Spiele-Notebook

Gigabyte P2742

Dienstag den 17.09.2013 um 09:30 Uhr

von Thomas Rau

Gigabyte P2742G (GA-P2742G-B)
Gigabyte P2742G (GA-P2742G-B)
Preisentwicklung zum Produkt
Spiele-Notebook mit Geforce GTX 660M im Test: Gigabyte P2742
Vergrößern Spiele-Notebook mit Geforce GTX 660M im Test: Gigabyte P2742
Alle sprechen von Tablets und Ultrabooks. Doch große 17-Zoll-Laptops haben immer noch eine Daseinsberechtigung - zum Beispiel als kraftvolle Spielemaschine wie das Gigabyte P2742.
Über drei Kilo schwer, auch das Netzteil wiegt kräftige 900 Gramm: Das Gigabyte P2742 nennt sich zwar Notebook, besonders mobil ist es aber nicht. Macht aber nichts, denn beim 17,3-Zoll-Laptop geht es vor allem um Spiele-Leistung. Die soll die Geforce GTC 660M mit 2 GB RAM in Verbindung mit dem Quad-Core-Prozessor Core i7-3630QM sowie 8 GB RAM liefern.
Das Gigabyte P2742 sitzt in einem auffälligen orangen
Gehäuse
Vergrößern Das Gigabyte P2742 sitzt in einem auffälligen orangen Gehäuse

3D-Leistung

Im synthetischen Benchmark 3D Mark 11 ordnet sich der GTX 660M auf dem Niveau der GT 750M ein, dem er bei Shader-Anzahl (384) und Speicherbandbreite (128 Bit) gleicht. Der Abstand zu Mittelklasse-Chips wie dem GT 650M und dem GT740M ist mit rund 16 Prozent relativ deutlich.

Allerdings sitzt im Gigabyte-Notebook ein Full-HD-Display: Die Grafikkarte muss also 1920 x 1080 Bildpunkte möglichst schnell bewegen - und das überfordert sie je nach Spiel manchmal. Bei Battlefield 3 reicht es beispielsweise nicht für die Ultra-Einstellungen - da ruckelt es mit 21 Bildern pro Sekunde sichtbar. Auch bei hoher Detailstufe wird es mit durchschnittlich 29 fps noch knapp. Erst wenn Sie in Full-HD auf mittlere Details herunterschalten, dreht das P2742 auf 39 fps hoch.

Bei älteren Spielen gibt es dagegen absolut kein Leistungsproblem - ein Beispiel gefällig? Far Cry 2 läuft in Full-HD und Ultra-Einstellungen mit 8facher Kantenglättung mit 43 Bildern pro Sekunde.

Der Umschaltknopf zwischen interner und externer
Grafikkarte ist eigentlich überflüssig - Nvidia Optimus regelt das
automatisch
Vergrößern Der Umschaltknopf zwischen interner und externer Grafikkarte ist eigentlich überflüssig - Nvidia Optimus regelt das automatisch

Neben der Geforce-Karte arbeitet die integrierte Prozessor-Grafik der Sandy-Bridge-CPU. Dank der Optimus-Technik läuft immer der passende Grafikchip, den Umschaltknopf über der Tastatur beim P2742 braucht es also eigentlich nicht. Betätigen Sie ihn trotzdem während eines Spiels, stürzt es ab.

Systemleistung und Ausstattung

Die Leistung stimmt - das gilt auch für Anwendungen abseits von Spielen. Gigabyte stellt dem Quad-Core-Prozessor eine Terabyte-Festplatte zur Seite und vor allem eine 128 GB große SATA-III-SSD. Damit sind Sie auch für aufwändige Multimedia-Anwendungen gut aufgestellt.

Die Ausstattung des P2742 ist ordentlich: Unter anderem mit Blu-ray-Laufwerk, Gigabit-LAN-Anschluss und zwei USB-3.0-Buchsen - eiegtnlich drei, denn eine USB-/e-SATA-Kombi-Buchse hat das Gigabyte-Notebook auch noch an Bord . Das WLAN funkt allerdings nur über 2,4 GHz.

Akkulaufzeit und Bildschirm

Das P2742 leistet sich wenig Schwächen - auch in den Diziplinen, in denen Spiele-Notebooks normalerweise nicht glänzen: Im Akkutest hält es knapp 4,5 Stunden durch, braucht dazu aber einen massiven 78-Wattstunden-Akku sowie einen gebremsten Prozessor. Daher arbeitet es im Akkubetrieb langsamer als ein Ultrabook, schluckt mit knapp 18 Watt aber trotzdem mehr als doppelt so viel.

Der Full-HD-Bildschirm ist recht hell und zeigt einen ordentlichen Kontrast. Der Lüfter bleibt auch unter Last mit weniger als zwei Sone verhältnismäßig leise und das Gehäuse erhitzt sich kaum - besonders nicht an der Handballenablage, wo es Spieler am ehesten stört.

Die sollten aber zu einer speziellen Tastatur und einer Spiele-Maus greifen, denn Tastatur und Touchpad im P2742 werden die meisten nicht zufrieden stellen. Das Touchpad ist zu klein und reagiert ungenau, die Tastatur bieten einen guten Hub, sind aber teilweise klapprig eingebaut.

Gigabyte P2742 im Test: Fazit

Für den ultimativen Spiele-Kick reicht die Geforce GTX 660M im Gigabyte P2742 nicht aus. Aber wenn Ihnen auch ohne Ultra-Einstellungen das Zocken Spaß macht, dürfen Sie zugreifen. Zumal beim Gigabyte-Notebook die Displayqualität stimmt und es weder zu sehr lärmt noch zu heiß wird.

Gigabyte P2742 Testergebnisse
3D Mark 11 P2603
Battlefield 3 21 fps (1920 x 1080, Ultra) / 29 fps (1920 x 1080, Hoch) / 39 (1920 x 1080, Mittel)
Far Cry 2 55 fps (1920 x 1080, Ultra) / 43 (1920 x 1080, Ultra, 8xFSAA)
PC Mark 07 4382 Punkte
Akkulaufzeit 4:24 Stunden
Display: Helligkeit 223 cd/qm
Display: Kontrast 737:1
Lautstärke Last 1,9 Sone
Gigabyte P2742 Ausstattung
Preis 1100 Euro
Prozessor Intel Core i7-3630QM (2,4 GHz)
Arbeitsspeicher 8 GB DDR3-1600
Festplatte 128 GB SSD (SATA-III), Toshiba MQ01AB0100 (931,51 GB, SATA-II)
optisches Laufwerk Blu-ray-Combo
Grafikkarte Nvidia Geforce GTC 660M (2 GB RAM)
Display 17,3 Zoll, 1920 x 1080 Pixel
Gewicht 3,22 Kilogramm (Netzteil: 900 Gramm)
Anschlüsse VGA, HDMI, 3 USB 3.0 (davon 1 USB/e-SATA-Kombiport), 1 USB 2.0, LAN, Audio-In, Audio-Out, Digital-Audio-Out, SD-Kartenleser, Web-Kamera
Netzwerk Gigabit-LAN, 11n-WLAN (2,4 GHz), Bluetooth

Dienstag den 17.09.2013 um 09:30 Uhr

von Thomas Rau

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