Für Hobbytaucher und Freizeitfilmer
Panasonic DMC-FT1
Ausstattung: Die Kamera ist mit der so genannten "Clipboard"-Funktion ausgestattet. Ist sie über das Moduswählrad aktiviert, lassen sich Texte, Grafiken und Bilder mit Bildstabilisator aufnehmen und im 40 MB großen internen Speicher ablegen. Die Aufnahmen sind nur mit 1 oder 2 Megapixeln möglich, nehmen dafür aber nicht viel Platz ein. Um an die Bilder zu kommen, verbinden Sie die Kamera entweder per USB mit dem PC. Sie meldet sich als Wechseldatenträger an, die Bilder finden Sie im Ordner "Private". Oder Sie kopieren die Clipboard-Aufnahmen auf die Speicherkarte. Die entsprechende Funktion finden Sie in den Bearbeitungsoptionen der Bilder, die Sie über die Menütaste im Wiedergabemodus erreichen.
Die FT1 macht auch HD-Videos mit 1280 x 720 Pixeln und 25 Bildern pro Sekunde. Als Kompressionsformat setzt Panasonic auf AVCHD Lite, das der Hersteller zusammen mit Sony entwickelt hat und auch in den hauseigenen Camcordern einsetzt. Es basiert auf dem H.264-Codec und nutzt Dolby AC-3 für die Tonaufnahme. Standard-Videos werden im Motion-Jpeg-Format aufgezeichnet. Die HD-Videoqualität war sehr gut, auch schnelle Schwenks gelangen ohne Ruckler. Lobenswert: Sie können während der Filmaufnahme den Autofokus, die Gesichtserkennung und das Zoom nutzen.
Handhabung: Die USB- und die HDMI-Buchse liegen unter einer separaten, wasserundurchlässigen Klappe an der Gehäuseseite. Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten, deren USB-Anschluss neben dem Akkufach an der Gehäuseunterseite platziert ist, gefiel uns diese Lösung besser. So müssen Sie die Kamera nicht aufs Objektiv oder Display legen, falls Sie die Daten per Kabel übertragen.
Einen Patzer hinsichtlich der Handhabung erlaubte sich Panasonic allerdings bei der Videofunktion. Denn es dauerte sehr lange, bis wir den Clip auf der Speicherkarte entdeckt hatten. Der Grund: Nach dem Formatieren legt die Kamera auf der SD-Karte ungewöhnlich viele Ordner und Unterordner an, von deren Namen wir nur selten auf den Inhalt schließen konnten. Erst nach einigem Stöbern konnten wir die MTS-Datei schließlich ausfindig machen. Ein weiteres kleines Problem ist die Wiedergabe der Datei, die Sie am besten der beiliegenden Software Foto Fun Studio überlassen - der Windows Media Player etwa kam mit der AVCHD-Datei nicht klar.
Bildqualität: Die 12-Megapixel-Kamera löste recht gleichmäßig auf. Lediglich bei kurzer Brennweite ließ der Messwert zum Bildrand hin stärker nach. Insgesamt ergab das einen befriedigenden mittleren Wirkungsgrad. Auch das Rauschverhalten der FT1 konnte uns überzeugen: Erst bei ISO 1600 fanden wir deutliche Bildfehler. Zudem verzeichnete das Objektiv im Weitwinkel nur minimal, wies jedoch einen Helligkeitsabfall um 0,9 Blenden zum Bildrand auf - noch akzeptabel. Der Dynamikumfang war hoch, vor allem die Messwerte der Eingangsdynamik lassen darauf schließen, dass die Kamera auch kontrastreichere Motive darstellen kann, ohne dass Lichter und Schatten absaufen.
Panasonic DMC-FT1 silberfarben
Panasonic DMC-FT1 orange
Panasonic DMC-FT1 blau
Die 12-Megapixel-Kamera ist in silberfarbenem Gehäuse erhältlich.
Wahlweise gibt es sie auch in blau ...
... oder orange.
Die Zoomwippe ist etwas unpraktisch direkt über dem Auslöser angebracht - Verwechselungsgefahr!
Der rote Knopf rechts außen startet automatisch die Videofunktion. Die Qualität stellen Sie im Menü ein.
Das Mikrofon sitzt auf der Gehäuseoberseite
Das Zoomobjektiv fährt selbst bei längster Brennweite nicht heraus.
Das Kunstlichtbild wurde etwas dunkel, zeigte aber keinerlei Bildrauschen auf.


