Für dreidimensionale Fotos und Videos
Fujifilm Finepix Real 3D W1 im Test
Handhabung: Bei der Fujifilm Finepix Real 3D W1 lässt sich auch das Bedienmenü dreidimensional auf dem Display darstellen. Allerdings stellten wir im Test fest, dass die dreistufige 3D-Darstellung die Augen sehr anstrengt und höchstens auf der niedrigsten Stufe für längere Zeit auszuhalten ist.
Auch die Bedienung über die Wipptasten, die jeweils rechts und links mit unterschiedlichen Funktionen belegt sind, fanden wir nicht sehr gelungen, da oft unpräzise. Herkömmliche Knöpfe wären deutlich besser zu betätigen. Zudem hätte Fujifilm manche Funktionstasten - etwa für den Arbeitsmodus oder die 2D/3D-Wahl - auf die Gehäuseoberseite verlagern können. So wirkt die Rückseite etwas überladen. Was uns auch störte: Beide Objektive sitzen sehr weit am Gehäuserand, so dass leicht ein Finger ins Bild gerät. Positiv fiel uns dagegen die Arbeitsgeschwindigkeit der Fujifilm Finepix Real 3D W1 auf.
Bildqualität: Aufgrund der besonderen Technik - die Fujifilm Finepix Real 3D W1 nutzt zwei Objektive und zwei Bildsensoren - konnten wir die Kamera nicht wie üblich mit unserem Testprogramm DC Tau messen. Die zweidimensionalen Bilder überraschten uns jedoch mit knackiger Schärfe und nur leichtem Bildrauschen bei ISO 400. Deutliche Bildfehler fanden wir bei ISO 1600. AVI-Videos, die übrigens auch in 3D möglich sind, macht die Fujifilm Finepix Real 3D W1 mit 640 x 480 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde. Die Qualität war gut und nahezu ruckelfrei. Einzig das Bildrauschen könnte im Videomodus etwas geringer sein.
Ausstattung: Die Fujifilm Finepix Real 3D W1 verfügt über Blenden- und Zeitautomatik sowie über einen manuellen Modus und eine Vollautomatik. Dank der beiden Objektive und CCDs verfügt die Kamera über einige pfiffige Funktionen: So kann sie mit nur einem Auslösen zwei Aufnahmen mit unterschiedlichen Bildparametern machen (siehe Bildergalerie) - etwa im Modus "Tele/Weitwinkel" mit kurzer und langer Brennweite, im Modus "Dual Color" mit verschiedenen Farbeinstellungen, im "Dual ISO"-Modus mit unterschiedlicher Lichtempfindlichkeit.
Die Kamera setzt für die 3D-Bilder zwei CCDs und zwei Objektive ein.
Zum Anschalten schieben Sie einfach ...
... den Objektivschutz herunter.
Das Display ist 2,8 Zoll groß.
Die Kamera lässt sich per USB mit dem PC verbinden.
Mit dem Knopf unten links wechseln Sie zwischen 2D- und 3D-Modus.
Die Kamera ist recht kompakt, wiegt aber stolze 302 Gramm.
Für das 3fach-Zoom gibt's einen Schieberegler auf der Gehäuseoberseite.
Das 3D-Bild im MPO-Format lässt sich per Software in ein anaglyphes Bild umwandeln, um es an jedem beliebigen Display mit rot-cyan-farbener 3D-Brille ansehen zu können.
Der Dual-Color-Modus macht mit einem Auslösen ...
... zwei Bilder mit unterschiedlicher Farbeinstellung.
Gleiches gilt für die Lichtempfindlichkeit ...
... im Dual-ISO-Modus.
Und mit dem Tele/Weitwinkel-Modus können Sie mit einem Schlag zwei Bilder ...
... mit unterschiedlicher Brennweite anfertigen.


