1244829

Fujifilm Finepix S3 Pro

04.07.2005 | 15:06 Uhr |

Die Super-CCD der Fujifilm Finepix S3 Pro liefert einen hervorragenden Dynamikumfang

Bei der dritten Generation der Finepix-Pro- Serie setzt Fujifilm erneut auf bewährte Nikon- Technik, kombiniert mit der neuesten Generation der Super-CCD. Diese arbeitet mit je zwei Zellen pro Bildpixel - eine für den niedrigen, eine für den hohen Dynamikbereich. Ausstattung und Bedienung der Kamera sind sehr gut, die Bildqualität belohnen wir im Labortest immerhin mit Note 2,0.

Ausstattung

Anspruchsvolle Amateure sowie einige Profis werden bei der Finepix S3 Pro von Fujifilm kaum eine Funktion vermissen. Im Gegenteil: Mancher Einsteiger wird die Kamera als zu groß empfinden. Das Gehäuse fällt deutlich höher aus als das aller anderen Testteilnehmer. Grund: Fujifilm hat den Auslösegriff für hochformatige Aufnahmen bereits integriert. In ihm finden auch die Mignonakkus Platz. Belichtungsprogramm, Autofokus und Belichtungscharakteristik lassen sich einstellen. Motivprogramme suchen wir bei der Finepix jedoch vergeblich. Die Kamera bietet die Möglichkeit, verschiedene Speicherkarten zu verwenden - neben der üblichen CF- auch die neuere XD-Picture-Card.

DURCHDACHT Am Auslöser befinden sich der Hauptschalter und weitere Bedienelemente der Finepix S3 Pro
Vergrößern DURCHDACHT Am Auslöser befinden sich der Hauptschalter und weitere Bedienelemente der Finepix S3 Pro
© 2014

Bedienung

Durch das hohe Gehäuse liegt die Finepix im Vergleich zu den anderen Geräten am besten in der Hand. Vor allem Nikon- Fotografen werden sich schnell an die Kamera gewöhnen, da das Gehäuse auf der Nikon F80 basiert. Wer nicht mit diesem Konzept vertraut ist, findet sich schnell zurecht, da die wichtigsten Funktionen einfach zu erreichen sind. Anders als bei der Canon- SLR wird hier nicht alles per Taste und anschließend mit dem Einstellrad bedient: Für Belichtungsmessung und Bildfolge wurden manuelle Wahlschalter eingebaut. Die wichtigsten Digitalfunktionen - etwa die Bildgröße - erreichen Sie sehr schnell mit vier Tasten über ein eigenes Display. Alle anderen Einstellungsmöglichkeiten nehmen Sie über das Kameramenü vor. Einziger Wermutstropfen: die relativ langsame Bildfolge der Finepix. Während der Autofokus sehr schnell zu Werke geht, müssen Sie sich hier mit etwa 2,5 Bildern pro Sekunde zufrieden geben - für statische Aufnahmen sicherlich ausreichend, bei bewegten Objekten jedoch oft deutlich zu langsam.

FUJIFILM FINEPIX S3 PRO Das Display erleichtert die Einstellung wichtiger Funktionen, etwa für Bildgröße und Weißabgleich
Vergrößern FUJIFILM FINEPIX S3 PRO Das Display erleichtert die Einstellung wichtiger Funktionen, etwa für Bildgröße und Weißabgleich
© 2014

Bildqualität

Scharfzeichnung und Rauschen der Kamera sind ausgeprägter als bei der EOS 20D. Dafür ermittelt der Test die mit Abstand höchsten Werte für die Ein- und Ausgangsdynamik. Das bedeutet, dass auch an extrem hellen und dunklen Stellen im Bild Details zu sehen sind. Auflösung und Verzeichnung der Kamera zählen zu den besten im Test. Allerdings spielt auch hier das von Ihnen verwendete Objektiv eine entscheidende Rolle.

Weitere Informationen

Hersteller

Fujifilm

Weblink

http://www.fujifilm.de

Preis

1960 Euro

Wertung

Ausstattung (30%)

1,2 (sehr gut)

Bedienung (30%)

1,4 (sehr gut)

Bildqualität (40%)

2,0 (gut)

Preis/Leistung

2,0 (gut)

Gesamt

1,6 (gut)

Plus

sehr hoher Dynamikumfang, sehr gute Bedienung

Minus

langsame Bildfolge

Fazit

Mit der Finepix S3 Pro visiert Fujifilm Profis an. Zwar stört die geringe Geschwindigkeit beispielsweise bei Modeaufnahmen. Hier zählt allerdings vor allem der hohe Dynamikbereich, um diffizile Hauttöne korrekt wiederzugeben. Bei Ausstattung und Bedienung überzeugt uns die Spiegelreflexkamera von Fujifilm voll.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1244829