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Gigabyte Geforce GTX 770 OC im Test

03.07.2013 | 10:10 Uhr |

Gigabyte überarbeitet sein Windforce-Kühldesign, bestaunen lassen sich nun drei Lüfter über einem übertakteten Kepler-Chip. Wir haben die neue Geforce GTX 770 im Custom-Design des taiwanischen Boardpartners für Sie im Test.

Wenn Sie auf gute Kühlung bei einer Grafikkarte setzen, dann schauen Sie sich vermutlich nach einem Modell um, das über viele Lüfter verfügt – was wiederum keine Garantie für kühlere Temperaturen ist. Gigabyte hat sich auf jeden Fall nicht lumpen lassen und verbaut gleich drei Lüfter, womit die Geforce GTX 770 OC Windforce 3X geboren wäre. Wie viel mehr Leistung Sie gegenüber zur Referenz erwarten dürfen, erfahren Sie im Test.

Multimedia-Leistung: stark unter Direct Compute

Gute Computing-Leistung via Direct Compute.
Vergrößern Gute Computing-Leistung via Direct Compute.

Der übertaktete Nvidia-Grafikchip leistet vor allem über die Programmierschnittstelle Direct Compute gute Arbeit. Die API ist Bestandteil von Microsofts DirectX und ermöglicht die Nutzung der parallelen Rechenleistung der GPU in unterstützten Anwendungen. Der offene Standard und damit fast schon das Pendant dazu wäre OpenCL, das der Benchmark Luxmark 2.0 nutzt, um die GPGPU-Leistung zu prüfen. Hier ist das Resultat allerdings eher moderat. Die beiden Ergebnisse übertreffen dennoch eine Geforce GTX 770 im Referenzdesign. Selbst das ehemalige Flaggschiff Geforce GTX 680 kann trotz der fast gleichen Ausstattung nicht mithalten.

MULTIMEDIA-LEISTUNG

Gigabyte Geforce GTX 770 OC (Note: 3.53)

Direct Compute (Computemark, 1920 x 1080 Pixel, Preset: Complex)

1724 Punkte

OpenCL-Leistung (Luxmark 2.0, Sala-Benchmark)

688 Tausend Samples/Sekunde

Spiele-Leistung: deutlich flottere Bildraten

Ergebnisse aller drei Stages.
Vergrößern Ergebnisse aller drei Stages.

Bei den Spiele-Tests schneidet die Gigabyte Geforce GTX 770 OC im Schnitt sogar um 8 Prozent flotter ab als Nvidias Referenzdesign. Klar, denn irgendwo müssen sich die höheren Taktraten schließlich bemerkbar machen. Über ruckelnde Games müssen Sie sich mit dieser Grafikkarte ganz sicher keine Sorgen machen. Noch eine Stufe komplexer und aufwändiger geht es beim neuen 3DMark zu, der in drei aufsteigenden Leistungsstufen den Grafikchip auf die Probe stellt. Die Ergebnisse sind durchweg gut und auch wieder besser als bei der Referenz, und selbst die hat schon eine herkömmliche Geforce GTX 680 geschlagen.

Ratgeber: So tunen Sie Ihre Nvidia-Geforce-Grafikkarte

SPIELE-LEISTUNG

Gigabyte Geforce GTX 770 OC (Note: 1.28)

Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

72 Bilder/s

Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

105 Bilder/s

Tomb Raider: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

63 Bilder/s

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Ice Storm)

140 055 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Cloud Gate)

24 383 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Fire Strike)

7302 Punkte

Ausstattung der Gigabyte Geforce GTX 770 OC: einsamer Wolf

Der Grafikchip aus der 28-Nanometer-Fertigung ist im Prinzip ein übertakteter Kepler (GK104) mit neuen Speichermodulen, und zwar den aktuell schnellsten auf dem Markt. Gigabyte hat noch weiter an den Taktraten gedreht und kommt beim Grafikchip auf standardmäßige 1137 MHz, der Speichertakt bleibt gleich. Da es sich um einen Nvidia-Chip handelt, kommen Sie in den Genuss verschiedener Funktionen und Techniken, die vor allem den Gamer im Fokus haben. Zum Beispiel die automatische sowie dynamische Übertaktung GPU Boost 2.0 oder die Physik-Berechnung PhysX. 

An Schnittstellen stehen Ihnen insgesamt vier an der Zahl zur Verfügung, im Modus "3D Vision Surround" dürfen Sie deshalb gleich vier Monitore parallel ansteuern. Beim Lieferumfang zeigt sich Gigabyte ziemlich geizig, denn außer einem Stromkabel, der obligatorischen Treiber-CD und einer gedruckten Anleitung liefert der Boardpartner nichts mehr mit, nicht einmal den klassischen DVI-auf-VGA-Adapter. Software oder Spiele-Coupons lassen sich ebenfalls nicht finden.

AUSSTATTUNG

Gigabyte Geforce GTX 770 OC (Note: 4.40)

Video-Anschlüsse

Displayport

1

HDMI

1

DVI

2

beigelegte Adapter

2x Strom

beigelegte Programme

nicht vorhanden

beigelegte Spiele

nicht vorhanden

Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme

4

TECHNISCHE DATEN

Gigabyte Geforce GTX 770 OC

Grafikprozessor

Nvidia GK104

GPU-Takt

1137 MHz

Anschluss

PCI Express x16 3.0

Anzahl der Shader

1536

Shader-Takt

1137 MHz

DirectX-Version

11.0

Speicher-Größe

2048 MB

Speicher-Typ

GDDR5-RAM

Speicher-Takt

1753 MHz

Speicher-Busbreite

256 Bit

Grafikkarten-Bios

80.04.B4.00.19

Grafikkarten-Treiber

Forceware 320.39 (9.18.13.2039)

Kartenlänge

29,2 Zentimeter

Kartenbreite

2 Steckplätze

Stromanschluss

2x (1x 6polig, 1x 8polig)

Umwelt-Eigenschaften: ziemlich unauffällig

Das Kühldesign Windforce ist schön flach.
Vergrößern Das Kühldesign Windforce ist schön flach.
© Gigabyte

Trotz der drei verbauten Lüfter des Windforce-Designs erweist sich die Grafikkarte als recht unauffällig beim Betriebsgeräusch, und das selbst bei großer Auslastung. Gleichzeitig halten sie den Chip auch noch auf einem niedrigen Temperatur-Niveau, was besonders passionierten Overclockern gefallen dürfte. Die etwas hohe Leistungsaufnahme ist bei den erhöhten Taktraten keine Überraschung, tatsächlich nimmt die GTX 770 OC etwas weniger Energie auf als die Referenz. Das Kühldesign selbst beeindruckt mit hochwertiger Verarbeitung und Materialien. Um die Karte mit ausreichend Strom zu versorgen benötigen Sie einen 6- und 8poligen Netzteil-Stecker.

UMWELT UND GESUNDHEIT

Gigabyte Geforce GTX 770 OC (Note: 3.22)

Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf

92 Watt

Stromverbrauch des Test-PCs: Last

332 Watt

Betriebsgeräusch: Leerlauf

0,8 Sone

Betriebsgeräusch: Last

1,5 Sone

Temperatur: Leerlauf

23° Celsius

Temperatur: Last

69° Celsius

Test-Fazit zur Gigabyte Geforce GTX 770 OC

© Gigabyte

Bei der Gigabyte Geforce GTX 770 OC ist vor allem das Kühldesign gut durchdacht und hochwertig verarbeitet: Die Karte arbeitet stets kühl und dabei auch noch recht leise. Die erhöhten Taktraten ab Werk gewähren der Grafikkarte noch einmal einen nicht zu verachtenden Leistungsschub, der sich in der Praxis durchaus bemerkbar macht – obwohl das extra Plus nicht einmal nötig wäre. Der Verkaufspreis liegt sogar noch unter der offiziellen Preisangabe, die Nvidia empfohlen hat. In Sachen Preis-Leistung ist die Gigabyte-Karte ein echter Hingucker.

Die Leistungsaufnahme ist im Hinblick auf die gezeigte Leistung gerechtfertigt, aber dennoch etwas zu hoch. Auch ist das Ergebnis im OpenCL-Benchmark vergleichsweise schwach. Beim Lieferumfang schneidet sich Gigabyte ins eigene Fleisch, denn so wenig nützlichen Verpackungsinhalt müssen wir bestrafen.

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

Gigabyte Geforce GTX 770 OC

Testnote

befriedigend (2.95)

Preisurteil

preiswert

Multimedia-Leistung (30%)

3,53

Spiele-Leistung (30%)

1,28

Ausstattung (20%)

4,40

Umwelt und Gesundheit (15%)

3,22

Service (5%)

2,83

Service

Gigabyte Geforce GTX 770 OC (Note: 2.83)

Garantiedauer

24 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

01803/428468 / ja / nein / 9 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

www.gigabyte.de / ja / ja / ja / ja

ALLGEMEINE DATEN

Gigabyte Geforce GTX 770 OC

Testkategorie

Grafikkarten

Grafikkarten-Hersteller

Gigabyte

Internetadresse von Gigabyte

www.gigabyte.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

351 Euro

Gigabytes technische Hotline

01803/428468

Garantie des Herstellers

24 Monate

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