Gigabyte Radeon HD 7950, 3GB GDDR5, 900MHz (GV-R795WF3-3GD)

03.04.2012, 09:09

Friedrich Stiemer

Grafikkarte

Gigabyte HD 7950 Windforce 3X im Test

Die Gigabyte HD 7950 3X (GV-R795WF3-3GD) muss im Test nicht nur seine Leistungsfähigkeit beweisen.

Der taiwanische Hersteller Gigabyte schickt sein Modell der AMD Radeon HD 7950, die HD 7950 Windforce 3X, mit einem eigenen Kühldesign ins Rennen. Gleich drei Lüfter und ein flacher Aluminum-Kühlblock sollen die Temperaturen und Betriebsgeräusche auf einem niedrigen Niveau halten. Der Test klärt, ob dies dem Hersteller gelingt und dabei auch noch die Leistung stimmt.
Im Gegensatz zum Konkurrenten Asus verbaut Gigabyte auf seine HD 7950 Windforce 3X eine flache Kühllösung mit drei großen Lüftern. Dadurch ist die Grafikkarte recht schlank und nimmt zwei Steckplätze auf dem Mainboard ein. Ob das zur Lasten der Leistung geht, klärt der Test.

Ausstattung der Gigabyte HD 7950 Windforce 3X: Übertaktet, aber magerer Lieferumfang

Der Grafikprozessor-Takt der Tahiti-GPU in der Gigabyte HD 7950 Windforce 3X ist ab Werk auf 900 MHz übertaktet (Referenz: 800 MHz). Der Speicher- und Shadertakt ist mit 1250 MHz gleich geblieben. Daher beläuft sich der Speicherdurchsatz auf rund 5,5 GBit/s. Auch das Speicherinterface bleibt bei seiner Größe von 384 Bit und steuert den 3072 MB großen DDR5-Speicher an.
Strom bezieht die Grafikkarte über zwei 6polige PCI-Express-Anschlüsse. Wie bei der AMD Radeon HD 7000-Familie üblich, ist es auch bei der Gigabyte HD 7950 Windforce 3X dank Eyefinity 2.0 möglich, bis zu sechs Monitore parallel an einer Karte zu betreiben. Selbst die Sound-Übertragung erfolgt parallel. Für das Anschließen stehen auch genug Schnittstellen zur Verfügung: zwei Mal Mini-Displayport, einmal HDMI und einmal DVI. Des Weiteren unterstützt die Karte auch DirectX 11.1, PCI-Express 3.0 und verbesserte Features wie AMD Powertune und AMD Zerocore.
Aber anstatt dem Trend zu folgen, verzichtet Gigabyte schlicht und ergreifend darauf, neben den mittlerweile obligatorischen PCI-Stromanschlusskabeln und der Crossfire-Brücke auch nur einen einzigen Adapter beizulegen. Sie werden auch vergeblich nach beigelegter Software suchen, denn auch hier hat sich der Hersteller viel gespart.
Ausstattung Gigabyte HD 7950 Windforce 3X
Grafikprozessor (Takt) / Anschluss / Anzahl der Shader (Takt) / DirectX AMD Radeon HD 7900 (900 MHz) / PCI Express x16 3.0 / 1792 (900 MHz) / Version 11.1
Speicher: Größe / Typ / Takt / Busbreite 3072 MB / GDDR5-RAM / 1250 MHz / 384 Bit
Grafikkarten-Bios / -Treiber 015.013.000.001.000512 / Catalyst 11.12 (8.921.0.0)
Kartenlänge / Kartenbreite / Stromanschluss 26,6 Zentimeter / 2 Steckplätze / 2x 6polig
Video-Anschlüsse 2x Mini-Displayport, 1x HDMI, 1x DVI
beigelegte Adapter 2x Strom, 1x Crossfire-Brücke
beigelegte Software: Programme / Spiele nicht vorhanden / nicht vorhanden
Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme 6

Spiele-Leistung der Gigabyte HD 7950 Windforce 3X: Übertakt ist kein Wundermittel
Eine 100 MHz stärkerer GPU-Takt sollte eigentlich zu mehr Leistungsfähigkeit führen. Aber wir bemerken im Grafik-Hit Battlefield 3 eher das Gegenteil: Wir messen eine durchschnittliche Bildwiederholfrequenz von 37 Bilder pro Sekunde, die Referenz ist besser mit 41 Bilder pro Sekunde. Das Spielgeschehen flimmert zwar immer noch absolut flüssig über den Bildschirm, doch der Kunde erwartet von einem höheren Takt auch eine bessere Leistung - schließlich lässt sich Gigabyte die Übertaktung ja auch entlohnen und wirbt damit. Auch im DirectX-11-Benchmark 3D Mark 11 unterliegt die Gigabyte-Grafikkarte leicht mit 2204 Punkten zu 2284 Punkten. Die Gigabyte HD 7950 Windforce 3X bietet aber dennoch eine tadellose Spiele-Leistung.
Spiele-Leistung Gigabyte HD 7950 Windforce 3X
Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080) 37 Bilder/s
Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080) 60 Bilder/s
Dirt 3: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080) 75 Bilder/s
DirectX 11 (3D Mark 11): Extreme-Voreinstellung (1.920 x 1.080) 2204 Bilder/s
Multimedia-Leistung der Gigabyte HD 7950 Windforce 3X: Vorbildlich mit Macken
Die OpenGL-Leistung der Gigabyte HD 7950 Windforce 3X ist mit 80,37 Bilder pro Sekunde vorbildlich flott und damit auch einen Tick schneller als die Referenz-Grafikkarte von AMD. Gut klappt auch die Entlastung des Haupt-Prozessors durch die GPU. Aber die Transcodierung war zum Test-Zeitpunkt mit Cyberlink Power Director 10 leider nicht messbar. In der Zwischenzeit hat der Hersteller nachgeliefert und erhält deshalb eine Aufwertung (siehe Tabelle).
Multimedia-Leistung Gigabyte HD 7950 Windforce 3X
PC-Prozessorlast bei der Filmwiedergabe: Blu-Ray 3D (1080) 4 Prozent
Zeit für das Umwandeln von 60 Sekunden eines Full-HD-Videos ins iPad-Dateiformat: H.264 (MKV) / VC-1 (WMV) Zum Testzeitpunkt nicht messbar
OpenGL-Leistung (Cinebench 11.5) 80 Bilder/s

Ergonomie der Gigabyte HD 7950 Windforce 3X: Das Kühldesign lohnt sich
Die patentierte Triangle Cool-Technik im Windforce-Design ordnet die Kühlrippen in einer bestimmten Dreiecksform an. Auf diese Weise sollen Turbulenzen in der Wärmeabfuhr vermieden werden und der Luftstrom besser fließen. Nach Herstellerangaben soll sich die Kühlleistung im Vergleich zur Referenz-Karte um 5 bis 10 Prozent verbessern. Und siehe da: Die Temperaturwerte halten sich auf einem relativ niedrigen Niveau. Unter Volllast klettert das Thermo-Messgerät auf maximal 65 Grad Celsius, im Leerlauf sind es nur 33 Grad Celsius. Und dabei ist die Gigabyte HD 7950 Windforce 3X auch noch angenehm leise mit kaum hörbaren 0,2 Sone im Leerlauf und maximal 0,8 Sone unter Last - vorbildlich leise! Zum Vergleich: Das Referenzdesign AMD Radeon HD 7950 macht sich mit lauten 3 Sone unter Last bemerkbar.
Dafür leistet sich die Grafikkarte einen etwas größeren Stromhunger mit rund 248 Watt im fordernden 3D-Betrieb. Im ruhigen Desktop-Betrieb sind es rund 83 Watt. Für die gezeigte Leistung ist der Energieverbrauch noch vertretbar. Und schließlich fließt in die Messung auch der Verbrauch unserer Testplattform mit ein, wodurch ein akzeptables Energiepensum entsteht.
Umwelt u. Gesundheit Gigabyte HD 7950 Windforce 3X
Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf / Last 95 / 351 Watt
Betriebsgeräusch: Leerlauf / Last 1,7 / 3,8 Sone
Temperatur: Leerlauf / Last 40 / 80° Celsius


Fazit Gigabyte HD 7950 Windforce 3X: Flüsterleise mit mageren Umfang
Die Gigabyte HD 7950 Windforce 3X (GV-R795WF3-3GD) legt mit Übertaktung, leisem Betriebsgeräusch sowie angenehmen Temperaturwerten gut vor und erweist sich im Test als eine absolut spieletaugliche Lösung für Gaming-PCs. Besonders Gamer, die Wert auf eine leise Grafikkarte mit einer aktiven Kühllösung legen, sind mit der 7950 von Gigabyte sehr gut bedient. 
Am Lieferumfang spart der Hersteller aber und legt praktisch gar keine Adapter oder gar Spiele-Vollversionen bei. Am Preis bemerkt man diesen Umstand nicht, eher das Gegenteil ist der Fall: Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei happigen 469 Euro. Glücklicherweise ist die Grafikkarte im Internet schon für etwas über 400 Euro zu finden. Außerdem ist der Energieverbrauch nicht so vorbildlich wie die Leistung des Kühldesigns Windforce 3X.
Testergebnis (Noten) Gigabyte HD 7950 Windforce 3X
Multimedia-Leistung (30 %) 3,92
Spiele-Leistung (30 %) 1,81
Ausstattung (20 %) 3,68
Umwelt u. Gesundheit (15 %) 2,42
Service (5 %) 2,83
Aufwertung (wegen nachträglich aktualisierten Treiber) 0,20
Testnote befriedigend (2,76)
Preisurteil noch preiswert
Service Gigabyte HD 7950 Windforce 3X
Garantiedauer 24 Monate
Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar 01803/428468 / ja / nein / 9 Stunden / ja / ja
Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar www.gigabyte.de / ja / ja / ja / ja
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