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Sharkoon Darkglider im Test

19.09.2012 | 13:33 Uhr |

Sharkoon möchte mit der Darkglider-Gaming-Maus vor allem die breite Masse der Gamer ansprechen: Denn neben vielen Funktionen besticht die Maus vor allem auch mit einem günstigen Preis. Was die Maus alles zu bieten hat, erfahren Sie in unserem Test.

40 Euro für eine Gamer-Maus? Profi-PC-Spieler dürften bei dem Preis wohl müde lächeln und voreingenommen sein. Doch wir haben einen näheren Blick auf die Maus geworfen und klären, warum auch Enthusiasten ruhig einen zweiten Blick riskieren sollten.

Ausstattung: Praller Lieferumfang

Ergonomisches Design.
Vergrößern Ergonomisches Design.
© Sharkoon

Bei der Sharkoon Darkglider handelt es sich um eine Gaming-Maus mit Laser-Sensor, dem Avago 9500 V2 Pro, der mit bis zu 6000 DPI abtasten kann. Ein kleines, rot beleuchtetes LC-Display am linken Rand zeigt dabei die aktuelle Abtastrate an. Die Form finden wir recht ergonomisch, vor allem, wenn Sie gerne die gesamte Hand auflegen. Einzig der kleine Finger findet keinen Platz mehr. Hier ist beispielsweise die Qpad 5K etwas größer, da sie für alle 5 Finger einen Platz bietet. Die Oberfläche ist ist gummiert und sorgt somit auch bei längeren Zocker-Runden für sicheren Halt. Der Anschluss des textilummantelten USB-Kabels ist für eine stabilere Datenübertragung sogar vergoldet - wirklich nachweisbar ist eine Verbesserung aber nicht, die Signale werden genau wie bei herkömmlichen Steckern allerdings zuverlässig übertragen.

Der Laser-Sensor löst mit 6000 DPI auf.
Vergrößern Der Laser-Sensor löst mit 6000 DPI auf.
© Sharkoon

Ingesamt stehen dem Gamer 10 Tasten zur Verfügung, die sich wirklich alle frei belegen lassen - sogar die linke Maustaste, wobei wir das recht abwegig finden. Aber vielleicht hat ja der ein oder andere genau darauf gewartet. Die maximale USB-Frequenz liegt bei 1000 MHz, die sogenannte Abhebempfindlichkeit beträgt 1 bis 5 Millimeter - das bedeutet, dass Sie die Maus innerhalb dieser Empfindlichkeit heben können und sie trotzdem ihren Dienst verrichtet. Der Onboard-Speicher beläuft sich auf 256 KB, um bis zu fünf unterschiedliche Profile auf der Maus selbst speichern zu können.

Ein praller Lieferumfang mit Gewichten, Gleitern und einer Tasche.
Vergrößern Ein praller Lieferumfang mit Gewichten, Gleitern und einer Tasche.
© Sharkoon

Die Unterseite weist neben dem obligatorischen Laser-Sensor auch spezielle Gleitfüße aus Keramik auf, die für reibungslose Bedienung sorgen sollen. Besonders erfreulich ist, dass der Hersteller gleich noch Ersatz-Gleiter beilegt: fünf aus Keramik und fünf aus Teflon, damit Sie auch für unterschiedliche Untergründe gerüstet sind. Weiterhin finden Sie ein kleines Fach, das Sie mit ebenfalls mitgelieferten Gewichten bestücken und somit nach persönlichen Belieben anpassen können. Hier haben Sie die Wahl aus viermal 3,1 oder viermal 3,7 Gramm. Sharkoon rundet den Lieferumfang noch mit einer verschließbaren Transporttasche ab - sehr schön!

Gaming-Maus Sharkoon Darkglider

Tastenanzahl

10

Mausrad

4-Wege

Sensortyp

Laser

Maximale Auflösung in dpi

6000

Profil- / Makrofunktion

ja / ja

Verbindung

USB-Kabel

Weitere Ausstattung

Gewichte, Ersatz-Gleiter (Keramik und Teflon), Transporttasche

Treiber-Software: Umfangreich konfigurierbar

Alle Tasten lassen sich beliebig konfigurieren.
Vergrößern Alle Tasten lassen sich beliebig konfigurieren.

Als kostenlosen Download bietet der Hersteller auf seiner Webseite auch die Darkglider-Software, die mit vielen Konfigurationsmöglichkeiten aufwartet. Wie eingangs schon erwähnt, dürfen Sie alle 10 Tasten frei konfigurieren und beispielsweise Medien-Funktionen wie zum nächsten Lied umschalten oder Tastenkürzel und auch Makros speichern. Die insgesamt 6000 DPI dürfen Sie frei in insgesamt sechs Stufen unterteilen. Dank des Displays sehen Sie immer sofort die aktuell gewählte Abtastrate.

Empfindliche Einstellungen.
Vergrößern Empfindliche Einstellungen.

Die Beleuchtung des Logos auf der Rückseite dürfen Sie ebenfalls aus 64 Farben wählen, auch die Intensität und ob es Pulsieren soll. Schade nur, dass das LC-Display immer rot leuchtet, verstellen lässt sich das nicht. Im Reiter "Erweitert" geht es an die Einstellungen der Mausgeschwindkigkeit, Empfindlichkeit und Abfrage-Rate, unter "Favoriten" lassen sich sogar Spiele zu einzelnen Profilen zuweisen. Eine Speicherung in der Cloud wie bei den Razer-Modellen gibt es nicht, aber dafür steht ja auch der Onboard-Speicher zu Verfügung.

Praxis-Test: Präziser Nager

Die Gewichte lassen sich leicht wechseln.
Vergrößern Die Gewichte lassen sich leicht wechseln.
© Sharkoon

Den Namen Darkglider hat sich die Gaming-Maus wirklich verdient: Sie gleitet einwandfrei dank der Keramikfüße über unser Mauspad. Selbst bei hektischen Bewegungen setzt der Laser-Sensor nicht aus. Die knackigen Druckpunkte der verschiedenen Maustasten gefallen und sind leicht erreichbar. Wenn wir zwischen den Abtastraten umschalten, dann passiert das einfach und schnell. Bei der Bedienung selbst können wir uns stets auf einen präzisen Mauszeiger verlassen.

Die Software bietet viele Möglichkeiten, um die Maus individuell an seine Bedürfnisse anzupassen. Aber auch das Wechseln der Gewichte ist alles andere als eine fummlige Angelegenheit und setzt nicht einmal eine Bedienungsanleitung voraus.

Fazit zur Sharkoon Darkglider: Eine echte Alternative

Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!
Vergrößern Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!
© Sharkoon

Mit der Darkglider hat Sharkoon einen wahren Preishit für PC-Gamer im Portfolio. Der Laser-Sensor ist stets präzise und erfasst alle Bewegungen zuverlässig. Das ergonomische Design weiß zu gefallen und die Software lässt sich intuitiv bedienen und bietet viele Möglichkeiten zur Individualisierung. Der Onboard-Speicher, die Ersatz-Gleiter, die variablen Gewichte und die Transporttasche runden unseren guten Eindruck ab. Selbst bei viel teureren Mäusen bekommen Sie nicht so viel Zubehör. Für rund 40 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) ist die Sharkoon Darkglider ein echter Preis-Leistungs-Hit.

Einen kleinen Abzug gibt es dennoch: Mit der Verarbeitung von deutlich teureren Mäusen kann die Darkglider dann doch nicht mithalten. Uns fallen deutliche Spaltmaße auf und bei einem etwas ruppigeren Aufsetzen klappert die rechte Maustaste. Außerdem verstehen wir nicht, warum wir die Farbe des Displays nicht ändern können - aber das ist und bleibt letztendlich Geschmackssache. Und letztendlich hat Sharkoon nicht an die Linkshänder gedacht: Das Design ist nur für Rechtshänder gedacht.

Wer etwas mehr Geld investieren und eine bessere Verarbeitung möchte, der sollte sich einmal die Qpad 5K (etwa 65 Euro) anschauen. Linkshänder freuen sich über die symmetrisch designte Razer Taipan (rund 80 Euro), die aber auch etwas kräftiger zu Buche schlägt.

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