Gaming-Tastatur

Razer BlackWidow Ultimate im Test

Montag den 21.02.2011 um 12:34 Uhr

von Benjamin Schischka

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USB-Port, Beleuchtung, Mikroschalter statt Kontaktfolie – die Razer BlackWidow klotzt, statt zu kleckern. Wir verraten, für wen sich die 1,5-kg-Tastatur lohnt.
Razer BlackWidow
Vergrößern Razer BlackWidow
© 2014

Haben Sie schon einmal Ihre Tastatur aufgeschraubt? Dann haben Sie unter den Tasten wahrscheinlich eine Kontaktfolie gefunden, die den Tastendruck an den Tastaturcontroller weiterleitet. Würden Sie die BlackWidow von Razer aufschrauben, würden statt der Folie sehr viele mechanische Mikroschalter zum Vorschein kommen. Ohne die Folie konnte der notwendige Kraftaufwand zur Tastenauslösung auf 50g verringert werden, sagt Razer. Handelsübliche Tastaturen benötigen meist 60 oder 70g. Doch das ist nicht der einzige Effekt.

Jeder Tastendruck hört sich an wie das Klicken einer Maus. Geräuschempfindliche Naturen kann das schnell nerven – zumindest bei ausgeschalteten Soundboxen. Dafür erhalten Sie eine sehr deutliche haptische Rückmeldung beim Tastendrücken. Der Druckpunkt ist gleichzeitig präzise und angenehm leicht.

Ein Zwerg ist die BlackWidow nicht gerade: 47,5 x 17,1 x 3 cm; Gewicht: 1,5 kg. Am PC findet die Ultimate Anschluss über gleich zwei USB-Stecker und optional auch über Audio- und Mikrofon-Klinkenstecker. Dafür verfügt sie über einen USB-Ausgang auf der rechten Seite neben Audio- und Mikrofon-Steckplatz. Optisch glänzt die Tastatur in Klavierlackoptik und mit geradlinigem, nüchternem Design. Die BlackWidow verfügt über fünf Extra-Tasten am linken Rand, die Sie beispielsweise mit Programmstarts oder Makros belegen können. Die Tastenbeschriftung leuchtet blau – das sieht nicht nur schick aus, sondern hilft auch in abgedunkelten Räumen.

Im Treiber lässt sich jeder einzelnen Taste auf Wunsch eine beliebige andere Taste, ein Programmstart, ein Makro oder ein Profilwechsel zuweisen. Die Änderungen können Sie nämlich in einem Profil speichern – etwa "Windows", "Office" oder "World of Warcraft" – und auf Wunsch auch exportieren und importieren. Praktisch ist die Profilwechsel-Automatik – weisen Sie einem Profil per Rechtsklick im Treiber die passende Anwendung zu. Beim Programmstart wechselt die BlackWidow dann gleich ins richtige Profil.

Im Extra-Tab "Makros verwalten" nehmen Sie via "Neu" eine beliebige Tastenfolge auf. Ins Makro dürfen Sie auch Verzögerungen (in Millisekunden) und vorgefertigte Aktionen wie "Ausschneiden", "Kopieren" und "Heranzoomen" einbauen.

Mit der "Fn"-Taste zwischen "STRG" und "ALT" rechts nutzen Sie optional weitere praktische Funktionen der BlackWidow:

  • Bestehende Profile lassen sich nicht nur im Treiber wechseln, sondern auch über die Kombination der "Fn"-Taste mit der Zahlentaste der entsprechenden Profil-Nummer.
  • Mit "Fn" und "F12" wechseln Sie den Beleuchtungsmodus der Tastatur: "Aus", "Schwach", "Normal", "Stark" und "Pulsierend".
  • Makros lassen sich auch über "Fn" und gleichzeitig rechter "ALT"-Taste programmieren.
  • Mit besagter Taste aktivieren Sie die Media-Funktionen der F-Tasten am oberen Rand: "Pause", "Laut/Leise" und so weiter.
  • "Fn" plus "F11" bringt Sie in den Gaming-Modus. Der deaktiviert vorübergehend die Windows-Taste. So minimiert ein versehentliches Drücken nicht gleich das ganze Spiel.

Fazit: Die Razer BlackWidow ist eine rundum gelungene, hochwertige Tastatur. Für Liebhaber leiser und flacher Tastaturen ist die BlackWidow aber ungeeignet. Nostalgiker und Freunde von haptischem Feedback schreckt höchstens der Preis ab: 129,99 Euro. Die normale Ausführung ohne das "Ultimate" im Namen, ohne USB- und Audio-Anschlüsse und ohne Beleuchtung kostet 79,99 Euro.

Montag den 21.02.2011 um 12:34 Uhr

von Benjamin Schischka

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