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Olympus Mju Tough 6000

21.04.2009 | 18:25 Uhr |

Für die Olympus Mju Tough-6000 brauchen Sie kein Unterwassergehäuse. Denn die Kamera ist wasserfest bis 3 Meter Tiefe! Damit eignet sie sich perfekt für den Urlaub am Strand oder im Schneegestöber. Allerdings sollten Sie ISO 200 nicht überschreiten.

Testbericht

Wie alle Tough-Kameras von Olympus - bis vor kurzem erkannte man die Reihe am Namenskürzel SW - ist auch die Mju Tough-6000 besonders robust. So ist das 10-Megapixel-Modell wasserfest bis zu einer Tauchtiefe von 3 Metern, frostgeschützt bis -10 Grad Celsius und hält Stürze aus maximal 1,5 Metern Höhe aus.

Bildqualität: Die Mju Tough-6000 erzielte einen hohen Dynamikumfang. Dieser sorgt dafür, dass auch besonders kontrastreiche Motive ohne ausgebrannte Lichter und Schatten, dafür mit vielen Zwischenstufen dargestellt werden. Die Helligkeit verlief nahezu konstant über den gesamten Brennweitenbereich. Darüber hinaus stellten wir eine nur leichte tonnenförmige Verzeichnung im Weitwinkelbereich fest.

Weniger lobenswert war dagegen die Auflösung der Olympus-Kamera: Sie war viel zu niedrig und ließ zum Bildrand hin nach - was in einem nur mangelhaften Wirkungsgrad resultierte. Auch das Rauschverhalten der Mju Tough-6000 enttäuschte uns. Zwar waren die Bildfehler bei ISO 50 und 100 noch akzeptabel. Bei den höheren ISO-Einstellungen, vor allem ab ISO 800, stellten wir jedoch bereits kritisches Bildrauschen fest.

Handhabung: Sie können die Kamera über die so genannte "Tap Control" bedienen, was vor allem Wintersportlern mit Handschuhen entgegen kommt. Ist die Funktion aktiviert, ändern Sie etwa die Blitzeinstellung, indem Sie so lange an die rechte Seite der Kamera klopfen, bis die gewünschte Blitz-Option ausgewählt ist. Zweimal Klopfen auf die Kameraoberseite bestätigt die Änderung. Über die linke Kameraseite haben Sie Zugriff auf die Makro-Einstellungen. Ein Tippen unterhalb des Displays aktiviert den Play-Modus.

Die Arbeitsgeschwindigkeit des Olympus-Modells war okay. Sie löste schnell aus und war auch nach einer Aufnahme bald wieder betriebsbereit. Einzig die Belichtungskorrektur fanden wir etwas umständlich, da sie für jeweils vier EV-Schritte die Vorschaubilder anzeigt. Das ist zwar nützlich, allerdings müssen Sie oft blättern, was unnötig Zeit kostet.

Ausstattung: Das 10-Megapixel-Gerät verfügt über eine Rote-Augen-Korrektur und einen Belichtungsausgleich. Beides finden Sie im Wiedergabemenü unter der Option "Perfekt festlegen". Für Porträts gibt's darüber hinaus die Möglichkeit, das Hautbild zu optimieren sowie die Augen zu betonen. Das Weitwinkel-Objektiv erhält Unterstützung von einer zweifachen Bildstabilisierung - per CCD-Shift und erhöhter Lichtempfindlichkeit.

Fazit: Olympus hat mit der Mju Tough-6000 eine weitere Kamera für Sportler und Outdoor-Begeisterte im Sortiment. Allerdings konnte uns die Bildqualität der wasser-, frost- und sturzfesten Kamera nicht ganz überzeugen. Vor allem das Rauschverhalten und die Auflösung lassen etwas zu wünschen übrig.

Alternative: Die große Schwester, die Olympus Mju Tough-8000 , schnitt hinsichtlich Bildrauschen und Auflösung etwas besser ab als die Mju Tough-6000. Dabei arbeitet sie mit zwei Megapixeln mehr, kostet aber auch etwa 50 Euro mehr. Weitwinkelzoom und Optimierungsfunktionen besitzen beide Geräte.

Varianten:
Olympus Mju Tough-6000 Arctic Blue
Olympus Mju Tough-6000 Sunset Orange
Olympus Mju Tough-6000 Pure White
Olympus Mju Tough-6000 Lemon Yellow

Detaillierte Testergebnisse und technische Daten finden Sie auf der nächsten Seite.

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