Test Multimedia-Handy

GPS für jeden Tag

GPS für jeden Tag

Obwohl das W715 so kompakt ist, steht GPS zur
Verfügung.
Vergrößern Obwohl das W715 so kompakt ist, steht GPS zur Verfügung.

Der GPS-Chip im W715 sorgt dafür, dass der Nutzer immer weiß, wo er sich gerade befindet. Und zwar auf wenige Meter genau. Seinen Standort oder einen Weg von A nach B kann sich der Besitzer eines W715 auf dem vorinstallierten Google Maps anzeigen lassen. Oder auf dem Vodafone Navigator. Die kostenpflichtige Offboard-Navigation von Vodafone (ab 5 Euro im Monat) bietet aber noch mehr: Der Nutzer kann sich die Route nicht nur berechnen, sondern auch die Fahranweisungen ansagen lassen. Die Ermittlung einer Route dauert inklusive Abfrage der aktuellen Verkehrsinformationen knapp 30 Sekunden. Sehr lange Strecken, z.B. Von München Viktualienmarkt nach Kiel Brunnengasse brauchen etwas mehr Zeit für die Berechnung. In der Regel wird die berechnete Route auf dem Display also recht geschwind angezeigt. Sucht der Nutzer einen Zielpunkt aus den Points of Interest (POI), dauert es sechs Sekunden, bis die Vorschläge aus der Datenbank kommen, das ist ebenfalls recht flott. Um die Wegführung zu den POIs zu berechnen, dauert es dann wiederum 30 Sekunden.

Sprachansage nicht im Fußgängermodus
Vor der Berechnung einer Route kann der Nutzer zwischen Fahren und Gehen wählen. Wege zu Fuß kommentiert das Handy nicht mit lauter Stimme, das wäre einfach zu peinlich. Sprachansagen beim Fahren spricht das Handy deutlich und rechtzeitig aus. Die Kartenanzeige im Automodus ist gut erkennbar. Schade nur, dass der Nutzer sich für das Handy noch eine eigene Windschutzscheibenhalterung kaufen muss, um das W715 im Auto sinnvoll einsetzen zu können. Im Lieferumfang ist keine enthalten.

GPS für Sportler
Sony Ericsson hat noch eine weitere hübsche GPS-Anwendung aufgespielt: den GPS Tracker. Damit können Sportsfreunde Geschwindigkeit, Entfernung, Strecke und den Kalorienverbrauch beim Training festhalten. Dazu gibt der Nutzer erst sein persönliches Profil mit Alter, Größe, Gewicht und Geschlecht ein, anschließend speichert das Handy während des Trainings den zurückgelegten Weg und wertet ihn aus. Mit der Professionalität einer Pulsuhr kann der Tracker zwar nicht mithalten, die statistischen Auswertungen nach mittlerer Geschwindigkeit und Zeit sind aber durchaus aufschlussreich.
Fazit: Das Vodafone-gebrandete W715 ist ein Kauftipp. Schließlich ist es etwa 30 Euro günstiger als das ungebrandete W705, das man bei Sony Ericsson online bestellen kann. Für weniger Geld gibt es trotzdem noch einen GPS-Chip obendrauf. Die vorinstallierte Offboard-Navigation von Vodafone arbeitet auf dem Handy zuverlässig und überzeugend. Der Media-Player macht Laune, nur bei der Kamera muss man Abstriche machen: Sie kommt ohne Autofokus aus, die Bilder sind entsprechend stellenweise unscharf.

Detaillierte Testergebnisse und technische Daten finden Sie auf der nächsten Seite.

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