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Evga e-Geforce GTX 285 FTW 1024MB

03.04.2009 | 15:00 Uhr |

Hier wurde eine High-End-GPU ordentlich übertaktet! Ob sich aber der hohe Aufpreis lohnt, haben wir im Testcenter mithilfe von aktuellen Benchmarks und Praxistests untersucht.

Zwei Stromanschlüsse: Der 285er-Chip zieht laut Nvidia 183 Watt.
Vergrößern Zwei Stromanschlüsse: Der 285er-Chip zieht laut Nvidia 183 Watt.
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Wenn Sie sich etwas umsehen, können Sie eine Grafikkarte mit Nvidia-Geforce-GTX-285-Chip schon für 290 Euro ergattern. Für eine Evga e-Geforce GTX 285 FTW 1024 MB müssen Sie jedoch mindestens 420 Euro hinblättern. Der Aufpreis kommt laut Hersteller dadurch zustande, weil sie aus einer Vielzahl von Geräten genau die herauspicken mussten, die eine höhere Leistung liefern können. Und tatsächlich, die vorliegende Karte wurde vom Hersteller sehr stark getunt, was sich durch einen höhere Leistung gegenüber normalen getakteten Grafikkarten mit gleichem Grafikchip auswirkt. Statt mit 648 MHz arbeitet das Herz der Evga-Karte mit einem Takt von 720 MHz. Und der Speicher werkelt bei 2772 MHz (effektiv) und nicht wie es die Nvidia-Spezifikationen vorsehen mit 2214 MHz. Ob sich der Aufwand durch deutlich höhere 3D-Leistung bemerkbar und damit bezahlt macht, haben wir anhand allerlei Benchmarks und Spieletests geprüft.

3D-Leistung: Eine High-End-Grafikkarte bei niedriger Bildqualität einzusetzen ist eigentlich Geldverschwendung, denn selbst halb so teure Mittelklasse-Modelle erhalten schon in jeder Auflösung Bildraten jenseits der Grenze von 25 Bildern/s - bis hoch zu Auflösung mit 2560 x 1600 Bildpunkten. Im DirectX-10-Betrieb unter Windows Vista und bei höchsten Bildqualitätseinstellungen geht hingegen nahezu jede Grafikkarte in die Knie - das vorliegende Testmodell erreichte im 3D-Kracher Crysis bei 1600 x 1200 Pixeln mit 30 Bilder/s eine Bildrate, die das Auge noch als flüssig wahrnimmt. Weniger stark getunte Karten erreichten bis zu 2 Bilder/s weniger, was aber ebenfalls noch gut spielbar ist. Im DirectX-10-Benchmark sieht der Performance-Unterschied ähnlich aus: Die e-Geforce GTX 285 FTW 1024MB war 10 Prozent flotter als andere 285er-Modelle. Insgesamt ist der Leistungszuwachs der Evga-Karte also kaum zu bemerken.

Lieferumfang: Unter anderem gibt zwei DVI-VGA-Adapter mit dazu.
Vergrößern Lieferumfang: Unter anderem gibt zwei DVI-VGA-Adapter mit dazu.
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Ausstattung: 1024 MB sind schon in der gehobenen Mittelklasse normal und selbst für die besten 3D-Spiele völlig ausreichend. Auch der Lieferumfang ist in Ordnung: Mitgeliefert werden zwei DVI-VGA- und ein S-Video-Adapter sowie zwei Y-Stromkabel. Auch eine Treiber-CD sowie eine englischsprachige Installationsanleitung ist mit dabei.

Lüfter: Er dreht unter Last sehr laut hoch.
Vergrößern Lüfter: Er dreht unter Last sehr laut hoch.
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Handhabung: Im 2D-Betrieb ist die Karte sehr leise, also kaum zu hören. Nur im 3D-Betrieb mit hohen Auflösungen und anspruchsvollen Bildqualitätseinstellungen dreht der Lüfter hoch. Dabei wurde die Karte richtig laut, dass ihr Geräusch beinahe an das Hochdrehen einer Turbine erinnert. Spielen Sie nicht mit Ohrhörern, werden Sie die Karte auch bei geschlossenem PC immer deutlich hören können.

Hohe DirectX-10-Leistung: rund 10 Prozent flotter als die Konkurrenz
Vergrößern Hohe DirectX-10-Leistung: rund 10 Prozent flotter als die Konkurrenz
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Stromversorgung: Die Grafikkarte wird über zwei 6polige Stecker mit dem Netzteil verbunden. Der Grafikchip benötigt laut Nvidias Spezifikationen ungetunt schon 183 Watt. Die von unserem Test-PC aufgenommene Gesamtleistung betrug 394 Watt. Der Hersteller Evga empfiehlt für die High-End-Grafikkarte zumindest ein Netzteil, das mindestens 550 Watt und 40 Ampere auf der 12-Volt-Leitung liefern kann.

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