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Nexus 2016: Preis, Release, Gerüchte

14.07.2016 | 11:30 Uhr |

Google wird vermutlich im Herbst 2016 neue Nexus-Smartphones vorstellen. Produziert von HTC. Mit Force Touch und Google-Support-App mit Screensharing. Alle Gerüchte zu den neuen Google-Smartphones.

Update 14.7.2016: Video zeigt Rendering-Bilder von Marlin und Sailfish

Techconfigurations.com hat auf Basis der bisher vorliegenden Informationen ein Video erstellt, das Rendering-Aufnahmen der neuen Nexus-2016-Modelle Marlin und Sailfish zeigt. Auch für dieses Video gilt: Alles darin Gezeigte ist nicht bestätigt, sondern Spekulation.

Update 11. Juli: Gleich drei neue Nexus-Smartphones und ein Fake

Da waren es plötzlich drei! Nachdem schon länger das Gerücht kursiert, dass HTC zwei Nexus-Smartphones für Google bauen soll – nämlich M1 Marlin und S1 Sailfish – und trotzdem auch die Rede davon ist, dass Huawei ebenfalls ein neues Nexus bauen soll, sind diese beiden einander eigentlich widersprechenden Gerüchte nun unter einem Dach vereint worden. Demnach sollen 2016 insgesamt drei Nexus-Smartphones erscheinen, wie motog3 berichtet. Die im Internet ebenfalls kursierenden Rendering-Bilder, die das von Huawei produzierte Nexus 2016 zeigen sollen, sollen laut motog3 jedoch ein Fake sein.

Erscheinungstermin der Nexus-2016-Smartphones

Zum Erscheinungstermin des nächsten Google-Smartphones gibt es noch keine offiziellen Angaben von Google. Die aktuellen Modelle Nexus 5X und 6P hatte Google am 28. September 2015 vorgestellt. Orientiert man sich an dem Erscheinungstermin im Vorjahr, so dürfte Google die Nexus-2016-Smartphones Ende September 2016 oder vielleicht auch im Oktober 2016 vorstellen. Zuvor oder zumindest zeitgleich mit den Nexus 2016-Geräten wird Google aber auch die finale Version der neuen Android-Generation, nämlich Android 7.0 Nougat, vorstellen. Denn die neuen Nexus-2016-Geräte werden auf jeden Fall mit Android 7.0 laufen. Google hatte auf der Google I/O von 18. bis 20. Mai 2016 eine Preview von Android N alias Android 7.0 vorgestellt.

Generell erschienen in den letzten Jahren neue Nexus-Smartphones immer im Herbst. Ebenfalls im Herbst veröffentlicht Google traditionell auch neue größere Android-Versionen. Das wäre im Herbst 2016 eben das bereits erwähnte Android 7.0 Nougat (Codename: Android N).

Die Technik-Nachrichtenwebseite Phonearena will zudem erfahren haben , dass HTC mit der Auslieferung der beiden Nexus-Modelle im September beginnen will. Sofern das Gerücht zutrifft, dass HTC tatsächlich eines oder beide neuen Nexus-Smartphones produziert.

Hersteller des Nexus 2016: HTC oder doch Huawei?

Die aktuell im Google Online-Shop erhältlichen Nexus-Smartphones, das Nexus 5X und das Nexus 6P, fertigen LG und Huawei für Google. LG soll nach einem Bericht von Cnet aber kaum noch Ressourcen frei haben und sich nun wieder auf eigene Modelle konzentrieren wollen. Damit ist sicherlich vor allem das G5 gemeint.

Betrachtet man sich die Liste der Nexus-Fertiger der vergangenen Jahre, dann wäre unter anderem der taiwanische Mobilgeräte-Hersteller HTC wieder mal an der Reihe. Zumindest hält das der Leaker Moka RQ aus Taiwan für möglich, wie er auf weibo schreibt. Er will das von einem Freund erfahren haben, der bei HTC arbeitet. Für den angeschlagenen Konzern HTC wäre der Auftrag eines oder vielleicht sogar mehrere Nexus-Modelle fertigen zu dürfen, sicherlich sehr willkommen.

Eine andere Quelle bestätigt diese auf Weibo geäußerte Vermutung: So berichtet die Nachrichtenseite Focus Taiwan unter Berufung auf die Webseite Indiatoday, dass sich der taiwanische Smartphone-Hersteller HTC von Google die Aufträge für die Produktion von zwei Flaggschiff-Smartphones gesichert haben soll.

Die auf HTC fokussierte Mobile-Nachrichtenseite HTCsource nennt zu dem angeblichen Google-HTC-Deal weitere Details. So sollen Google respektive Alphabet und das taiwanische Unternehmen HTC angeblich einen über drei Jahre laufenden Vertrag zur Exklusiv-Fertigung des Nexus-Smartphones geschlossen haben. HTCsource beruft sich bei seiner Meldung auf MyDrivers. Google müsste sich dann nicht mehr jedes Jahr einen neuen Hardwarepartner suchen und könnte langfristiger planen. HTC wiederum hätte eine sichere Einnahmequelle.

HTC soll bereits an zwei neuen Nexus-Smartphones arbeiten, führt HTCsource weiter aus. Einige Quellen spekulieren darüber, dass Google beim nächsten Nexus-Smartphone größeren Einfluss auf das Design und vielleicht auch auf die Software nehmen könnte, wodurch der eigentliche Hardware-Hersteller und OEM-Partner an Selbstständigkeit einbüßen würde.

Ob HTC auch das oder die nächsten Nexus-Tablets für Google produzieren soll, ist dagegen noch nicht Gegenstand der Gerüchteküche. Alle Vermutungen rund um den HTC-Google-3-Jahres-Deal drehen sich nur um das Nexus-Smartphone.

Doch nicht alle Zeiger weisen in Richtung HTC. Zwischendurch schlägt das Pendel immer wieder mal in die andere Richtung. Denn Charlene Munilall, General Managerin bei Huaweis Consumer Business Group in Südafrika, sagte bei der Vorstellung neuer Huawei-Smartphones für Südafrika, dass der chinesische Hersteller Huawei auch 2016 wieder ein Nexus-Smartphone für Google bauen werde: „Wir machen das Nexus übrigens auch dieses Jahr wieder“, zitiert der Technik-Blog Gearburn die Managerin mit einem Nebensatz. Da der Satz im Umfeld von neu vorgestellten Smartphones fiel, kann mit dem Nexus hier nur ein Smartphone und kein Tablet gemeint sein. Demnach würde Huawei also auch 2016 wieder ein Nexus-Smartphone für Google bauen. Wohlgemerkt: Es handelt sich um einen einzigen Satz, den eine Huawei-Managerin aus Südafrika eher nebenher gesagt hat.

Munilall nannte das derzeit erhältliche Nexus 6P ein Nischenprodukt, das Tecchies zwar lieben würden, das aber nur wenige Leute tatsächlich kaufen würden.

Phandroid meldet außerdem, dass der chinesische Smartphone-Hersteller Huawei die Marke „Huawei 7P“ in den USA für sich hat eintragen beziehungsweise schützen lassen. Aus dem Markenschutzeintrag geht nur hervor, dass es sich bei dem Huawei 7P um ein Mobilegerät handeln soll.

Die beiden aktuellen Google-Smartphones heißen Nexus 5X und Nexus 6P. Das aktuelle Google-Tablet trägt wiederum die Bezeichnung Nexus 9. Es gab aber im Jahr 2013 bereits ein Google-Tablet namens Nexus 7. Asus fertigte dieses 7-Zoll-Tablet damals für Google. Nun kann man also spekulieren, worauf Huawei mit dem Huawei 7P zielt: Soll ein Gerät mit dieser Modellbezeichnung die Nachfolge des Nexus 6P antreten? Dann würde Huawei aber ein neues Android-Smartphone für Google produzieren und zwar das Topmodell. Für diese Vermutung spricht, dass Huawei bereits das aktuelle Nexus 6P produziert.

Oder soll das Huawei 7P ein 7-Zoll-Tablet werden und sozusagen die Nachfolge des damaligen Nexus 7 antreten? Und das derzeitige 9-Zoll-Android-Tablet Nexus 9 nach unten hin ergänzen? Aktuell verkauft Google kein 7-Zoll-Tablet. Gegen ein neues 7-Zoll-Tablet spricht aber die Tatsache, dass dieses Marktsegment unter massiven Druck durch die Phablets beziehungsweise große Smartphones steht, wie auch Apple beim iPad Mini merkt.

Wird das jetzt kolportierte Nexus 7P also tatsächlich ein Tablet, dann wäre das kein Widerspruch zu den bisherigen Gerüchten, wonach HTC die nächsten Nexus-Smartphones fertigen soll. Fertigt Huawei dagegen tatsächlich ein neues Google-Smartphone, dann würde das den bisherigen Gerüchten über den 3-Jahresvertrag zwischen Google und HTC widersprechen. Unsere Einschätzung: HTC fertigt die nächsten Nexus-Smartphones. Und Google stellt im Herbst doch noch ein Nexus-Tablet vor, das von Huawei kommen könnte.

Sundar Pichai, CEO von Google, hat zudem in einem Interview mit der IT-Nachrichtenseite The Verge angekündigt, dass Google die Nexus-Geräte besser machen wolle. Dabei wolle Google die Nexus-Geräte aber auch weiterhin von einem OEM-Partner produzieren lassen.

Modellbezeichnungen der neuen Nexus-Smartphones

Die offiziellen Verkaufsbezeichnungen für die Nexus-Geräte des Jahres 2016 sind noch unbekannt. Der für seine zuverlässigen Informationen bekannte Mobile-Experte Evan Blass hat via Twitter und mit dem Hashtag #Nexus aber nicht nur verbreitet, dass HTC für Google zwei Geräte mit dem Betriebssystem Android N produzieren soll. Sondern auch getwittert, dass diese beiden Smartphones HTC-intern als M1 und als S1 bezeichnet werden. Die Codenamen T50 und T55 für die beiden Nexus-2016-Modelle wiederum hat pocket-lint.com gemeldet.

Die Android-Nachrichtenseite Androidpolice hat mit den angeblichen Google-Codenamen „Marlin“ (englisch für Speerfisch) und „Sailfish“ (Fächerfisch) für die beiden neuen Nexus-Geräte nachgelegt. Ein Bericht von Focus Taiwan bestätigt die Codenamen Marlin und Sailfish für die beiden nächsten Nexus-Smartphones, die HTC für Google fertigen soll.

Da Google in der Vergangenheit immer wieder für seine Nexus-Smartphones Codenamen verwendet hat, die Meeresbewohner bezeichnen, erscheinen diese beiden neuen Codenamen plausibel.

Nimmt man alle bekannten Gerüchte zusammen, so werden die von HTC gefertigten Nexus-Smartphones als M1 Marlin und S1 Sailfish bezeichnet. Das M1 Marlin (Codename: T55) wäre das größere Nexus mit 5,5 Zoll und das S1 Sailfish (Codename: T50) das kleinere Nexus mit 5 Zoll. Somit wären die beiden Nexus-2016-Smartphone etwas kleinere als die Nexus-2015-Smartphones mit 5,7 Zoll (Nexus 6P) und 5,2 Zoll (Nexus 5X).

Preis

Noch immer gibt es keinerlei Informationen dazu, wie viel die beiden 2016 erscheinenden Nexus-Smartphones kosten sollen. Für eine ungefähre preisliche Einschätzung eignet sich ein Blick auf die aktuellen Nexus-Preise: Das aktuelle Nexus 5X mit 5,2 Zoll-Touchscreen kostet mit 16 GB internem Speicher 429 Euro und 479 Euro mit den empfehlenswerteren 32 GB. Das Nexus 6P mit 5,7-Zoll-Bildschirm kostet in der kleinsten Version mit 32 GB 649 Euro.

Prozessor: Stärkerer Snapdragon 821 für Nexus 2016?

Im Internet wurde ein Benchmarkergebnis veröffentlicht, das die Leistung und einige Details der Ausstattung des kommenden Nexus-Smartphones Marlin alias M1 zeigen soll. Laut diesem Geekbench-Auszug für ein Smartphone namens „Google Marlin“ schaffte das Gerät 2084 Punkte im Single-Core-Test und 4969 Punkte im Multicore-Test. Das Marlin-Smartphone läuft mit Android N (also Android Nougat 7.0) und besitzt einen 4-Kern-Prozessor Qualcomm ARMv8 1,59 GHz, der auf 4 GB Arbeitsspeicher zugreifen kann.

Ergebnisse von Geekbench für Google Marlin
Vergrößern Ergebnisse von Geekbench für Google Marlin
© http://browser.primatelabs.com/geekbench3/7168029

Laut Indiatoday sollen Marlin und Sailfish auf dem HTC 10 basieren. Im Unterschied zum HTC 10, in dem der Qualcomm Snapdragon 820 für die Rechenleistung sorgt, soll Marlin und Sailfish aber ein Snapdragon 821 antreiben. Diese Weiterentwicklung des Snapdragon 820 soll eine geringfügig höhere Taktrate besitzen: 2,3 GHz statt 2,2 GHz, wie es beim HTC 10 der Fall ist. Und somit etwas mehr Leistung bieten.

Kameras

Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen eines Smartphones gehören die beiden Kameras. Laut einem Eintrag bei dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo soll Marlin (M1, T55) eine 12-MP-Hauptkamera und eine 8-MP-Frontkamera besitzen. Für Sailfish werden exakt die gleichen Kameradaten kolportiert.

Zum Vergleich: Das aktuelle Nexus 6P hat eine 12,3-MP-Hauptkamera und eine 8-MP-Frontkamera, das Nexus 5X eine 12,3-MP-Hauptkamera und eine 5-MP-Frontkamera.

Bildschirm, Größe, Ausstattung, Akku

Geht man davon aus, dass HTC tatsächlich zwei unterschiedliche Smartphones für Google bauen soll, dann dürften sowohl das Nexus 5X als auch das Nexus 6P einen Nexus-2016-Nachfolger erhalten. Noch unbestätigt und somit reine Spekulation ist die Vermutung, dass die beiden neuen Nexus-2016-Varianten mit 5 Zoll (S1 Sailfish, T50) und 5,5 Zoll (M1 Marlin, T55) kleiner ausfallen sollen als Nexus 5X mit 5,2 Zoll und Nexus 6P mit 5,7 Zoll.

Für Marlin alias M1, das größere der beiden angeblich von HTC produzierten Nexus-Smartphones, sind einige technische Details in die Gerüchteküche gewabert. Die Informationen stammen, wie so oft, von dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo. So soll Marlin einen 5,5-Zoll-Amoled-Touchscreen besitzen, der mit 2560 x 1440 Pixel auflöst. Die Hauptkamera soll Fotos mit 12 MP, die Frontkamera mit 8 MP erstellen. Fingerabdruckscanner und USB-Typ-C-Anschluss runden die Ausstattung des größeren Nexus-2016 ab. Phonearena nennt für das M1 alias Marlin auch die Größe des Arbeitsspeichers: Nämlich 4 GB RAM.

Für Sailfish S1 hat die Android-Nachrichtenseite Androidpolice einige technische Daten veröffentlicht. Sailfish soll das kleinere der beiden in diesem Jahr von HTC für Google produzierten Nexus-Smartphones sein.

Sofern die namentlich nicht genannte Quelle, auf die sich Androidpolice beruft, Recht behält, soll das Sailfish-Nexus-Smartphone von HTC einen 5-Zoll-Touchscreen mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixeln) und 440 ppi-Pixeldichte besitzen. Ein 64-Bit Vierkern-Prozessor mit 2,0 GHz Taktrate soll das S1 antreiben, die Modellbezeichnung ist noch unbekannt. Der Arbeitsspeicher soll 4 GB groß sein. Die Akku-Kapazität soll 2770 mAh betragen.

Für den internen Speicher nennt die Quelle 32 GB als Größe. Unbekannt ist, ob es auch noch andere Speichergrößen geben soll. Die Hauptkamera soll Aufnahmen mit 12 MP, die Frontkamera mit 8 MP erstellen. An der Rückseite soll ein Fingerabdrucksensor verbaut sein.

Die Lautsprecher sind am unteren Rand eingebaut. Als Anschluss ist USB-Typ-C verbaut, der Kopfhöreranschluss befindet sich dagegen am oberen Rand. Bluetooth 4.2 wird unterstützt.

Zum Bildschirm siehe auch weiter unten unsere Ausführungen zu pOLED.

Design: Glänzende Rückseite mit "G" und Uni-Body-Alu

Die Android-Nachrichtenseite Androidpolice hat ein Mockup-Foto der neuen Nexus-Smartphones Marlin M1 und Sailfish S1 erstellt. Basierend auf Insiderinformationen, die Androidpolice erhalten haben will. Androidpolice nennt aber nicht seine Quelle für die Designinformationen. Ein Mockup zeigt einen Designentwurf ohne Funktionalität.

Dieses auf Weibo veröffentlichte Foto soll das Nexus M1 Marlin zeigen.
Vergrößern Dieses auf Weibo veröffentlichte Foto soll das Nexus M1 Marlin zeigen.
© http://weibo.com/2662447161

Das Design der neuen Nexus-Smartphones wurde demnach geglättet. Ein „G“ soll als Logo die Rückseite zieren. Einen Kamera-Buckel soll es nicht mehr geben. Ein Teil der Rückseite könnte aus Glas oder zumindest aus glänzendem Kunststoff gefertigt werden, was zu einer Zwei-Ton-Optik führen würde. Der Fingerabdrucksensor soll in die Rückseite integriert sein. Für einen hochwertigen Gesamteindruck soll das Aluminiumgehäuse sorgen, das aus einem Stück gefräst wird. Es soll Kombinationen aus unterschiedlich gefärbten Vorder- und Rückseiten geben. Das aktuelle Nexus 6P besitzt ebenfalls ein Metallgehäuse, das Nexus 5X dagegen ein Kunststoffgehäuse.

Androidpolice ist sich noch unklar über das genaue Design des Home-Buttons, insbesondere ob er komplett in weißer Farbe ausgeführt sein wird. Ob das „G“-Logo es tatsächlich bis zur Serienreife schafft, bleibt ebenfalls offen. Allerdings hält es Androidpolice für unwahrscheinlich, dass statt des "G" (für Google) ein HTC-Logo angebracht sein könnte. Ebenso unbekannt sind noch die genauen Abmessungen und das exakte Gewicht. Zur exakten Ausführung der Kanten und der abgerundeten Ränder besitzt Androidpolice noch keine Informationen.

Androidpolice geht davon aus, dass sich das kleinere Sailfish und das größere Marlin optisch sehr ähneln werden.

Dafür dass die nächsten Nexus-Smartphones ein Metallgehäuse bekommen könnten, gibt es noch ein weiteres Indiz: Das taiwanische Unternehmen Catcher Technology stellt unter anderem Metall-Gehäuse für Smartphones und Tablets her. Die taiwanische IT-Nachrichtenseite Digitimes berichtete vor einiger Zeit, dass Catcher für die zweite Jahreshälfte 2016 mit einem deutlichen Umsatzwachstum rechnet. Als Grund für das Wachstum nennt Digitimes den Start von neuen Produkten, die Kunden von Catcher ab Juni 2016 auf den Markt bringen. Das habe Hung Shui-shu, Vorstandsvorsitzender von Catcher, bei einem Aktionärstreffen am 19. Mai 2016 mitgeteilt.

Marktbeobachter interpretieren die Äußerung von Shui-shu so, dass Catcher verstärkt Notebook-Gehäuse an Kunden wie Hewlett-Packard, Dell und Apple liefern könnte. Zudem gehen Marktbeobachter davon aus, dass Catcher im dritten Quartal 2016 Gehäuse für eine Smartwatch aus rostfreiem Edelstahl liefern soll. Hung dementierte aber, dass es sich bei dieser Smartwatch um die Apple Watch handeln könnte.

In unserem Zusammenhang ist aber spannend, dass die Marktbeobachter auch davon ausgehen, dass Catcher von Bestellungen durch HTC profitieren soll. Die taiwanischen Beobachter interpretieren die oben erwähnte Vertragsunterzeichnung zwischen HTC und Google so, dass HTC für Smart Devices, die Google unter dem Markennamen Nexus verkauft, Metallgehäuse liefern soll. Catcher hat sich dazu jedoch nicht geäußert.

Somit ist die Faktenlage für diesen Bericht von Digitimes sehr dünn, eigentlich bleibt nur das unbestätigte Gerücht, dass HTC Nexus-Smart-Devices mit Metallgehäuse für Google produzieren könnte.

Neue Funktionen: Google-Support-App mit Screensharing, Force Touch, pOLED

Die Android-Nachrichtenseite Androidpolice berichtet, dass Google an einer Echtzeit-Support-App für Android arbeite, die Google-Mitarbeitern Zugriff auf Nexus-Geräte ermöglichen soll. Natürlich erst nach ausdrücklicher Zustimmung durch den Nexus-Besitzer.

Dieses Mockup soll den derzeitigen Stand der Fernzugriffs-Support-App von Google zeigen.
Vergrößern Dieses Mockup soll den derzeitigen Stand der Fernzugriffs-Support-App von Google zeigen.
© Androidpolice

Der Google-Support-Mitarbeiter würde danach den Bildschirm des Nexus-Gerätes sehen. Worauf genau der Google-Mitarbeiter dann auf dem Nexus-Gerät Zugriff hat, ist unbekannt.

Androidpolice will das von einem Informanten erfahren haben, der/die sich in der Vergangenheit als zuverlässig erwiesen haben soll. Wie die Support-App final heißen soll, weiß Androidpolice nicht. Ebenso ist der Veröffentlichungstermin der App unbekannt. Allerdings hält es Androidpolice für sehr wahrscheinlich, dass Google die Support-App zusammen mit den nächsten Nexus-Smartphones Marlin und Sailfish von HTC vorstellen könnte.

Force Touch

Wie gizmochial.com spekuliert, könnte das nächste Nexus-Smartphone auch Force Touch unterstützen. Derzeit findet man Force Touch, das Apple als 3D Touch bezeichnet, nur in wenigen Smartphones wie dem Huawei Mate S, dem ZTE Aton mini und vor allem im iPhone 6S/6S Plus und der Apple Watch.

Eine Ungewissheit bleibt aber: Ob Google die Unterstützung für Force Touch von Anfang an in Android 7 integrieren wird, steht derzeit noch nicht fest. Zwar berichteten einige auf Android spezialisierte Technikseiten wie Phandroid, dass Google in Android 7.0 die Unterstützung von drucksensitiven Touchscreens implementierten würde. Das würde den Smartphone-Herstellern die Integration von Force Touch erleichtern, weil die Hersteller die dafür nötige Software-Technologie nicht mehr selbst entwickeln müssen, sondern auf die von Google geschaffene Basis zurückgreifen können. Google wiederum würde damit Wildwuchs bei der Force-Technologie vermeiden, sprich: Ein Nebeneinander unterschiedlicher Hersteller-abhängiger Lösungen. Und einige Marktbeobachter gehen davon aus, dass die nächsten Google-Smartphones der Nexus-Reihe eine derartige Funktion unterstützen werden. Doch sicher ist bis jetzt nichts und zuletzt häuften sich die Meldungen, dass Android 7.0 kein Force Touch bieten werde.

Nexus 2016 mit pOLED?

Der erwiesenermaßen gut informierte Leaker Evan Blass, der bereits zum Samsung Galaxy S7/S7 Edge viele Details richtig vorausgesagt hatte, twitterte das Foto eines nicht näher bezeichneten Smartphones. Zu dem Foto hat Evans diesen Text geschrieben: “Ihr könnt eure G5 oder S7 Edge behalten; Ich bin zukunftssicher“. Danach folgt der Hashtag #POLED:

Mit dem "Poled" ist offensichtlich der Touchscreen gemeint: Mit pOLED-Displays bezeichnet man OLED-Bildschirme, die statt Glas Kunststoff verwenden. Solche pOLED-Displays sind also annähernd bruchsicher und können zudem gebogen werden. Außerdem kann man damit den Bildschirm randlos gestalten.

Der Tweet von Evan Blass.
Vergrößern Der Tweet von Evan Blass.
© Evan Blass

Dünner und leichter sind solche Bildschirme auch noch. Sowohl LG als auch Samsung experimentieren bereits mit pOLED-Displays. Das LG Flex sowie dessen Nachfolger Flex 2 sind Beispiele für Smartphones mit einem gebogenen organischen Bildschirm, bei denen das Glas durch bruchsicheren Kunststoff ersetzt wurde.

Dieses Foto vom Nexus 2016 twitterte Blass.
Vergrößern Dieses Foto vom Nexus 2016 twitterte Blass.
© Evan Blass

So viel also zum pOLED. Noch gibt es keinen Beweis, dass das Google Nexus 2016 einen pOLED-Bildschirm besitzen soll. Doch das „zukunftssicher“ von Evans könnte ein Hinweis darauf sein. Denn nur für Nexus-Geräte bekommt man innerhalb der Androidwelt längerfristig Software-Updates (wie es sonst nur beim Apple iPhone der Fall ist). Insofern wäre ein Nexus 2016 also tatsächlich zukunftssicher. Im Unterschied zum Samsung Galaxy S7/S7 Edge oder dem LG G5, für die vermutlich nur für einen sehr begrenzten Zeitraum Betriebssystem-Updates erscheinen werden.

Video: LG G Flex 2 - Hands-on / Erster Test

Wirtschaftliche und technische Bedeutung

Durch die Gerüchte über den 3-Jahres-Vertrag stieg der Aktienkurs von HTC und erreichte an der Börse in Taiwan ein 10-Monats-Hoch, wie Digitimes vor einiger Zeit berichtete. HTC kommentiert die Gerüchte nicht. Sollte HTC tatsächlich den 3-Jahres-Deal an Land ziehen können, so wäre das ein Segen für das seit Jahren von Rückschlägen und Misserfolgen heimgesuchte Unternehmen.

Google wiederum könnte mit einem erfolgreichen Nexus 2016-Launch die Fragmentierung von Android reduzieren. Denn anders als die Android-Smartphones von Samsung, LG, Sony und anderen Herstellern bekommen die Nexus-Geräte für längere Zeit immer die jeweils neueste Android-Version zur Verfügung gestellt. Verkaufen sich die Nexus 2016-Modelle also besser als ihre Vorgänger, dann würde sich der Marktnnteil der jeweils neuesten Android-Version erhöhen.

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