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Taucherbrille mit Digitalkamera im Test

03.07.2009 | 13:43 Uhr |

Schnorcheln und ganz nebenbei Bilder oder Filme von der Unterwasserwelt, Korallen, Fischen oder sonstigem Getier machen - die Liquid Image 302 macht dies möglich. Wir haben die Alltagstauglichkeit dieser Taucherbrille mit integrierter Digitalkamera getestet.

Die Unterwasserfotografie ist trotz wasserdichten Gehäusen für Digitalkameras immer noch eine fummelige Angelegenheit: Denn erstens müssen Sie die Kamera beim Ausflug ins Wasser irgendwo verstauen und zweitens gestaltet sich das Fotografieren an sich auf Grund der Tauchmaske als recht schwierig. Die Taucherbrille Liquid Image nimmt sich diesem Problem an. Sie ist mit einer integrierten Digitalkamera ausgestattet, die auch das Aufzeichnen von Videos erlaubt.

Ausstattung: Die Taucherbrille wird inklusive Aufbewahrungsbox, Handbuch, USB-Kabel, 2 AAA-Batterien sowie Bildbearbeitungs-Software ausgeliefert. Digitalbilder werden mit einer Auflösung von 5 Megapixel aufgenommen, Videos in VGA (640 x 480) mit maximal 20fps. Der interne Speicher bietet 16 MB Platz, genug für etwa 30 Bilder oder 40 - 50 Sekunden Video. Der interne Speicher kann mittels Micro-SD-Karten (bis zu 2 GB) erweitert werden. Auf Grund des recht geringen internen Speichervolumens ist dies auch zu empfehlen. Günstige Micro-SD-Karten mit 2 GB bekommen Sie bereits für wenige Euro . Laut Hersteller ist die Kamera bis 5 Meter wasserdicht.

Handhabung: Die Liquid Image ist sehr schnell für ihren ersten Einsatz vorbereitet: Einfach die beiden beiliegenden Batterien einlegen, aufsetzen, fertig. Am oberen, rechten Rand der Brille finden sich die beiden Bedienknöpfe. Über den roten Knopf schalten Sie die Kamera ein und aus und wählen zwischen den unterschiedlichen Modi Foto und Video, indem Sie den Knopf länger gedrückt halten. Damit Sie während des Tauchgangs wissen, welcher Modus gewählt ist, leuchtet im Blickfeld eine LED rot (Fotomodus) oder blau (Videomodus). Ausgelöst wird die Kamera mit dem gelben Knopf, bei Videoaufnahmen blinkt die LED, bis der Take beendet ist.

Auf der Rückseite der Brille ist zudem ein kleines LC-Display untergebracht, das Sie über den Ladezustand der Batterien und der Anzahl der aufgenommenen Bilder informiert. Damit Sie unter Wasser einigermaßen einschätzen können, ob das, was Sie fotografieren möchten, auch im Blickfeld der Kamera ist, sind auf die Gläser der Brille kleine Fadenkreuze aufgedruckt.

Verarbeitung: Die Verarbeitung der Brille geht durchweg in Ordnung, Ausnahme war der Kopfriemen. Dieser verstellte sich beim Aufsetzen der Brille immer wieder und musste nachträglich fest gezogen werden. Danach saß die Liquid Image aber bombenfest. Gut gefallen hat uns auch die Möglichkeit, in einem separaten Fach Ersatzbatterien unterzubringen. Die Bedienelemente sind sinnvoll platziert und die Bedienung selbst idiotensicher.

Bildqualität: Die Bildqualität der Kamera war bei unseren Tests durchwachsen. Um scharfe Fotos zu erhalten, müssen schon einige Parameter zusammenkommen. So sollten die Lichtverhältnisse ausgezeichnet und das Objekt der Begierde nicht allzu schnell sein. Bei schlechteren Lichtverhältnissen sind die Ergebnisse schnell unscharf und mit deutlichem Bildrauschen versehen. Da Sie unter Wasser meist selbst in Bewegung sind, erfordert es einiges an Übung, ordentliche Ergebnisse zu erzielen. DSLR-Qualität dürfen Sie keinesfalls erwarten. Die Video-Funktion hat schon mehr überzeugt, allerdings sollten Sie es auch hier ruhig angehen, da es bei schnellen Kopfbewegungen zu Rucklern kommen kann. Leider ist bei dieser Funktion nur VGA-Auflösung möglich.

Fazit: Die Liquid Image ist ein nettes Spielzeug für den ein oder anderen Schnappschuss oder ein kurzes Unterwasservideo bei Ihrem nächsten Schnorchelausflug - mehr aber auch nicht. Wer professionelle Ergebnisse erwartet oder benötigt, sollte sich nach entsprechenden Lösungen umsehen, die aber auch entsprechend kosten. Anders sieht es aus, wenn es Ihnen nichts ausmacht, dass mal das ein oder andere Bild verwackelt ist, Sie aber dafür keine separate Kamera mit extra Gehäuse mit ins Wasser nehmen möchten. Auch für kleine Videos eignet sich die Liquid Image durchaus und liefert durchaus brauchbare Aufnahmen.

Die Liquid Image 302 ist mit 3,1 Megapixel (rund 80 Euro) oder 5 Megapixel (rund 119 Euro) im Handel erhältlich, zum Beispiel bei der Joker AG .

Alternativen: Eine Tauchbrille mit integrierter Digitalkamera von einem anderen Hersteller werden Sie so nicht finden. Wenn Sie eine hochwertige Digitalkamera besitzen und das Risiko nicht scheuen, diese auch unter Wasser mit zu nehmen, sollten Sie sich nach einem passenden Unterwassergehäuses für das Modell umsehen.

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