote befriedigend (2,92)
Preisurteil preiswert
Service XFX Radeon HD 7950 Black Edition
Garantiedauer 24 Monate
Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar 0031/206541190 / ja / ja / 0 Stunden / ja / nein
Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar xfxforce.com/de / ja / ja / ja / nein
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