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Olympus Mju Tough-6020 im Test

06.08.2010 | 15:14 Uhr |

Wie alle Modelle der Mju-Tough-Reihe von Olympus ist auch die Mju-Tough 6020 besonders robust. Lesen Sie im Test, ob auch die Bildqualität der Kamera überzeugen konnte.

Wie alle Modelle der Mju-Tough-Reihe von Olympus ist auch die Mju-Tough 6020 besonders robust und für den Einsatz im Freien geeignet. Denn die Kamera ist wasserdicht bis fünf Meter Tiefe und frostsicher bis zu -10 Grad. Darüber hinaus hält sie einen Fall aus bis zu 1,5 Metern aus.

Bildqualität: Bei mittlerer und langer Brennweite verlief die Auflösung der Olympus Mju-Tough 6020 nahzu identisch und ließ zum Bildrand hin nur wenig nach. Im Gegensatz dazu verlor die Kamera im Weitwinkelbereich um fast 35 Prozentpunkte, was sehr viel ist.

Ein etwas besseres Ergebnis erzielte die Olympus Mju-Tough 6020 hinsichtlich des Bildrauschens: Von ISO 80 bis 1600 - über den gesamten Lichtempfindlichkeitsbereich - waren die Ergebnisse befriedigend. Auch die Eingangsdynamik war sehr hoch. Das bedeutet, dass die Olympus Mju-Tough 6020 auch kontrastreiche Motive mit vielen Details wiedergibt. Dafür hatte die Kamera bereits bei ISO 80 große Probleme bei der Darstellung von tiefem Schwarz, was in einer zu niedrigen Ausgangsdynamik resultierte.

Ausstattung: Die Olympus Mju-Tough 6020 besitzt einen mechanischen Bildstabilisator. Verwackler werden also über den beweglich gelagerten Bildsensor ausgeglichen. Unter den Motivprogrammen finden sich spezielle Unterwassermodi für Nahaufnahmen, Schnappschüsse und Weitwinkelbilder, zu denen auch jeweils eine gesonderte Weißabgleichseinstellung gehört. Beispielsweise stellt die Kamera im Weitwinkelmodus 2 automatisch auf fünf Meter scharf. Ihr interner Speicher ist 2 GB groß (1,6 GB für Bilder), was eine Speicherkarte fast überflüssig macht.

Handhabung: Die Olympus Mju-Tough 6020 lässt sich über die so genannte Tap Control bedienen. Durch gezieltes Klopfen auf die Gehäuseseiten (oben, rechts und links) lösen Sie die wichtigsten Funktionen aus, etwa den Blitz oder den Makromodus. Diese Art der Bedienung ist sogar mit Handschuhen möglich - perfekt für Skifahrer und Taucher.

Einziger großer Kritikpunkt bei der Bedienung der Kamera ist ihre Geschwindigkeit. Sie brauchte im Test sehr lange, bis sie nach dem Auslösen wieder aufnahmebereit war, und auch die Auslöseverzögerung könnte kürzer sein.

Fazit: Die Olympus Mju-Tough 6020 ist eine Kamera der Extreme: Sie erzielte ordentliche Werte beim Bildrauschen und der Eingangsdynamik. Die Auflösung und die Ausgangsdynamik waren jedoch zu niedrig. Die Bedienung via Tap Control macht Spaß, und die Kamera ist dadurch sehr flexibel. Die lahme Arbeitsgeschwindigkeit trübt jedoch den Fotospaß.

Alternativen: Die Olympus Mju Tough-8010 ist die große Schwester der Olympus Mju-Tough 6020. Sie ist daher besser ausgestattet (Serienbildfunktion, Motivprogramme, interner Speicher), kostet aber auch etwa 60 Euro mehr. Auch hinsichtlich Bildrauschen und Wirkungsgrad hat die Olympus Mju Tough-8010 die Nase vorn.

Varianten:
Olympus Mju-Tough 6020 Cosmic Green
Olympus Mju-Tough 6020 Candy Pink
Olympus Mju-Tough 6020 Steel Blue
Olympus Mju-Tough 6020 Midnight Black

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