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Systemkamera

Fujifilm X-Pro1 im Test

22.05.2012 | 10:00 Uhr |

Die X-Pro1 ist die erste Systemkamera von Fujifilm. Doch anders als die Konkurrenz richtet sich das Gerät in erster Linie an semiprofessionelle Anwender - was die dazugehörigen Festbrennweiten noch verdeutlichen. PC-WELT hatte die X-Pro1 im Test, wertet sie jedoch außerhalb der Topliste.

Fujifilm hat zur Markteinführung seiner ersten Systemkamera X-Pro1 gleich drei Objektive am Start: das XF18mm mit einer Lichtstärke von f2.0, das XF35mm mit einer Lichtstärke von f1.4 und das Makroobjektiv XF60mm mit einer Lichtstärke von f2.4. Alle drei Linsen sind Festbrennweiten, was einiges über die Klientel der Kamera aussagt - Anwender, die sehr viel Wert auf hochwertige Optiken und die damit verbundene gute Bildqualität legen.

Die aktuell beste Systemkamera

PC-WELT hat die Fujifilm X-Pro1 mit dem 18mm-Objektiv getestet. Aufgrund der mangelnden Vergleichbarkeit (weniger Messwerte als üblich) können wir die X-Pro1 jedoch nicht in unserer Topliste werten. Sie finden die einzelnen Testergebnisse jedoch wie immer in der Tabelle im Testbericht.

Ausstattung: Hybrid-Sucher und hochauflösendes Display

Fujifilm X-Pro: Die Blende stellen Sie über das Objektiv
ein, die Belichtungszeit über ein Drehrad.
Vergrößern Fujifilm X-Pro: Die Blende stellen Sie über das Objektiv ein, die Belichtungszeit über ein Drehrad.
© Fujifilm

Die Fujifilm X-Pro1 ist mit einem CMOS-Bildsensor im APS-C-Format ausgestattet, der mit 16,3 Megapixeln arbeitet. Seine Besonderheit: Die spezielle Farbfilteranordnung macht einen Tiefpassfilter gegen störende Moiré-Effekte unnötig.

Eine weitere Besonderheit ist der Hybrid-Sucher, der in seiner Arbeitsweise dem der Edel-Kompakten X100 von Fujifilm ähnelt: Der optische Sucher zeigt ein sehr helles Bild und einen größeren Bildausschnitt, der elektronische Sucher gibt die Tiefenschärfe und die Ergebnisse des Weißabgleich aus. Zusätzlich wurde der Sucher in der X-Pro1 auf das verwende Objektiv hin optimiert: So sorgt ein bewegliches Linsenelement je nach verwendetem Objektiv für eine automatische Vergrößerung des Sucherbilds - beim XF18mm F2.0 R ist die Vergrößerung 0,37-fach, beim XF35mm 1.4 R und XF60mm F2.4 R Macro wird das Sucherbild 0,60-fach vergrößert.

AUSSTATTUNG

Fujifilm X-Pro1

getestetes Kit-Objektiv

Fujifilm XF18mm f2.0

Sucher

ja

Blitz

nein

Bildstabilisator

nicht vorhanden (über Objektiv)

Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar

7,62 Zentimeter / 1,23 Megapixel / nein

Blendenvorwahl / Zeitvorwahl

ja / ja

Anschlüsse

USB, HDMI

Anzahl Motivprogramme / Nahbereich ab

9 / 18 Zentimeter

Serienbildfunktion / Videofunktion

6 Bilder pro Sekunde / 1920 x 1080 Bildpunkte (24 Bilder pro Sekunde)

Auch Schwenk-Panoramabilder sind mit der Systemkamera möglich: Sie wählen die Richtung des Schwenks sowie den einzufangenden Winkel aus. Dann schwenken Sie die Kamera, wobei Sie eine Fehlermeldung bekommen, wenn Sie zu schnell sind. Die einzelnen Serienbilder fügt die Fujifilm X-Pro1 dann zu einer Panoramaaufnahme zusammen. Videos sind übrigens mit 1080p-Auflösung, aber nur 24 Bilder pro Sekunde im H.264-Format möglich.

Schwenkpanorama mit der Fujifilm X-Pro1
Vergrößern Schwenkpanorama mit der Fujifilm X-Pro1

Zudem bietet die X-Pro1 - wie bei Fujifilm-Kameras üblich - verschiedene Filmsimulationsmodi und Filtereffekte. Der Bildschirm der Fujifilm X-Pro1 misst 3 Zoll in der Diagonale und arbeitet mit 1,23 Megapixeln. Dank dieser Werte konnte das Display im Test auch restlos überzeugen: Die Darstellung war knackig scharf, mit tollen Farben und feinen Kontrasten.

Kaufberatung Systemkamera

Bildqualität: Hohe Dynamik, wenig Bildrauschen

In punkto Bildrauschen entfaltet der große APS-C-Sensor seine ganzes Können. Die Fujifilm X-Pro1 produzierte selbst bei ISO 6400 nur wenig Bildfehler. Auch die Eingangsdynamik konnte die Tester überzeugen. Sie sorgt dafür, dass die Systemkamera auch bei konstrastreichen Motiven keine Details in den Lichtern und Schatten verliert. Etwas schlechter, aber immer noch befriedigend, fiel die Ausgangsdynamik aus, sprich, die Anzahl der Helligkeitsstufen, die die Kamera zwischen den hellsten und den dunkelsten Bildbereichen darstellen kann.

Ebenfalls befriedigend war die Auflösung der Fujifilm X-Pro1. Zwar schaffte die Kamera mit dem 18mm-Objektiv in der Bildmitte einen sehr hohen Wirkungsgrad. Dieser fiel jedoch zum Bildrand hin drastisch ab, so dass sich insgesamt nur eine effektive Auflösung von 5,7 Megapixeln ergab. Verzeichnung und Randabfall waren erwartungsgemäß gering.

BILDQUALITÄT

Fujifilm X-Pro1

Wirkungsgrad / gemessene Auflösung

60,50 % / 5,7 Megapixel

Bildrauschen: bei ISO 100 / 200 / 400 / 800 / 1600

2,05 / 2,55 / 2,36 / 2,46 / 2,80

Darstellbare Blendenstufen Eingangsdynamik) / Helligkeitsstufen Ausgangsdynamik)

8,9 / 247

Scharfzeichnung

15,9

Randabdunklung

0,7 Blenden

Verzeichnung

-0,5 %

Handhabung: Viele Regler, einfache Bedienung

Dank des äußerst kompakten, aber nicht zu leichten Metallgehäuses liegt die Fujifilm X-Pro1 sehr gut in der Hand. Die Belichtungszeit stellen Sie über ein eigenes Drehrad an der Gehäuseoberseite ein, die Blende ändern Sie direkt über einen Objektivring. Für die Belichtungskorrektur ist wiederum ein Regler an der Gehäuseoberseite zuständig.

HANDHABUNG

Fujifilm X-Pro1

Bedienung und Menüstruktur

sehr einfach

Abmessungen L x B x H), Gewicht

140 x 82 x 43 Millimeter / 564 Gramm

Arbeitsgeschwindigkeit

sehr schnell

Qualität Bildschirm

kontrastreich und scharf

Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

Über die Q-Taste rufen Sie die wichtigsten Bildparameter auf. Die Fn-Taste können Sie nach Wunsch belegen. Einen integrierten Blitz hat die Fujifilm X-Pro1 übrigens nicht, hier können Sie über den Blitzschuh nachrüsten. Und noch einen Kritikpunkt muss sich die Systemkamera gefallen lassen: Sie war im Test manchmal etwas langsam, was den Autofokus angeht.

Fazit: Fujifilm X-Pro1

Die Bedienelemente der Fujifilm X-Pro
Vergrößern Die Bedienelemente der Fujifilm X-Pro
© Fujifilm

Fujifilm geht mit der X-Pro1 einen anderen Weg als die Konkurrenz. Statt einer Systemkamera, die vor allem auf Kameraneulinge ausgelegt ist, bringt Fujifilm einen anspruchsvollen Fotokünstler auf den Markt. Dafür sprechen die drei Festbrennweiten und der stolze Preis von 1599 Euro UVP plus um die 600 Euro für ein Objektiv. Im Test erwies sich die Bildqualität mit der 18mm-Linse als überwiegend gut, auch wenn wir eine etwas zu geringe effektive Auflösung und Ausgangsdynamik feststellten.

Die aktuell leichteste Systemkamera

ALLGEMEINE DATEN

Fujifilm X-Pro1

Testkategorie

Systemkameras

Systemkamera-Hersteller

Fujifilm

Internetadresse

www.finepix.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

2178 Euro (Body und 18mm-Objektiv)

Fujifilms technische Hotline

00800/38543854

Garantie des Herstellers

24 Monate

TECHNISCHE DATEN

Fujifilm X-Pro1

Auflösung

4896 x 3264 Bildpunkte 16,0 Megapixel)

Sensortyp / Sensorgröße

CMOS / 23,6 x 15,6 Millimeter

Brennweitenverlängerung

1,5fach

digitaler Zoom: maximal

-

Anzahl Motivprogramme / Nahbereich ab

9 / 18 Zentimeter

Rote-Augen-Funktion / Gesichtserkennung

ja / nein

interner Speicher / einsteckbare Speicherkarten

- / SDXC

Akku / Ladegerät / Netzteil

ja / ja / nein

Software

My Finepix Studio 3.2, Raw File Converter EX, Apple Quick Time, Silkypix Developer Studio

TESTERGEBNISSE

Fujifilm X-Pro1

Handhabung

Bedienung

sehr einfach

Abmessungen L x B x H), Gewicht

140 x 82 x 43 Millimeter / 564 Gramm

Arbeitsgeschwindigkeit

sehr schnell

Qualität Bildschirm

kontrastreich und scharf

Handbuch: ausführlich / deutsch / gedruckt / als PDF

ja / ja / ja / ja

Service

Garantiedauer

24 Monate

Service-Hotline / deutsch / Wochenenddienst / Erreichbarkeit / durchgehend / per E-Mail erreichbar

ja/ nein / 9 Stunden / ja / ja

Internetseite / deutsch / Handbuch verfügbar / Treiber verfügbar / Hilfsprogramme verfügbar

ja / ja / ja / nein

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