Googles günstiges Tablet

Nexus 7: Das bringt Jelly Bean

Donnerstag den 02.08.2012 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

Google Nexus 7 32GB Wi-Fi schwarz
Google Nexus 7 32GB Wi-Fi schwarz
1 Angebote ab 299,00€ Preisentwicklung zum Produkt
Neu auf dem Nexus 7: Android 4.1 alias Jelly Bean
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Auf Googles Preisbrecher-Tablet läuft Android 4.1. Die neueste Version des Google-Betriebssystems bringt nicht viele Funktionen, ist aber trotzdem ein großer Schritt nach vorne.
Mit Android 4.1 alias Jelly Bean ordnet Android den Startbildschirm neu. Am unteren Bildrand sitzt jetzt eine fixierte Leiste: Dort befinden sich sechs Positionen, die sich mit Apps oder Verzeichnissen frei besetzen lassen. Auch wenn Sie durch die Startbildschirme blättern, bleibt diese Leiste fest und die Apps dort sind immer für den schnellen Zugriff erreichbar. In der Mitte der Apps-Leiste hat Google den Zugriff aufs Programm-Menü platziert - diesen Shortcut können Sie nicht entfernen. Abgesehen davon lassen sich die Apps problemlos von der Leiste auf einen Startbildschirm schieben und umgekehrt.

Direkt unter der App-Leiste liegen die bekannten virtuellen Android-Tasten, über die Sie in Menüs einen Schritt zurück kommen, zum Startbildschirm gelangen oder die zuletzt gestarteten Apps sehen.

Die Statusleiste von Android 4.1 bietet mehr
Funktionen
Vergrößern Die Statusleiste von Android 4.1 bietet mehr Funktionen

Erweiterte Statusleiste

Die Statusleiste ist beim Nexus 7 nach oben gewandert, bei Tablets liegt sie üblicherweise rechts unten. Sie können sie mit dem Finger vom oberen Bildrand herunterziehen. Sie bietet wie bisher Zugriff auf die Einstellungen und bestimmte Tablet-Funktionen. Beim Nexus 7 können Sie beispielsweise die Bildschirmrotation de-aktivieren. Die neue Statusleiste fällt größer aus und bietet mehr Informationen: Sie sehen zum Beispiel eine Preview eines Screenshot, den Sie gerade gemacht haben. Außerdem können Sie aus der Statusleiste Aktionen starten, etwa ein Bild per Mail oder sozialem Netzwerk teilen. Mit einem Wisch zur Seite löschen Sie eine Nachricht.

Ein wisch von unten bringt bei Jelly Bean Google Now auf
den Schirm
Vergrößern Ein wisch von unten bringt bei Jelly Bean Google Now auf den Schirm

Von unten kommt Google Now

Wischen Sie vom unteren Bildrand nach oben, starten Sie die App Google Now oder die Google-Suche. Google Now kann Ihnen auf einen Blick Termine und Informationen zur Verkehrslage oder zum Wetter an Ihrem derzeitigen Standort liefern - sofern Sie den Standortdienst in den Einstellungen aktiviert haben. Der Dienst ist noch etwas rudimentär: In Deutschland funktioniert beispielsweise die Verkehrsanzeige und der Ergebnis-Dienst des Lieblings-Sport-Clubs nicht. Die Suche erreichen Sie, indem Sie das Google-Icon berühren.

In der Kontakte-App können Sie jetzt größere Portrait-Fotos verwenden. Bis 720 x 720 Pixel dürfen die Portraits jetzt groß sein.

Widgets suchen sich bei Jelly Bean flexibel einen Platz
auf einem Startbildschirm
Vergrößern Widgets suchen sich bei Jelly Bean flexibel einen Platz auf einem Startbildschirm

Flexible Widgets

Mit Jelly Bean können Sie Widgets flexibler auf den Startbildschirmen platzieren. Wollen Sie zum Beispiel ein Widget dort hinstellen, wo schon ein anderes sitzt, rückt dieses zur Seite - sofern noch Platz auf dem Bildschirm ist. Wollen Sie ein Widget auf einem vollgepackten Startbildschirm unterbringen, kann es sich verkleinern: Das funktioniert aber nur, wenn das Widget auch in einer kleineren Version vorliegt. Gibt es das Widget nur in einer Größe, die nicht mehr auf den Homescreen passt, lässt es sich dort nicht mehr platzieren.

Mit Jelly Bean können Sie dem Tablet auch ohne
Internet-Verbindung diktieren
Vergrößern Mit Jelly Bean können Sie dem Tablet auch ohne Internet-Verbindung diktieren

Spracherkennung auch offline

Die Spracheingabe funktioniert bei Jelly Bean auch ohne Internetverbindung: Dazu muss das passende Offline-Sprachpaket aber installiert sein: Das deutsche Paket ist 18 MB groß. Anschließend können Sie dem Nexus 7 Texte auch ohne Internet-Verbindung diktieren. Wie im Onlinemodus funktioniert das aber ziemlich schlecht: Die Erkennungsrate des Nexus ist enttäuschend, häufig verschluckt es auch bei klarer Aussprache ganze Wörter. Immerhin trägt das Nexus 7 damit zur Unterhaltung bei. Im Test interpretierte es beispielsweise den Satz "Da muss Google noch ein wenig nachbessern" als "Da muss ich lachen."

Jelly Bean macht Android schneller

Die wichtigste Neuerung von Jelly Bean lässt sich nicht in Bildern zeigen. Aber sie bringt den größten Vorteil fürs Nexus 7: Google hat mit Android 4.1 nämlich die Bedienung flüssiger gestaltet. Das zeigt auch der Test des Google-Tablets. Ein Vsync-Signal regelt jetzt alle Tätigkeiten des Tablets wie Bildaufbau, Toucheingaben und Bildwiederholrate. Es sorgt dafür, dass Aktionen verzögerungsfrei ablaufen und sich nicht gegenseitig stören. Besonders bei Fingergesten zum Scrollen und Zoomen soll ein dreifacher Bildspeicher (Triple Buffering) dafür sorgen, dass Aktionen flüssiger auf dem Display erscheinen.

Donnerstag den 02.08.2012 um 10:00 Uhr

von Thomas Rau

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