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Digitalkamera

Fujifilm X-S1 im Test

21.05.2012 | 10:40 Uhr |

Die Fujifilm X-S1 ist zwar "nur" eine Bridge-Kamera, wiegt aber soviel wie ein ausgewachsenes Spiegelreflexmodell. Lesen Sie im Test, ob auch die Bildqualität der Fujifilm X-S1 mit der einer DSLR mithalten kann.

Auf den ersten Blick wirkt die Fujifilm X-S1 wie eine Spiegelreflexkamera - nur, dass ihr manuell bedienbares Objektiv fest montiert ist und eine Brennweite von 24 bis 624 Millimetern bietet. Die Lichtstärke der Linse liegt bei 2,8, der CMOS-Sensor mit 12 Megapixeln ist 2/3 Zoll groß. Den Abschluss der DSLR-ähnlichen Ausstattung bildet der hochauflösende elektronische Sucher.

Bildqualität: Wenig Bildrauschen, dafür kleine Probleme bei der Auflösung

Das 26fach-Zoomobjektiv der Fujifilm X-S1 deckt einen
Brennweitenbereich von 24 bis 624 Millimeter ab.
Vergrößern Das 26fach-Zoomobjektiv der Fujifilm X-S1 deckt einen Brennweitenbereich von 24 bis 624 Millimeter ab.
© Fujifilm

Die Auflösung der Fujifilm X-S1 verlief bei kurzer und langer Brennweite nahezu konstant. Lediglich bei mittlerer Brennweite ergaben die Tests einen Abfall des Wirkungsgrads um gut 30 Prozentpunkten zum Bildrand. Insgesamt schaffte die Fujifilm X-S1 dadurch einen befriedigenden Wirkungsgrad, der umgerechnet einer Auflösung von 4,6 Megapixeln entspricht. Deutlich besser schnitt die Bridge-Kamera hinsichtlich des Bildrauschens ab. Sogar bei ISO 3200 waren die Bildfehler zu vernachlässigen - auch ohne den speziellen EXR-Modus für optimales Rauschverhalten.

BILDQUALITÄT

Fujifilm X-S1 (Note 1,93)

Wirkungsgrad / effektive Auflösung

62,50 % / 4,61 Megapixel

Bildrauschen: bei ISO 100 / 200 / 400 / 800 / 1600

2,23 / 2,55 / 2,64 / 2,94 / 3,24

Darstellbare Blendenstufen (Eingangsdynamik)/ Helligkeitsstufen (Ausgangsdynamik)

8,5 / 246

Scharfzeichnung

16,40 %

Randabdunklung: Weitwinkel / Normal / Tele

0,3 / 0,2 / 0,3 Blenden

Verzeichnung: Weitwinkel / Normal / Tele

-0,9 / 0,2 / 0,3 %

Auch die Eingangsdynamik war hoch, so dass die Kamera auch kontrastreiche Motive darstellen kann, ohne Details in den Schatten und Lichtern zu verlieren. Die Ausgangsdynamik fiel dagegen etwas schlechter aus. Sie gibt Auskunft über die Anzahl der  Helligkeitsstufen, die eine Kamera zwischen den hellsten und dunkelsten Bildbereichen produziert. Die Helligkeit verlief über den gesamten Brennweitenbereich nahezu konstant, und auch in punkto Verzeichnung hatten wir nicht viel am Objektiv auszusetzen: Lediglich im Weitwinkelbereich stellten wir einen leicht erhöhten Wert fest.

Die Digitalkamera mit dem geringsten Bildrauschen

Ausstattung: Klappbildschirm mit mittelmäßiger Auflösung

Die Rückseite der Fujifilm X-S1
Vergrößern Die Rückseite der Fujifilm X-S1
© Fujifilm

Der nach oben und vorne klappbare Bildschirm ist 3 Zoll groß, arbeitet jedoch nur mit 460 000 Bildpunkten - hier hätte Fujifilm ruhig etwas mehr liefern können. Ein weiterer Pluspunkt der Fujifilm X-S1 ist ihr elektronischer Sucher, der mit 1,44 Millionen Pixeln auflöst. Der Sucher funktionierte im Test hervorragend und bildet damit im allgemeinen die bessere Alternative zum 3-Zoll-Display mit 460 000 Pixeln Auflösung.

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Im Objektiv sitzt ein optischer Bildstabilisator, der mittels kürzeren Belichtungszeiten gegen Unschärfen vorbeugt. Im Serienbildmodus schafft die Fujifilm X-S1 bis zu sieben Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung. Videos nimmt sie in der Full-HD-Auflösung mit 1920 x 1080 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde auf.

AUSSTATTUNG

Fujifilm X-S1 (Note: 2,71)

Objektiv: Vergrößerungsfaktor / Brennweite

26,0fach / 24,0-624 Millimeter

Sucher

ja

Bildstabilisator

optisch

Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar

7,62 Zentimeter / 0,46 Megapixel / ja

Blendenvorwahl / Zeitvorwahl

ja / ja

Anschlüsse

USB, HDMI

Anzahl Motivprogramme / Makromodus: minimaler Abstand

17 / 1 Zentimeter

Handhabung der Fujifilm X-S1: Einfach zu bedienen, aber ganz schön schwer

Mit stolzen 943 Gramm ist die Fujifilm X-S1 ein ganz schöner Brocken und steckt so manche Spiegelreflexkamera in die Tasche. Doch hat das Gewicht auch einen Vorteil: Die Kamera liegt bombenfest in der Hand und lässt sich stabil bedienen. Vorteile bringt auch das Klappdisplay mit sich, vor allem bei schwer positionierten Motiven.

Die Bedienelemente der Fujifilm X-S1
Vergrößern Die Bedienelemente der Fujifilm X-S1

Dank zwei frei belegbarer Tasten (Fn1 und Fn2) können Sie häufig benutzte Funktionen schnell zugänglich machen. Ein extra Startknopf für die Videofunktion macht das umständliche Umschalten am Drehrad oder gar im Menü überflüssig. Für die Navigation in den Menüs - etwa zum Anpassen der Blende oder der Verschlusszeit - gibt's ebenfalls ein eigenes Drehrad, das sich bequem mit dem Daumen bedienen lässt. Kleiner Nachteil der vielen Bedienelemente: Ungeübte Anwender, an die sich die Fujifilm X-S1 jedoch eigentlich nicht richtet, könnten mit der Anzahl der Knöpfe überfordert sein.

HANDHABUNG

Fujifilm X-S1 (Note: 2,35)

Bedienung und Menüstruktur

sehr einfach

Abmessungen (L x B x H), Gewicht

149 x 135 x 107 Millimeter / 943 Gramm

Arbeitsgeschwindigkeit

sehr schnell

Qualität Bildschirm

sehr scharf

Handbuch: deutsch / ausführlich / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

Fazit: Fujifilm X-S1

Das Display der Fujifilm X-S1 lässt sich nach vorne und
oben kippen.
Vergrößern Das Display der Fujifilm X-S1 lässt sich nach vorne und oben kippen.
© Fujifilm

Mit der Fujifilm X-S1 hat der Hersteller einen neuen Bridge-Boliden im Angebot, der gegen Spiegelreflexkameras der Einsteiger- und Mittelklasse antritt. Optisch ist dies zwar kein Problem, doch die Bildqualität der Bridge-Kamera konnte leider nicht ganz mit der einer DSLR mithalten: Zwar überzeugte das Rauschverhalten der X-S1 komplett.

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Bei der Ausgangsdynamik und der Auflösung bei mittlerer Brennweite zeigte das Fuji-Modell jedoch kleine Mängel. Die können bei DSLR-Kits zwar auch vorkommen. Hier haben Sie aber die Möglichkeit, eventuelle Mängel mit einem hochwertigen Objektiv auszugleichen.

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Fujifilm X-S1

Bildqualität (50%)

1,93

Ausstattung (25%)

2,71

Handhabung (20%)

2,35

Service (5%)

1,52

Aufwertung

-

Abwertung

-

Testnote

gut (2,19)

Preis-Leistung

zu teuer

ALLGEMEINE DATEN

Fujifilm X-S1

Testkategorie

Digitalkameras

Digitalkamera-Hersteller

Fujifilm

Internetadresse

www.finepix.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

699 Euro

Fujifilms technische Hotline

00800/38543854

Garantie des Herstellers

24 Monate

TECHNISCHE DATEN

Fujifilm X-S1

Objektiv: Vergrößerungsfaktor / Brennweite

26fach / 24-624 Millimeter

Sucher

ja

Bildstabilisator

optisch

Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar

7,62 Zentimeter / 0,46 Megapixel / ja

Blendenvorwahl / Zeitvorwahl

ja / ja

Digitales Zoom: maximal

2fach

Anschlüsse

USB, HDMI

Anzahl Motivprogramme / Makromodus: minimaler Abstand

17 / 1 Zentimeter

Rote-Augen-Funktion / Gesichtserkennung

ja / ja

Serienbildfunktion / Videofunktion

10 Bilder/s / 1920 x 1080 (30 Bilder/s)

interner Speicher / einsteckbare Speicherkarten

26 MB / SDXC

Akku / Ladegerät / Netzteil

ja / ja / nein

Software

My Finepix Studio 3.2, Raw File Converter EX, Apple Quick Time, Silkypix Developer Studio

TESTERGEBNISSE

Fujifilm X-S1

Arbeitsgeschwindigkeit

sehr schnell

Qualität Bildschirm

sehr scharf

Handbuch: deutsch / ausführlich / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

Service

Service-Hotline: deutschsprachig / Wochenenddienst / Öffnungsstunden / durchgehend / per E-Mail erreichbar

ja / nein / 9 Stunden / ja / ja

Internetseite: deutschsprachig / Handbuch verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

ja / ja / ja

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