7.1-Surround-Headset

Plantronics Gamecom 780 im Test

Montag den 02.04.2012 um 14:45 Uhr

von Benjamin Schischka

Gamecom 780
Vergrößern Gamecom 780
© Plantronics
Mit dem Gamecom 780 bringt Plantronics ein weiteres, diesmal günstigeres 7.1-Surround-Headset auf den Markt. Es kann aber nicht in jeder Disziplin überzeugen.
Wie schon der Vorgänger Gamecom 777 simuliert das 780 den Surround-Sound aus zwei Lautsprechern (40 mm) – und macht seinen Job dabei sehr gut. Surround-Headsets, die mit mehr als zwei Lautsprechern arbeiten, findet man eher selten – das Roccat Kave zum Beispiel ist ein 5.1-Headset mit "echtem" Surround-Sound.

Am Gamecom 780 befinden sich drei Knöpfe, eine Tischfernbedienung gibt es nicht. Alle drei Knöpfe sind an der linken Ohrmuschel angebracht – rechtshändige Gamer müssen also die Hand nicht von der Maus lassen, während sie im virtuellen Gefecht sind. Mit den Buttons schalten Sie das Mikrofon stumm, den 7.1-Modus an oder aus oder verändern die Lautstärke. Das geht nach einer kurzen Eingewöhnphase gut von der Hand. Das USB-Kabel ist mit zwei Metern ausreichend lang.

Bügel und Ohrmuscheln sind gepolstert, das Gamecom 780 ist angenehm leicht. Dadurch bekommen Sie auch nach längeren Gaming-Sessions keine roten Ohren oder Druckstellen. Die Größe lässt sich zudem über je eine Schiene über der Ohrmuschel verstellen. Für laute LAN-Parties ist das Gamecom weniger geeignet, weil es Außengeräusche so gut wie nicht dämpft. Die Verarbeitung des Headsets hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits setzt Plantronics viel billig wirkendes Plastik ein. Andererseits gehen die samtenen Ohrpolsterungen in einen schmalen Streifen Leder-Imitat über. Das gummierte Mikrofon ist biegbar, wackelt aber nicht herum. Qualitativ hochwertiger erscheint auch die rote Ummantelung des USB-Kabels.

Das Gamecom 780 zeigt seine klanglichen Stärken vor allem bei den Höhen. Diese kommen sehr klar rüber. Die Mitten sind leider etwas unausgewogen, die Tiefen hingegen kräftig. Für die Preiskategorie, in der sich das 780 bewegt, kann man durchaus zufrieden mit dem Klang sein. Das Mikrofon verspricht Störgeräusche per Noise Cancelling auszufiltern – und in der Tat kam unsere Stimme im Test klar rüber. Das Gamecom 780 ist seit März für 79,99 Euro erhältlich. Der Straßenpreis liegt momentan bei rund 50 Euro.

Die Installation der beigelegten Software ist fast schon Pflicht. Danach können Sie nicht nur zwischen einem "Gaming- / Film-modus" und einem "Musikmodus" wählen. Über das Tool lässt sich – alternativ zum Button am Kopfhörer – auch der 7.1-Modus an- und ausschalten. Und viel wichtiger: Erst nach der Software-Installation funktionieren die Buttons am Headset.

Montag den 02.04.2012 um 14:45 Uhr

von Benjamin Schischka

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