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Pentax Optio E70

06.03.2009 | 11:23 Uhr |

Mit der Optio E70 spricht Pentax preisbewusste Anwender an, die sich eine einfach zu bedienende Kamera wünschen. Daher verfügt das 10-Megapixel-Modell über einen intelligenten Automatikmodus, der selbständig das passende Belichtungsprogramm auswählt.

Der Unterschied der Pentax Optio E70 zur Vorgängerin E60 ist auf den ersten Blick nicht gleich ersichtlich - die Kameras kosten gleich viel, spielen in der gleichen Megapixelklasse und haben auch die gleiche Displaygröße. Nach einem genauen Blick in die technischen Daten kommt der Unterschied jedoch zum Vorschein. In erster Linie ist der interne Speicher der Optio E70 viel größer als bei der E60 (34,8 statt 6 MB). Der Brennweitenbereich ist bei beiden Modellen fast identisch (34 bis 105 Millimeter bei der E70, 32 bis 96 Millimeter bei der E60), dafür bietet die E70 mit ISO 64 eine zusätzliche Empfindlichkeitsstufe.

Ausstattung: Neu bei der E70 ist auch das Motivprogramm "Brustbild", das die aufgenommene Person automatisch auf die richtige Entfernung heranzoomt. Allerdings reduziert sich die Auflösung dabei auf 3 Megapixel und der Zoom ist digital. Die Funktion lässt sich auch mit der Gesichtserkennung beziehungsweise der Blinzelwarnung kombinieren, was im Test gut funktionierte. Der Verwacklungsschutz ist Software-basiert und soll bis zu zwei Blendenstufen mehr ermöglichen.

Handhabung: Sie nehmen alle wichtigen Einstellungen über den "Menü"-Knopf vor, die Motivprogramme wählen Sie über die "Mode"-Taste. Wer alle Parameter der Kamera überlassen will, nutzt die Vollautomatik, in der die E70 selbst das passende Motivprpogramm, die Gesichtserkennung oder den Makromodus aktiviert.

Bildqualität: Das Objektiv der Optio E70 verzeichnete in allen drei Messbereichen sehr stark. Außerdem stellten wir im Weitwinkel eine deutlichen Randabfall um 1,2 Blenden fest. Der Wirkungsgrad - also wieviel Prozent der Auflösung tatsächlich für Bildinfos genutzt werden - war nur befriedigend. Der Grund: Vor allem bei kurzer und langer Brennweite ließ die Auflösung zum Bildrand hin stark nach. Der Dynamikumfang der Kamera war dagegen sehr hoch, die E70 kann dank sehr guter Ein- und Ausgangsdynamik hohe Kontraste sowie sattes Schwarz und Weiß wiedergeben.

Auch in Sachen Bildrauschen schnitt die Kamera recht gut ab. Lediglich bei ISO 200 und 400 waren die Messwerte etwas erhöht, jedoch immer noch akzeptabel. Dieses Ergebnis ist umso erstaunlicher, da die Scharfzeichnung bei ISO 64 und 100 recht aggressiv arbeitete. Der automatische Weißabgleich der Optio E70 ließ uns bei Kunstlicht im Stich - er färbte unseren Testaufbau deutlich grün.

Fazit: Für gut 100 Euro dürfen Sie bei dieser Einsteigerkamera nicht zu viel erwarten. Der Bildstabilisator ist digital, ebenso werden Weitwinkelaufnahmen nicht durch ein entsprechendes Objektiv realisiert, sondern aus zwei Einzelbildern zusammenmontiert. Die Bildqualität war okay, vor allem der Dynamikumfang. Allerdings ist die Arbeitsgeschwindigkeit längst nicht mehr zeitgemäß - sowohl, was die Bereitschaft angeht, als auch hinsichtlich der Auslöseverzögerung.

Alternativen: Für den gleichen Preis gibt's die Vorgängerin Optio E60 , die bei der Bildqualität deutlich besser abschnitt - vor allem hinsichtlich der Randabdunklung und der Verzeichnung.

Varianten:
Pentax Optio E70 schwarz
Pentax Optio E70 silberfarben

Vergleichstest: Digitalkameras mit der besten Bildqualität

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