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Garmin nüvi 2599 im Praxistest

04.09.2014 | 09:00 Uhr |

Wir konnten das neue Garmin nüvi 2599 bereits vor dem Verkaufsstart testen. Das Navigationsgerät beeindruckt mit guter Bedienbarkeit, exakten Echtzeitverkehrsinformationen und einigen nützlichen Dreingaben.

Garmin ersetzt mit der neuen x9-Serie die Navigationsgeräte der bisherigen Modellreihen x7 und x8. Die x9er-Familie umfasst zum Start vier Geräte: nüvi 2569 LMT-D (199 Euro), 2599 LMT-D (219 Euro), 2699 LMT-D (249 Euro) und 2799 LMT-D (329 Euro inklusive eines Gutscheins für eine fahrzeugspezifische Halterung von Autonet im Wert von 49 Euro). Die zweite Ziffer aus der vierstelligen Gerätebezeichnung gibt die Größe der Bildschirm-Diagonale an, also 5 Zoll, 6 Zoll und 7 Zoll.

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Uns stand das 5-zollige Garmin nüvi 2599 für einen Test zur Verfügung. Ein durchaus schickes PND mit einem hochwertig erscheinenden Gehäuse und Echtglas-Display.

Das Garmin nüvi 2569 mit Abbiege-Assistent
Vergrößern Das Garmin nüvi 2569 mit Abbiege-Assistent
© Garmin

 

Gute Bedienbarkeit: Schnell und treffsicher

Viel wichtiger als gelungene Optik und Echtglas sind jedoch die Haptik und die Bedienbarkeit des Bildschirms. Hier gibt es nichts zu meckern. Der kapazitive Bildschirm reagiert flott auf Eingaben, Menüs fahren schnell aus und ein. In der Karte kann man sich per Fingerwisch bewegen und mit Pinch-to-Zoom ein- und auszoomen.

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Gut: Die Menü-Flächen sind vergleichsweise groß, man kann sie auch während der Fahrt relativ treffsicher bedienen. Das reduziert die Ablenkungsgefahr und erhöht die Fahrsicherheit.

Das Garmin nüvi 2699
Vergrößern Das Garmin nüvi 2699
© Garmin

Kartendarstellung und Navigation

Die Kartendarstellung ist schlicht, aber durchaus übersichtlich und zielführend. Auf eine Google Earth-Ansicht oder Fotos von Panoramio verzichtet Garmin allerdings. Das ist insofern schade, weil diese fotorealistischen Ansichten die Orientierung an fremden Orten durchaus erleichtern. Fairerweise muss man aber sagen, dass auch Konkurrent TomTom diese Features nicht anbietet. Google Earth und Panoramio werden allerdings zunehmend in fest eingebauten und hochpreisigen Navigationssystemen wie Audi Connect , Volkswagen Discover Pro oder Toyota Touch 2 & Go Plus integriert.

Ziele können Sie entweder mit dem Finger oder per Sprachbefehl eingeben. Zudem können Sie nicht nur nach POIs suchen, sondern auch Foursquare-Empfehlungen bei der Auswahl eines Zieles, wie beispielsweise ein gutes Restaurant in einer fremden Stadt, verwenden.

Das Garmin nüvi 2599
Vergrößern Das Garmin nüvi 2599
© Garmin

POIs mit Foursquare-Unterstützung

Die auf der Karte eingeblendeten POI-Icons kann man mit dem Finger antippen und dann sofort die Navigation dorthin starten. Das klappte reibungslos. Die Suche nach POIs führte uns problemlos zum Hundertwasserturm in Abensberg, scheiterte jedoch bei Müllnerhof, einer kleinen aber gerade von Radtouristen eifrig besuchten Einkehrgaststätte auf dem flachen Land. Den dazu gehörigen Ort Schwarzach fand das Nüvi jedoch und lotste uns korrekt dorthin.

Während der Fahrt stehen die gewohnten Komfort-Funktionen wie Abbiege-Assistent, Spurassistent (mit sehr exakten Angaben wie „wählen Sie die zweite Fahrbahn von links“), eine schnelle und und in der Regel zuverlässige Tag- Nacht-Umschaltung und beispielsweise Hinweise auf Geschwindigkeitsbegrenzungen zur Verfügung.

Das Garmin nüvi 2599 (unser Testgerät). Die POI-Icons auf der Karte kann man antippen. Dann erhält man zu jedem Eintrag weitere Informationen. Falls gewünscht, kann man sich sofort dorthin navigieren lassen.
Vergrößern Das Garmin nüvi 2599 (unser Testgerät). Die POI-Icons auf der Karte kann man antippen. Dann erhält man zu jedem Eintrag weitere Informationen. Falls gewünscht, kann man sich sofort dorthin navigieren lassen.
© Garmin

Tag-Nachtumschaltung

Über einen Lichtsensor verfügt das nüvi nicht. Die Tag-Nachtumschaltung erfolgt stattdessen über das GPS-Signal in Kombination mit der Karte. Das nüvi erkennt Tunnel anhand des Kartenmaterials und schaltet die Ansicht automatisch um. Das erlebten wir, als das nüvi in einem Fall das Display von hell auf dunkel umschaltete, als wir tagsüber im Freien oberhalb eines Tunnels standen. Das Navi hatte uns aber durch den Tunnel lotsen wollen und glaubte anhand des GPS-Signals, dass wir uns eben im Tunnel befinden würden. Ansonsten erfolgt die Tag- Nachtumschaltung kalendermäßig abhängig von der Tageszeit.

Schnelle Routenberechnung , fehlende Übersichtskarte

Die Routenberechnung erfolgt binnen weniger Sekunden. Wenn man die Navigation in einer Tiefgarage startet, findet das Navigationsgerät das GPS-Signal bereits kurz nach Verlassen der TG. Das nüvi hält nach gestarteter Navigation eine Fülle von Zusatzdaten zur Route bereits, wie Ankunftszeit, Fahrtdauer, Entfernung, Durchschnittsgeschwindigkeit, Außentemperatur, aktuelle Geschwindigkeit und so weiter. Eine nützliche Funktion vermissen wir jedoch schmerzlich: Es gibt keine Möglichkeit, sich sofort mit einem einzigen Fingerdruck eine Überblickskarte für die Route anzeigen zu lassen. Das würde die Orientierung deutlich erleichtern.

Das Garmin nüvi 2799
Vergrößern Das Garmin nüvi 2799
© Garmin

 

Bis Änderungen an der Straßenführung angezeigt werden, kann es bis zu sechs Monate dauern, wie Garmin uns erklärte. Aktuelle Sperrungen, beispielsweise nach einem Unfall oder bei einer Baustelle, werden von Garmin als „Incidents“ eingestuft und zeitnah an den Benutzer gemeldet. Im Test klappte das in einem Fall jedoch nicht. Eine mehrere Tage dauernd Sperre einer Autobahn-Auffahrt wurde uns bei der Routenplanung nicht angezeigt, wir standen plötzlich mit unserem Fahrzeug vor einer gesperrten Autobahn.

Hilfreich, doch derzeit nur für einige wenige Großstädte und Ballungsräume verfügbar: Die Funktion „Real Directions“ gibt Fahr- und Abbiegeanweisungen anhand von augenscheinlichen Orientierungspunkten wie „hinter der Ampel“ oder „am Deutschen Museum vorbei“.

Praktisch: Wenn man sich dem Ziel nähert, bietet Garmin automatisch die Parkplatzsuche an.

Die Grenzen der Vorteile eines modernen Navigationsgerätes zeigten sich aber durchaus. So wollte uns das nüvi auf unserer Stammstrecke zwischen Wohnung und Redaktion eine andere Route als gewohnt nehmen lassen. Weil die vorgeschlagene Route laut nüvi die schnellste Route sei. Die vom nüvi vorgeschlagene Route ist aber für den Fahrer unbequem: Man muss oft abbiegen und sich mehrmals in dichten Stadtverkehr neu einordnen beziehungsweise die Spur wechseln. Und auch so manche Engstelle passieren – mit einem großen Auto nicht immer angenehm. Also fuhren wir entgegen des Routenvorschlags auf unserer gewohnten Strecke – mit nur wenigen Abbiegevorgängen geht es dort immer nur geradeaus, ein recht entspanntes Vorankommen auf einer breiten geraden Straße. Und wir kamen über diese Route exakt zur gleichen Uhrzeit am Ziel an, die uns das nüvi auch für die andere, stressigere Route angekündigt hatte. Gute Ortskenntnisse kann selbst ein so gutes Navi wie das Nüvi 2599 derzeit noch nicht ersetzen.

 

Echtzeitverkehrsinformationen: Garmin Live Traffic via DAB+

Das wichtigste Feature eines modernen Navigationsgerätes sind möglichst exakte Angabe zu Verkehrsbehinderungen auf der Route, deren automatische Berücksichtigung bei der Routenberechnung, eine genau Angabe der zu erwartenden Ankunftszeit und die Möglichkeit, dass die zu fahrende Route jederzeit automatisch geändert und an die neue Verkehrslage angepasst wird. Das alles meisterte das Garmin Nüvi 2599 im Test ziemlich souverän.

Das Garmin nüvi 2599 erhält seine Echtzeitverkehrsinformationen via DAB+, also über digitales Radio, und nicht über eine Mobilfunkverbindung mit eingebauter SIM-Karte und auch nicht über ein gekoppeltes Smartphone. Man muss sich also keine Sorgen um Roamingkosten machen, wenn man die Garmin-Verkehrslagedaten beispielsweise im Grenzgebiet empfängt und sich das Smartphone in ein ausländischen Mobilfunknetz einwählt.

Nokia here liefert Verkehrslagedaten

Die Echtzeit-Verkehrslagedaten stammt von Nokia (das finnische Unternehmen hat den Bereich Karten- und Verkehrslageinformationen im Unterschied zu seiner Smartphone-Produktion nicht an Microsoft verkauft), es handelt sich um den Dienst Nokia Here. Das Kartenmaterial für Here Maps geht zurück auf Navteq, das Nokia im Jahr 2007 aufgekauft hat. Die von Nokia gelieferten Echtzeitverkehrslagedaten vermarktet Garmin für seine Geräte unter der Bezeichnung Garmin Live Traffic via DAB+ . Übrigens nutzt auch die von Garmin aufgekaufte Navigations-App Navigon diese Verkehrslagedaten.

Garmin Live Traffic verhindert unangenehme Überraschungen

Die Echtzeitverkehrsinformationen Live Traffic waren während des Testzeitraums gut bis sehr gut. Wir wussten immer, wie lange wir bis zum Erreichen des Ziels noch unterwegs sind und welche Behinderungen uns unterwegs noch erwarten. Verzögerungen wurden relativ exakt in Minuten angeben. Der Fahrer ist also immer mit dem guten Gefühl unterwegs vor unliebsamen Überraschungen und unerwarteten Verzögerungen verschont zu bleiben.

Automatische Routen-Neuberechnung

Das nüvi überprüft zudem fortlaufend, ob wir noch auf der schnellsten Route unterwegs sind und blendet uns automatisch und ohne unser Zutun einen Hinweis ein, wenn eine andere Route schneller als die derzeit von uns befahrene Route sein würde. Auf diese neue Route können wir dann mit einem einzigen Fingerdruck wechseln. Im Test klappte das bis auf eine einzige Ausnahme immer reibungslos: Einmal verlor unser Navigationsgerät beim Wechsel von der A9 auf die A92 die aktuelle Route und startete neu. Dies blieb jedoch der einzige Ausfall während des gesamten mehrwöchigen Testzeitraums.

Allerdings zeigen sich bei Garmin Live Traffic die gleichen Grenzen wie bei TomTomTraffic: So zeigte uns das Garmin-Navi den einen oder anderen Stau erst sehr spät an (in einem Fall erst, als wir ihn schon mit bloßem Auge sahen) und mehrmals warnte es uns auch vor überhaupt nicht vorhandenen Staus, zum Beispiel auf der der A93 bei Abensberg und auf der A9 bei Garching. Vermutlich hatten sich die Staus gerade kurz vorher aufgelöst.

TMC Premium springt als Ersatz ein

Die DAB+-Abdeckung entlang der Autobahnen und in den Ballungsräumen ist gut. Auf unseren Testfahrten brach das DAB+-Signal jedoch entlang der A9, A92 und der A93 immer wieder auch mal ab. In diesem Fall springen laut Garmin Echtzeitverkehrsinformationen über Premium TMC (alias TMC Pro) in die Bresche. Das wird dem Fahrer auf unserem Testgerät jedoch nicht signalisiert, stattdessen erscheint in der rechten Bildschirmhälfte der Hinweis, dass keine Echtzeitverkehrsinformationen via DAB+ empfangen werden können. Das wirkt auf dem Fahrer so, als sei er im Blindflug unterwegs – das soll laut Garmin aber nicht so sein; dem Fahrer sollen also durchwegs aktuelle Verkehrslagedaten zur Verfügung stehen, auch wenn ihm das Navi das explizit so nicht signalisiert.

Ergänzend stellt Garmin noch Verkehrslageinformationen über die Funktion Smartphone Link zur Verfügung. Laut Garmin ist in Bezug auf Echtzeitverkehrsinformationen die Abdeckung über Smartphone Link an einigen Stellen derzeit noch etwas besser als bei DAB+.

Bluetooth-Koppelung und Freisprechanlage

Via Bluetooth können Sie ein Smartphone mit dem nüvi koppeln. Danach stehen zwei wesentliche Funktionen zur Verfügung: Das oben bereits kurz erwähnte Smartphone Link ( dafür müssen Sie aber zusätzlich noch die passende App auf Ihrem Androiden oder iPhone installieren) und vor allem eine Freisprechanlage für Ihr Smartphone – ein wesentlicher Vorteil gegenüber Konkurrenzmodellen wie den TomTom Go-Navis, die keine integrierte Freisprecheinrichtung haben.

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Im Test funktionierte die Freisprecheinrichtung gut. In der Tat bekommt man mit dem nüvi 2599 eine durchaus leistungsfähige Freisprechanlage für das gekoppelte Smartphone sozusagen als Dreingabe. Eingehende Anrufe nimmt man durch einen Fingerdruck auf die entsprechende Schaltfläche entgegen oder weist sie ab. Zum Wählen einer Nummer kann man das große Ziffernfeld verwenden oder die ebenfalls verfügbare Sprachsteuerung. Ebenso kann man Kontakte aus dem Adressbuch des gekoppelten Smartphones anrufen.

Wir koppelten das Garmin mit einem HTC Desire und einem Nexus 4. Mit dem Desire, einem betagten Android-Smartphone der ersten Generation, konnten wir einige Tage lang problemlos telefonieren. Bis das Garmin plötzlich die Zusammenarbeit verweigerte und uns mitteilte, dass das Desire nicht kompatibel sei. Kurios, dass wir diese Meldung nicht unmittelbar nach dem ersten Pairing-Versuch bekamen. Mit dem ungleich neueren Nexus 4 gab es dann aber keine Probleme mehr.

Startbildschirm von Smartphone Link
Vergrößern Startbildschirm von Smartphone Link

Smartphone Link

Wie oben erwähnt steht Ihnen nach der Bluetooth-Koppelung zwischen Smartphone und nüvi auch noch die Funktion Smartphone Link zur Verfügung. Darüber empfangen Sie ebenfalls die Echtzeitverkehrsinformationen Garmin Live Traffic, wobei sie diese über SmartphoneLink auch dann empfangen können, wenn Sie sich nicht Bereich eines DAB+-Senders befinden.

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Außerdem gibt es per Smartphone Link die Möglichkeit - teilweise kostenpflichtige - Zusatzdienste wie aktuelle Benzinpreise, Wetterdaten oder Warnungen vor Geschwindigkeitsmessgeräten (Radar) zu erhalten.

Smartphone Link
Vergrößern Smartphone Link
© Garmin

 

Die Radarwarnungen blendet das Garmin nüvi aber auch ohne Smartphone Link rechts oben auf dem Bildschirm ein. Im Test funktionierte die Warnung vor den meist stationären Radargeräten zuverlässig, soweit wir das anhand unserer Ortskenntnisse beurteilen können.

 

Ein Nachteil sollte bei der Bluetooth-Koppelung nicht verschwiegen werden: Sie müssen auch noch das Smartphone mit Strom versorgen, weil die Bluetoothverbindung Strom zieht. An Ihrer Steckdose im Auto (in der Regel benötigen Sie dann einen Mehrfach-Verteiler für die 12-Volt-Steckdose Ihres Fahrzeugs) hängen dann also zwei Geräte: Das Navigationsgerät (dessen Akku eine Zeitlang auch ohne Stromanschluss durchhält) und das Smartphone.

 

Sprachsteuerung

Das Garmin nüvi 2599 kann man jederzeit per Sprachbefehl bedienen. Im Test klappte das überwiegend sehr gut, die Erkennungsquote überzeugte uns, wir mussten so gut wie keinen Sprachbefehl wiederholen. Allenfalls bei Adresseingaben kam es manchmal zu Missverständnissen. Bei lautem Fahrgeräusch sollte man sich gegebenenfalls etwas zum Garmin vorbeugen, um Verständnisfehler zu vermeiden.

Mit dem gesprochen Wort „Sprachbefehl“ starten Sie jederzeit die Sprachsteuerung. Danach können Sie damit die Navigation starten und beispielsweise sich die kürzlich angesteuerten Ziele zeigen lassen, die das Navi durchnummeriert anzeigt. Diese rufen Sie dann über die davor stehende Ziffer auf. Oder Sie sprechen eine neue Adresse auf. Oder Sie suchen nach einem POI.

Die Sprachsteuerung funktionierte überwiegend sehr gut und macht die Bedienung des Garmin nüvi 2599 definitiv nicht nur bequemer, sondern vor allem sicherer. Weil Sie während der Bedienung immer nach vorne auf das Verkehrsgeschehen achten können und nicht länger auf dem Bildschirm schauen oder dort gar etwas eintippen müssen.

Verkaufsstart und Preis

Das Garmin nüvi 2599 soll noch im September in den Verkauf kommen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 219 Euro.

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Gut: Garmin verspricht Software- und Karten-Update für die gesamte Nutzungszeit des Navigationsgerätes. Bis zu maximal 30 Jahre nach Kauf.

Fazit zum Garmin nüvi 2599 mit Live Traffic

Das Garmin nüvi 2599 ist ein sehr gut bedienbares PND. Und zwar sowohl per Sprachbefehl als auch über Fingereingaben – erstere versteht das Garmingerät fast immer auf Anhieb (mit Ausnahme von Adresseingaben), letztere gehen mit dem schnell und zuverlässig reagierenden Bildschirm leicht von der Hand. Neben der guten Bedienbarkeit überzeugte uns auch die Zuverlässigkeit der Navigation – inklusive des automatischen Routenwechsels - und die Genauigkeit der Verkehrslagedaten.

Zusammen mit der integrierten Freisprecheinrichtung empfiehlt sich das Garmin nüvi 2599 als Rund-um-sorglos-Lösung für berufliche Vielfahrer , die öfters das Fahrzeug wechseln und deshalb kein festeingebautes Navigationsgerät, wie es beispielsweise im Rahmen von BMW ConnectedDrive oder Audi Connect angeboten wird, verwenden möchten oder können.

Im privaten Einsatzbereich dürften sich vor allem Berufspendler mit dem Garmin anfreunden können. Allerdings bieten sich hier teilweise sogar kostenlose Navigations-Apps für Smartphones als Konkurrenz an. Diese sind zwar beim Funktionsumfang meist nicht annähernd so gut ausgestattet wie das nüvi 2599 (beispielsweise erstellt das leistungsfähige und kostenlose Google Maps Navigation nicht automatisch neue Routenvorschläge, wenn sich die Verkehrslage während der Fahrt ändert), doch wenn man das Navi nur ab und zu benötigt, kann man solche Mängel vielleicht verschmerzen.

Als wenig robust erwies sich bei unserem Testgerät allerdings die Saugnapfhalterung: Das Navigationsgerät fiel bei nahezu jeder längeren Fahrt nach zirka 30 bis 40 Minuten von der Windschutzscheibe ab.

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