Fujitsu-Siemens Activy Media Center 370

Freitag den 18.03.2005 um 10:49 Uhr

von Michael Ludwig, Markus Wagenseil

Fujitsu-Siemens Activy Media Center 370

Für 1100 Euro bietet FSC den Activy 370 an. Neben der umfangreichen Ausstattung steht die Vernetzung im Vordergrund. Via Ethernet oder optionalem Wireless-LAN-Adapter lässt sich das System ins heimische Netzwerk einbinden. Dann tauscht es mit einem PC Videos, Fotos oder Musik aus. Zudem nimmt es über ein DSLModem oder einen Router Verbindung mit dem Internet auf. Von dort holt sich Activy die Daten für eine elektronische Programmzeitschrift (EPG) und lädt Software-Updates herunter. Zudem kann der Anwender Filme aus der virtuellen Videothek von T-Online Vision abrufen. Besonders komfortabel ist es, das Activy Media Center 370 über das Internet für die TV-Aufzeichnung zu programmieren. Der Haken sowohl bei Video on Demand als auch bei der Fernprogrammierung: Ohne Internetzugang über den Anbieter T-Online funktionieren diese Komfortmerkmale nicht.

BEDIENUNG

Das Activy-Bedienkonzept ist intuitiv. Nur die "Start"-Taste auf der Fernbedienung erinnert an das Windows-Betriebssystem im Hintergrund. Über das "Start"-Menü erhält der Benutzer Zugriff auf alle Funktionen. Hersteller Fujitsu-Siemens verzichtet dabei auf verschlungene Untermenüs und benennt alle Schaltflächen mit verständlichen Begriffen. Die Konfiguration von Netzwerk und Internet setzt beim Anwender Erfahrung mit PCs voraus, stellt ihn aber nicht vor unlösbare Rätsel. Hilfreich ist die optional erhältliche Infrarot-Tastatur, denn die Texteingabe via Fernbedienung ist unkomfortabel. Vorbildlich gelöst hat der Hersteller das Programmieren des TV-Tuners mit Hilfe des EPG. Auf der übersichtlichen Senderliste finden sich alle Sendetermine. Mit einem einfachen Klick markieren Sie die gewünschte Sendung für die Aufnahme.

AUSSTATTUNG

Angst vor einer Terminüberschneidung bei TV-Aufnahmen ist beim Fujitsu-Siemens Activy Media Center 370 unbegründet, denn die beiden TV-Tuner-Karten verfügen jeweils über einen eigenen MPEG-2-Hardware-Encoder. Sie können daher parallel laufende Sendungen aufnehmen. Leider schneidet Activy eine Sendung nicht ständig mit, so dass ein spontanes Zurückspulen des laufenden Programms, wie Medion es bietet, nicht klappt.Nach der Aufnahme landen alle Clips in einem zentralen Archiv. Praktisch ist die integrierte Videoschnittfunktion. Mit ihr lassen sich beispielsweise unerwünschte Werbeblöcke entfernen.

Wer die Aufnahmen archivieren möchte, kann sie entweder auf eine Daten- oder eine Video-DVD brennen. Verwendet der Nutzer eine Double-Layer-DVD mit 8,5 GB, passt sogar ein ganzer Spielfilm in bester Qualität auf die Scheibe. Ansonsten ist eine zweite Disc erforderlich. Transcoding zur Anpassung der Qualität an die Disc-Größe unterstützt das Activy Media Center 370 ebenso wenig wie der Digitainer. Bei Platzproblemen auf der eingebauten Festplatte lassen sich die Daten alternativ auf eine angeschlossene USB-Festplatte oder via Netzwerk auf einen anderen Rechner verschieben.

QUALITÄT

In Sachen Bildqualität schlägt sich der Activy von Fujitsu-Siemens gut. Trotz MPEG-2-Kompression zeigt er im Test scharfe und artefaktfreie Bilder - zumindest in den Aufnahmemodi "High Quality" (HQ) und "Standard Play" (SP). Niedrigere Datenraten ergeben dürftige und unscharfe Bilder. Der progressive Bildausgang bewährt sich nur bei der Wiedergabe von DVDs.

Freitag den 18.03.2005 um 10:49 Uhr

von Michael Ludwig, Markus Wagenseil

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