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Fujifilm Finepix Real 3D W3 im Test

21.01.2011 | 12:00 Uhr |

Um 3D-Bilder zu erzeugen, nimmt die Fujifilm Finepix Real 3D W3 jeweils eine Aufnahme mit dem rechten und linken Objektiv auf. Der Bildprozessor rechnet die Bildinfos zusammen, wodurch ein stereoskopisches Bild entsteht. Lesen Sie im Test, wie gut dies funktioniert.

Mit der Finepix Real 3D W3 bringt Fujifilm seine zweite 3D-fähige Digitalkamera. Wie das Vorgängermodell Finepix Real 3D W1 arbeitet auch die W3 mit zwei Objektiven und zwei 10-Megapixel-Sensoren, um stereoskopische Bilder und Videos aufzunehmen. Im Gegensatz zu ihr besitzt sie jedoch einen größeren Bildschirm, eine HD-Videofunktion, zusätzliche Belichtungsmessmodi und einen HDMI-Anschluss. Dafür ist der Akku der W3 leichter, weil leistungsschwächer, und der interne Speicher kleiner.

Bildqualität: Im Weitwinkelbereich verzeichneten die Objektive der Fujifilm Finepix Real 3D W3 leicht tonnenförmig und produzierten im Vergleich zur Bildmitte deutlich dunklere Ränder und Ecken. Auch die Auflösung war am Rand deutlich geringer. Die Ergebnisse der Rauschmessung waren bei IS0 100 nur mittelmäßig, bei höheren ISO-Werten erzielte die Kamera noch schlechtere Werte. Übrigens: Für gelungene 3D-Bilder ist ein Abstand von mindestens einem Meter vom Motiv nötig - darunter kommt der Effekt nicht zur Geltung.

Handhabung: Um die Fujifilm Finepix Real 3D W3 anzuschalten, müssen Sie die obere Frontplatte nach unten schieben. Die Betriebsmodi lassen sich über ein Wählrad einstellen. Ist eine Parallaxenkorrektur bei der 3D-Aufnahme nötig, können Sie diese über einen Kippschalter auf der Gehäuseoberseite vornehmen. Die Fujifilm Finepix Real 3D W3 nimmt auch herkömmliche 2D-Bilder und -Videos auf. Per Knopfdruck können Sie zwischen 2D- und 3D-Modus umschalten. Ein großer Pluspunkt der Fujifilm Finepix Real 3D W3 ist das große, hochauflösende 3,5-Zoll-Display, auf dem sich die dreidimensionalen Bilder dank Lentikular-Technik auch ohne Brille anzeigen lassen. Ansonsten ist ein 3D-fähiger Fernseher oder PC-Monitor nötig.

Fazit: Die Fujifilm Finepix Real 3D W3 ist eine einfach zu bedienende Digitalkamera, die zwei- und dreidimensionale Bilder fertigt. Die Bildqualität der Kamera war okay, sie spielt jedoch im Vergleich zum 3D-Effekt eh nur eine untergeordnete Rolle. Letzterer macht jedoch nur für Anwender Sinn, die bereits einen 3D-fähigen Fernseher besitzen. Denn die 3D-Abzüge kommen zwar nicht mehr direkt aus Japan, kosten aber immer noch um die 5 Euro.

Alle Testergebnisse zum Fujifilm Finepix Real 3D W3 finden Sie in der PC WELT 1/2011.

Varianten: Fujifilm Finepix Real 3D W3 schwarz

Alternativen: Die in etwa gleich teure Fujifilm Finepix Real 3D W1 ist schlechter ausgestattet als die W3. So bietet sie weder eine HDMI-Schnittstelle noch eine HD-Videofunktion.

ALLGEMEINE DATEN

Testkategorie

Digitalkameras

Digitalkamera-Hersteller

Fujifilm

Fujifilm Internetadresse

www.finepix.de

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

449 Euro

Fujifilms technische Hotline

0180/5898980

Garantie des Herstellers

24 Monate

TESTERGEBNIS (NOTEN)

Bildqualität (50%)

3,47

Ausstattung (25%)

4,23

Handhabung (20%)

3,29

Service (5%)

1,25

Testnote

ausreichend (3,52)

Preis-Leistung

teuer

DIE TECHNISCHEN DATEN

Objektiv: Vergrößerungsfaktor / Brennweite

3,0fach / 35,0-105 Millimeter

Sucher

nein

Bildstabilisator

elektronisch

Bildschirm: Größe / Auflösung / verstellbar

8,89 Zentimeter / 1,15 Megapixel / nein

Blendenvorwahl / Zeitvorwahl

ja / ja

Digitales Zoom: maximal

5.7fach

Anschlüsse

USB, HDMI

Anzahl Motivprogramme / Makromodus: minimaler Abstand

13 / 30 Zentimeter

Rote-Augen-Funktion / Gesichtserkennung

ja / ja

Serienbildfunktion / Videofunktion

3 Bilder/s / 1280 x 720 (24 Bilder/s)

interner Speicher / einsteckbare Speicherkarten

34 MB / SD

Akku / Ladegerät / Netzteil

ja / ja / nein

Software

Finepix Studio 1.2

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