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Roccat Kone XTD im Test

30.11.2012 | 14:20 Uhr |

Schneller und mit Trophäen – Roccat bessert bei der Kone+ nach und bringt die Kone XTD auf den Markt. Wir haben den 90-Euro-Nager getestet.

Die Roccat Kone XTD ist die Neuauflage einer Neuauflage, nämlich der Nachfolger der Roccat Kone+ , welche ihrerseits eine Verbesserung der Roccat Kone ist. Die Verbesserungen der XTD gegenüber der Kone+ finden eher unter der Haube statt. Das Design der kabelgebundenen Maus ist mit acht Tasten und einem Vier-Wege-Mausrad das gleiche. Damit richtet es sich wie die Vorgänger an große und vor allem rechte Hände. Für Linkshänder ist die Kone XTD ungeeignet. Verarbeitung und Druckpunkt der Tasten sind wie bei der Kone+ schon sehr gut.

Roccat Kone XTD individualisieren

Mit von der Partie sind auch wieder die beiden Leuchtdioden, die Sie im Maustreiber in verschiedenen Farben pulsieren lassen dürfen. Das Gewicht der Maus dürfen Sie mit bis zu vier beigelegten 5g-Gewichten an Ihre Bedürfnisse anpassen. Die Gewichte kommen in einen runden Schacht auf der Unterseite der Maus.

2.200 dpi mehr als die Kone+

Während die Kone+ mit bis zu 6.000 dpi über den Tisch gleitet, schafft die XTD sogar 8.200 dpi. Diese können Sie in 200-dpi-Schritten an Ihre Bedürfnisse anpassen und in fünf unterschiedlichen Voreinstellungen speichern. Über die Plus- und Minus-Tasten auf dem Mausrücken wechseln Sie schnell durch. Das erweist sich etwa beim Waffenwechsel in einem Ego-Shooter als nützlich. Mit dem Scharfschützengewehr ist mehr Präzision und eine ruhigere Hand gefragt als mit der Uzi – also regeln wir die dpi-Zahl zum besseren Zielen ein oder zwei Stufen nach unten.

Kone XTD: Der Maus-Treiber

Im gewohnt umfangreichen Treiber finden Sie mit EasyShift eine weitere praktische Funktion. Bei gedrückt gehaltener Easy-Shift-Taste belegen Sie die anderen Tasten mit Funktionen – ähnlich wie bei einem Hotkey. An Bord sind zahlreiche vorgefertigte Makros – von „Pause“ im Windows Media Player bis „Patrol“ in Star Craft 2. Per Macro Manager können Sie auch eigene Makros aufnehmen.
 
Neu ist der Menüpunkt „R.A.D.“. Dort misst Roccat, wie oft sie mit welcher Maustaste klicken und wie viele Meter Sie mit dem Mauszeiger zurücklegen. Dafür gibt es dann virtuelle Trophäen ähnlich wie bei Steam.
 
Außerdem an Bord: Roccat Talk ist ein besonderes Feature, das erst wenige Roccat-Geräte unterstützen. Dank Talk geben Sie beispielsweise via Tastatur der Maus den Befehl die dpi-Zahl zu verändern. Roccat Talk FX Event Lightning erlaubt einige Spielereien. So pulsieren etwa die Leuchtdioden grün, wenn Ihr Charakter vergiftet wurde. Roccat Talk wird derzeit von der Kone+, Kone XTD und der Roccat Isku unterstützt. Den Talk-Treiber müssen Sie gesondert von der Support-Seite von Roccat herunterladen und installieren.
 
Fazit: Das Vorgängermodell kostet laut UVP 79,99 Euro, die XTD liegt bei 89,99 Euro. Für 10 Euro mehr bekommt der Kunde bei der XTD eine höhere dpi-Zahl, das Trophäen-System R.A.D., einen neuen Prozessor und mit dem Titan Wheel ein neues Mausrad. Das ist nicht billig, aber fair. Wer nicht 90 Euro für eine Maus ausgeben mag, darf aber auch bedenkenlos zum Vorgänger Kone+ greifen – zumal deren Straßenpreis noch einmal rund 10 Euro unter der UVP liegt. Noch einmal günstiger ist die Kudos Gaming Mouse Speedlink , die ebenfalls für große Hände gebaut wurde und auch über zusätzliche Gewichte verfügt.

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