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Die besten Soundkarten für Spiele-Fans

27.11.2007 | 12:55 Uhr |

Ohne mitreißende Sounduntermalung schafft auch die stimmigste Grafik keine fesselnde Spieleatmosphäre. Wir erklären die für Spieler relevanten Verfahren und testen die drei wichtigsten Soundkarten.

Visuell sind alle Spiele längst in der dritten Dimension angekommen. Auch klanglich tun sich Räume auf - obgleich weit weniger beachtet als Grafik, Physik & Co. Schließlich lässt sich guter Surround-Sound nur unzureichend mit Screenshots zeigen.

Trotzdem Fakt: Wer in Stereo und mit müdem Onboard-Sound spielt, dem entgeht sehr häufig ein dicker Brocken Atmosphäre. Wir entschlüsseln die wichtigsten Sound-Techniken und testen mit der brandneuen Asus Xonar D2 ( 180 Euro ), Creatives X-Fi Xtreme Gamer Fatal1ty Professional Series ( 120 Euro ) sowie Razers AC-1 Barracuda ( 200 Euro ) drei aktuelle Soundkarten auf Spieletauglichkeit.

EAX ist eine Entwicklung von Creative und beschreibt ein Verfahren, dass Spielesounds passend zur Umgebung im Spiel verändert: So hallen Schritte in weitläufigen Höhlen fast lebensgetreu nach, oder Geräusche werden von im Weg stehenden Wänden je nach Anordnung im Spiel annähernd realistisch gedämpft.

Die aktuelle Version EAX 5.0 Advanced HD beherrscht allerdings nur die X-Fi-Serie. Für Soundkarten der Konkurrenz wie etwa die Xonar D2, die AC-1 Barracuda oder auch viele Onboard-Soundchips hat Creative lediglich das veraltete EAX 2.0 freigegeben, das nur wenige, nicht sehr überzeugende Effekte beherrscht. Allerdings müssen Spiele EAX 5.0 explizit unterstützen, was immer noch längst nicht alle Titel machen, die neu auf den Markt kommen.

Dafür profitieren einige Blockbuster wie das kommende Unreal Tournament 3, Bioshock oder die aktuellen Battlefield-Teile deutlich von EAX 5.0. Zwangsläufig baut die X-Fi in diesen EAX-5.0-Spielen die mit Abstand beeindruckendste Soundkulisse in unserem Vergleichstest auf.

Die meisten Spiele liefern heute bereits ein Surroundsignal, das räumliche Informationen über die abgespielten Klänge an den Soundchip liefert. Musik oder ältere Filme besitzen dagegen häufig nur ein Stereosignal mit Informationen für je einen Kanal links und rechts. Auf der Empfängerseite gibt es aber von Stereo- bis hin zu 5.1- oder 7.1-Lautsprechern eine Vielzahl an Wiedergabegeräten.

Daher beherrschen alle getesteten Soundkarten das sogenannte Upmixing, also das Verteilen eines Klangsignals auf das jeweils passende Lautsprechersystem. Damit können Sie etwa Ihre Musikstücke (Stereo) problemlos auf allen Lautsprechern eines 5.1-Systems wiedergeben, oder den 5.1-Sound eines Spiels auf einer 7.1-Anlage. Die Techniken heißen Dolby Pro Logic IIx und DTS NeoPC bei Xonar D2 und AC-1 Barracuda sowie CMSS-3D bei Creatives X-Fi.

Klanglich fehlen deutlich hörbare Unterschiede: Alle Verfahren erledigen die gestellte Aufgabe je nach Ausgangsmaterial mehr oder weniger gleich gut.

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