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Gigabyte Radeon R9 290X OC im Test

05.03.2014 | 13:55 Uhr |

Gigabyte setzt auf drei Lüfter und einen leicht angehobenen Grafikchip-Takt, um brachiale Grafik-Leistung zu bieten. Inwieweit sich die Grafikkarte vom AMD-Referenzmodell noch unterscheidet und ob die Betriebstemperaturen immer noch kritisch sind, erfahren Sie im Test.

Custom-Designs des aktuellen AMD-Flaggschiffs Radeon R9 290X sind gefragt, da der neue Grafikchip in der Referenzversion ziemlich heißt läuft. Das Modell von Gigabyte könnte hier aber Abhilfe schaffen.

Ausstattung: Drei Lüfter für die Wärmeabfuhr

Die im Oktober 2013 vorgestellte Hawaii-GPU von AMD ist die aktuelle Spitzenklasse des Chip-Herstellers. Und die beeindruckt mit über 2800 Shader-Einheiten (respektive Stream-Prozessoren), einem obszön breiten 512-Bit-Speicherinterface sowie satten 4 GB GDDR5-Videospeicher. Für Details zum Grafikchip verweisen wir Sie auf den Test des Referenz-Modells von AMD . In der Gigabyte-Version ist lediglich der GPU-Takt von 1000 auf 1040 MHz gestiegen, während der Rest gleich geblieben ist.

Die technischen Daten aus GPU-Z zeigen einen leicht erhöhten Grafikchip-Takt.
Vergrößern Die technischen Daten aus GPU-Z zeigen einen leicht erhöhten Grafikchip-Takt.

Die größte Veränderung gibt es nach wie vor bei der Kühlung: Während AMD bei seiner Vorzeigekarte auf einen Lüfter setzt, schnallt Gigabyte gleich drei auf die Grafikkarte. „Triangle Cool“ nennt der taiwanische Hersteller die Kühltechnik, bei der die Turbulenzen zwischen den Lüftern geringer ausfallen soll und die Kühlleistung um 35 Prozent gegenüber anderen Lösungen zu steigern. Deshalb sind auch die Radiatoren entsprechend quer aufgebaut, um den Luftstrom nicht zu behindern.

Ein kleiner Umschalter in der Nähe des Crossfire-Anschlusses verstellt die Lüfter in zwei Modi: Im „Silent Mode“ drehen die Lüfter stets in niedrigen Geschwindigkeiten, um eine hohe Geräuschentwicklung zu vermeiden, erst ab einer bestimmten hohen Temperatur drehen sie auf. Im „Performance Mode“ ist die Lüftergeschwindigkeit direkt an die Temperatur der GPU gekoppelt, was unter Umständen natürlich auch lauter, aber kühler ist.

Der Lieferumfang fällt recht kläglich aus, Battlefield 4 ist zumindest bei dieser Verkaufsversion nicht inklusive und bei der Software kommt lediglich ein Monitoring-Tool mit. Bei einem Preis von knapp 500 Euro ist das einfach zu wenig. Neben DirectX 11.2 (den Tiled Resources) beherrscht der Pixelbeschleuniger auch Mantle . Des Weiteren gibt es auch einen kleinen Umschalter

AUSSTATTUNG

Gigabyte Radeon R9 290X OC (Note: 3.89)

Video-Anschlüsse

Displayport

1

HDMI

1

DVI

2

beigelegte Adapter

1x DVI-auf-VGA-Adapter, 1x Stromkabel, 1x Crossfire-Brücke

beigelegte Programme

Gigabyte OC Guru II

beigelegte Spiele

nicht vorhanden

Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme

4

TECHNISCHE DATEN

Gigabyte Radeon R9 290X OC

Grafikprozessor (Takt)

AMD Hawaii

GPU-Takt

1040 MHz

Anschluss

PCI Express x16 3.0

Anzahl der Shader

2816

Shader-Takt

1040 MHz

DirectX-Version

11.2

Speicher-Größe

4096 MB

Speicher-Typ

GDDR5-RAM

Speicher-Takt

1250 MHz

Speicher-Busbreite

512 Bit

Grafikkarten-Bios

015.042.000.000.000000

Grafikkarten-Treiber

Catalyst 13.12 (13.251.0.0)

Kartenlänge

29,4 Zentimeter

Kartenbreite

2 Steckplätze

Stromanschluss

2x (1x 8polig, 1x 6polig)

Saubere Computing-Leistung

Die Leistung über die DirectX-API Direct Compute ist einwandfrei.
Vergrößern Die Leistung über die DirectX-API Direct Compute ist einwandfrei.

Sowohl im OpenCL-Test Luxmark, als auch im Direct-Compute-Benchmark Computemark setzt sich die Gigabyte Radeon R9 290X OC weit vor die Konkurrenz, sogar weit vor die Modelle aus dem eigenen Hause. Übrigens unterstützt der Grafikchip auch die neuste OpenGL-Version 4.3.

MULTIMEDIA-LEISTUNG

Gigabyte Radeon R9 290X OC (Note: 1.36)

Direct Compute (Computemark, 1920 x 1080 Pixel, Preset: Complex)

2512 Punkte

OpenCL-Leistung (Luxmark 2.0, Sala-Benchmark)

3220 Tausend Samples/Sekunde

Satte Spiele-Leistung

Im 3DMark übertrifft die R9 290X alle anderen Grafikkarten im Testfeld.
Vergrößern Im 3DMark übertrifft die R9 290X alle anderen Grafikkarten im Testfeld.

In den Spiele-Benchmarks kommen wir bei jedem getesteten Spiel auf butterweiche Bildraten – sehr schön! Besonders in höheren Auflösungen spielt die Grafikkarte ihre dicke Speicher-Ausstattung aus, in Full-HD stellt wohl kein aktuelles Spiel die Karte vor große Herausforderungen. Im 3DMark gibt es nichts zu mäkeln, die Punktzahlen sind aktuelle Spitzenreiter im Testfeld.

So tunen Sie Ihre AMD-Radeon-Grafikkarte

SPIELE-LEISTUNG

Gigabyte Radeon R9 290X OC (Note: 1.27)

Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

81 Bilder/s

Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

130 Bilder/s

Tomb Raider: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

79 Bilder/s

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Ice Storm)

171 847 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Cloud Gate)

29 048 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Fire Strike)

9951 Punkte

Hungrige Umwelt-Eigenschaften

Vier Bildschirme sind ohne zusätzliche Hubs oder Adapter kein Problem mehr.
Vergrößern Vier Bildschirme sind ohne zusätzliche Hubs oder Adapter kein Problem mehr.
© Gigabyte

Aufgrund der tollen Leistungswerte ist es kaum eine Überraschung, dass die gesamte Testplattform mit der Gigabyte Radeon R9 290X OC knapp 500 Watt aufnimmt, für den Betrieb ist ein 8-poliger sowie ein 6-poliger PCI-Express-Anschluss des Netzteils nötig. Unter Last rauschen aber auch die Lüfter merklich auf, im Gegenzug befindet sich die Temperatur mit maximal 80 Grad Celsius in einem vertretbaren Rahmen.

UMWELT UND GESUNDHEIT

Gigabyte Radeon R9 290X OC (Note: 2.82)

Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf

158 Watt

Stromverbrauch des Test-PCs: Last

491 Watt

Betriebsgeräusch: Leerlauf

0,5 Sone

Betriebsgeräusch: Last

1,2 Sone

Temperatur: Leerlauf

40° Celsius

Temperatur: Last

80° Celsius

Test-Fazit zur Gigabyte Radeon R9 290X OC

Grafik-Flaggschiff mit tadellosen Leistungswerten inklusive kläglichem Lieferumfang und hohem Stromverbrauch zum happigen Preis.
Vergrößern Grafik-Flaggschiff mit tadellosen Leistungswerten inklusive kläglichem Lieferumfang und hohem Stromverbrauch zum happigen Preis.
© Gigabyte

Das Grafik-Flaggschiff auf AMD-Basis hat Gigabyte gründlich überarbeitet und verbessert neben der Lautstärke auch die Betriebstemperatur. Besonders in hohen Auflösungen spielt die Grafikkarte ihre Stärken aus, denn in Full-HD ist sie fast schon unterfordert. Wer also auf mehreren Monitoren oder in 3D spielt und nie unter die maximalen Grafikeinstellungen geht, der muss sich mit der Gigabyte Radeon R9 290X OC keine Sorgen machen. Allerdings verbraucht die Grafikkarte recht viel Strom, arbeitet etwas zu laut und der Lieferumfang fällt recht kläglich aus. Der Preis von knapp 500 Euro ist letztendlich recht teuer.

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

Gigabyte Radeon R9 290X OC

Testnote

gut (2.22)

Preisurteil

teuer

Spiele-Leistung (40%)

1,27

Umwelt und Gesundheit (25%)

2,82

Ausstattung (15%)

3,89

Multimedia-Leistung (11%)

1,36

Service (9%)

3,03

Service

Gigabyte Radeon R9 290X OC (Note: 3.03)

Garantiedauer

24 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

01803/428468 / ja / nein / 9 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

www.gigabyte.de / ja / ja / ja / ja

ALLGEMEINE DATEN

Gigabyte Radeon R9 290X OC

Testkategorie

Grafikkarten

Grafikkarten-Hersteller

Gigabyte

Internetadresse von Gigabyte

www.gigabyte.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

490 Euro

Gigabytes technische Hotline

01803/428468

Garantie des Herstellers

24 Monate

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