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Gainward Geforce GTX 970 Phantom im Test

20.10.2014 | 16:16 Uhr |

Auffälligstes Merkmal der GTX 970 Phantom von Gainward sind die beiden komplett ausbaubaren Lüfter. Was die Karte in Sachen Leistung und Stromverbrauch abliefert, erfahren Sie im Test.

Der Nvidia-Maxwell-Grafikchip GM204 ist in der Phantom-Grafikkarte ist um rund 10 bis 11 Prozent gegenüber der Referenz-Karte übertaktet und arbeitet deshalb mit einem Standard-Takt von 1152 und einem Boost-Takt von 1304 MHz. Die ohnehin schon hohen Speicher-Taktraten lässt der Boardpartner unberührt, genau wie die 4 GB große Speichermenge. Natürlich beherrscht die Grafikkarte alle Techniken, die Nvidia mit der zweiten Maxwell-Generation eingeführt hat. Dazu zählen unter anderem die Kompatibilität zum kommenden DirectX 12, die Downsampling-Technik DSR (Dynamic Super Resolution) und die Echtzeit-Beleuchtung VXGI (Voxel Global Illumination). Auch die hohe Energieeffizenz darf natürlich nicht außer Acht gelassen werden! Wenn Sie mehr über die Techniken wissen möchten oder sich für die Architektur des Grafikprozessors interessieren, dann lesen Sie unseren Test der Nvidia Geforce GTX 980.

Der Standard- und Boost-Takt sind rund 10 bis 11 Prozent höher im Vergleich zur Referenz.
Vergrößern Der Standard- und Boost-Takt sind rund 10 bis 11 Prozent höher im Vergleich zur Referenz.

Kühlung, Schnittstellen und Lieferumfang

Für die nötige Kühlung sorgt das patentierte Phantom-Design: Vier acht Millimeter dicke Wärmeleitrohre aus Kupfer, ein großer Aluminium-Radiator und zwei 80-Millimeter-Lüfter. Letztere lassen sich dank Rändelschrauben werkzeuglos ausbauen, um sie beispielsweise von Staub zu befreien – sehr praktisch! Allerdings steigt dadurch auch der Platzbedarf, denn die Kühlung belegt drei Steckplätze, auch wenn die Frontblende nur zwei in Anspruch nimmt. Im Gegenzug misst die Karte nur etwa 27 Zentimeter in der Länge. Alles in allem verspricht der Hersteller einen um 7,5 Grad Celsius kühleren Betrieb als bei der Referenz-Karte.

Die beiden 80-Millimeter-Lüfter lassen sich ohne den Einsatz von Werkzeug komplett ausbauen – das erleichtert die Reinigung.
Vergrößern Die beiden 80-Millimeter-Lüfter lassen sich ohne den Einsatz von Werkzeug komplett ausbauen – das erleichtert die Reinigung.
© GameStar

Bei den Videoanschlüssen geht der Hersteller auch leicht andere Wege als Nvidia und verbaut drei Mini-Displayports und einmal Mini-HDMI. Hinzu kommt noch einmal Dual-Link-DVI. Im Prinzip ist der parallele Betrieb von vier Monitoren kein Problem. Schade finden wir allerdings, dass Gainward keine entsprechenden Adapter für die Mini- auf Standard-Anschlussversionen beigelegt hat. In der Packung befindet sich lediglich ein DVI-auf-VGA-Adapter. An Software liefert Gainward das Kontroll-Programm „Expertool II“ mit.

Bei den Anschlüssen setzt Gainward auf die Mini-Ausführungen von HDMI und Displayports sowie einmal Dual-Link-DVI. Vier Monitore parallel sind also kein Problem.
Vergrößern Bei den Anschlüssen setzt Gainward auf die Mini-Ausführungen von HDMI und Displayports sowie einmal Dual-Link-DVI. Vier Monitore parallel sind also kein Problem.
© Gainward

Spiele- und Computing-Benchmarks

Wenn Sie nur in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) spielen, dann müssen Sie keinerlei Angst vor Leistungseinbrüchen haben, selbst bei mehrfacher Kantenglättung in den maximalen Details. In Spielen unter der gleichen Auflösung ist die Grafikkarte auch flotter als eine übertaktete Radeon R9 290X und hinkt nur leicht einer ebenfalls einer GTX 780 Ti in einer OC-Version hinterher. Unter Auflösungen von 2560 x 1600 Bildpunkten braucht es schon ein „Metro: Last Light“ oder „Company of Heroes 2“ in den höchsten Details, um unter die 30-FPS-Marke (30 Bilder pro Sekunde) zu kommen.

Der 3DMark kommt durchweg auf hohe Ergebnisse in allen drei Stages und beweist die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte.
Vergrößern Der 3DMark kommt durchweg auf hohe Ergebnisse in allen drei Stages und beweist die Leistungsfähigkeit der Grafikkarte.

Die Computing-Tests erfolgen einmal über die Schnittstelle Direct Compute (DirectX) sowie OpenCL. Computemark kommt auf eine respektable Gesamtpunktzahl von 2177, muss sich damit aber unter eine Radeon R9 280X einordnen. Luxmark misst sehr gute 2841 Tausend Samples pro Sekunde und darf sich somit unter die aktuelle Top 5 gesellen.

Das Grafikkarten-Testverfahren der PC-WELT

Welche Hardware wir für unsere Grafikkarten-Tests verwenden, wie wir die Tests durchführen und welche Gewichtungen wir in den jeweiligen Kategorien vornehmen, entnehmen Sie dem Artikel  „Wie PC-WELT Grafikkarten testet“.

Umwelt-Eigenschaften auf dem Prüfstand

Der Verbrauchswert der gesamten Testplattform kommt bei maximaler Auslastung des Grafikchips auf 350 Watt, was einer weniger leistungsfähigen GTX 760 oder R9 270X gleichkommt – beeindruckend! Da lässt es sich verschmerzen, dass die Karte zwei 6-polige Stromanschlüsse benötigt und sogar mehr als eine Nvidia Geforce GTX 980 mit Standard-Taktraten verbraucht. Bei den Betriebstemperaturen kann Gainward seine Versprechungen fast komplett einhalten: Die Referenz haben wir mit 82 Grad Celsius gemessen, während die Phantom-Karte mit höchstens 75 Grad Celsius arbeitet, was eine Differenz von 7 Grad Celsius entspricht! Und auch beim Lüftergeräusch enttäuscht das Phantom-Design nicht, denn unter Last messen wir maximal 1,2 Sone.

Das Phantom-Kühldesign belegt leider drei Steckplätze, arbeitet dafür aber leise und kühl.
Vergrößern Das Phantom-Kühldesign belegt leider drei Steckplätze, arbeitet dafür aber leise und kühl.
© Gainward

Test-Fazit zur Gainward Geforce GTX 970 Phantom

Stets flüssiges Full-HD-Gaming in den höchsten Details bei einem leisen Betriebsgeräusch und tadellosen Chip-Temperaturen – so lässt sich die Gainward Geforce GTX 970 Phantom in einem Satz beschreiben. Die entnehmbaren Lüfter sind uns sogar eine kleine Aufwertung der Test-Note wert, denn das erleichtert die Reinigung immens und ist nur höchst selten bei anderen Herstellern anzutreffen. Auch das Spielen in 1600p stellt die Grafikkarte vor keine allzu großen Herausforderungen. Sehr schön ist auch der niedrige Stromverbrauch, die durch die Maxwell-Architektur möglich ist. Für einen Preis von rund 350 Euro ist die Grafikkarte kein richtiges Schnäppchen, aber seine Investition definitiv wert!

Weniger gut steht es um den spärlichen Lieferumfang, entsprechende Adapter wegen der Mini-Schnittstellen wären wünschenswert gewesen. Außerdem ist die Direct-Compute-Leistung im Vergleich zur bisherigen Oberklasse etwas schwächer geworden.

TESTERGEBNISSE (NOTEN)

Gainward Geforce GTX 970 Phantom

Testnote

gut (2.00)

Preisurteil

preiswert

Aufwertung  

-0,03 (wegen entnehmbarer Lüfter)

Spiele-Leistung (40%)

1,07

Multimedia-Leistung (11%)

2,48

Umwelt und Gesundheit (25%)

2,11

Ausstattung (15%)

3,68

Service (5%)

2,73

COMPUTING-LEISTUNG

Gainward Geforce GTX 970 Phantom (Note: 2.48)

Direct Compute (Computemark, 1920 x 1080 Pixel, Preset: Complex)

2177 Punkte

OpenCL-Leistung (Luxmark 2.0, Sala-Benchmark)

2841 Tausend Samples/Sekunde

SPIELE-LEISTUNG

Gainward Geforce GTX 970 Phantom (Note: 1.07)

Battlefield 3: Ultra-Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

96 Bilder/s

Anno 2070: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

135 Bilder/s

Tomb Raider: sehr hohe Voreinstellungen, 4xAA, 8xAF (1.920 x 1.080)

83 Bilder/s

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Ice Storm)

187 129 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Cloud Gate)

33 230 Punkte

DirectX 11 (3DMark: 1920 x 1080 Pixel, Fire Strike)

10 314 Punkte

AUSSTATTUNG

Gainward Geforce GTX 970 Phantom (Note: 3.68)

Video-Anschlüsse

Mini-Displayport

3

Mini-HDMI

1

DVI

1

beigelegte Adapter

1x DVI-auf-VGA, 1x Stromkabel

beigelegte Programme

Gainward Expertool II

beigelegte Spiele

nicht vorhanden

Anzahl der gleichzeitig anschließbaren Bildschirme

4

UMWELT UND GESUNDHEIT

Gainward Geforce GTX 970 Phantom (Note: 2.11)

Stromverbrauch des Test-PCs: Leerlauf

148 Watt

Stromverbrauch des Test-PCs: Last

350 Watt

Betriebsgeräusch: Leerlauf

0,1 Sone

Betriebsgeräusch: Last

1,4 Sone

Temperatur: Leerlauf

33° Celsius

Temperatur: Last

82° Celsius

Service

Gainward Geforce GTX 970 Phantom (Note: 2.73)

Garantiedauer

36 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

089/89839445 / ja / nein / 5 Stunden / nein / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

www.gainward.de / ja / ja / ja / ja

TECHNISCHE DATEN

Gainward Geforce GTX 970 Phantom

Grafikprozessor

Nvidia GM204

GPU-Takt

1152 MHz

Anschluss

PCI Express x16 3.0

Anzahl der Shader

1664

Shader-Takt

1152 MHz

DirectX-Version

11.0

Speicher-Größe

4096 MB

Speicher-Typ

GDDR5-RAM

Speicher-Takt

1753 MHz

Speicher-Busbreite

256 Bit

Grafikkarten-Bios

84.04.1F.00.65

Grafikkarten-Treiber

Forceware 344.16 (9.18.13.4416)

Kartenlänge

24,7 Zentimeter

Kartenbreite

3 Steckplätze

Stromanschluss

2x 6polig

ALLGEMEINE DATEN

Gainward Geforce GTX 970 Phantom

Testkategorie

Grafikkarten

Grafikkarten-Hersteller

Gainward

Internetadresse von Gainward

www.gainward.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

350 Euro

Gainwards technische Hotline

089/89839445

Garantie des Herstellers

36 Monate

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