90520

Pentax Optio M60

01.03.2009 | 13:32 Uhr |

Wer beim Fotografieren möglichst viel seiner Kamera überlassen möchte, der ist bei der Pentax Optio M60 genau richtig: Das 10-Megapixel-Modell bietet einen Automatikmodus, der selbst das für das Motiv passende Belichtungsprogramm auswählt.

Bei der Optio M60 hat Pentax besonderen Wert auf die einfache Bedienung gelegt. Arbeitet die 10-Megapixel-Kamera etwa im Vollautomatikmodus, bestimmt sie selbst, welches Motivprogramm der Situation angemessen ist. Daher bietet das Modell viele Motivprogramme, etwa für die Aufnahme von Kindern, Tieren, Blumen, Sport, Feuerwerk oder Lebensmitteln. Der "Digitale Weitwinkel" ist dagegen nur ein eingeschränkter Panoramamodus mit zwei Bildern (der Panoramaassistent der M60 verarbeitet drei Bilder): Sie machen die erste Aufnahme und richten das zweite Bild am eingeblendeten Rand der ersten Aufnahme aus. Die Kamera montiert beide Dateien zu einem Bild zusammen.

Handhabung: Das Stativgewinde sitzt zu weit links an der Gehäuseunterseite. Dadurch lässt sich die Kamera nicht stabil auf einem Stativ montieren. Auch fanden wir unpraktisch, dass die grüne Direktwahltaste - über die Sie beispielsweies die Empfindlichkeit, die Belichtungskorrektur oder die Einstellung von Schärfe, Farbsättigung beziehungsweise Kontrast steuern können - gleichzeitig zum Löschen der Bilder dient. Drücken Sie also die grüne Taste während der Bildvorschau, um etwa den ISO-Wert zu ändern, müssen Sie zuerst die Löschoption ablehnen - oder die Bildvorschau abwarten. Überhaupt arbeitet die Kamera sehr langsam, was Auslöseverzögerung und Bereitschaft zwischen den Aufnahmen angeht.

Ausstattung: Die Kamera ist mit einer Gesichtserkennung ausgestattet, die auch über eine Lächelerkennung (Smile Capture) verfügt. Allerdings lassen sich beide Funktionen im Vollautomatikmodus nicht abschalten. Im Test funktionierte die Gesichtserkennung einwandfrei: Sie aktivieren sie über eine separate Taste, und halten die Kamera auf die zu fotografierende Person. Das Gesicht der Person erscheint in einem gelben Rahmen, und Sie müssen nur noch auslösen. Ist die Lächelerkennung zugeschaltet und die anvisierte Person lächelt, löst die Kamera automatisch aus.

Bildqualität: Das Pentax-Modell schaffte einen nur befriedigenden Wirkungsgrad. Schuld daran war die zum Bildrand hin stark nachlassende Auflösung bei langer Brennweite. Im Weitwinkel- und Normalbereich produzierte die 10-Megapixel-Kamera dagegen ein konstant hohes Ergebnis. Auch hinsichtlich Bildrauschens konnten wir dem Gerät meist gute Messwerte nachweisen. Lediglich bei ISO 800 waren die Bildfehler etwas deutlicher. Die Eingangsdynamik war gut, was bedeutet, die M60 gibt dank vieler Blendenwerte auch hohe Kontraste ohne Ausbrennen von Lichtern und Schatten wieder. Die Ausgangsdynamik war dagegen nur ausreichend. Sie beschreibt den Tonwertumfang beziehungsweise die Anzahl der Helligkeitsabstufungen, die für tiefes Schwarz und brillantes Weiß sorgen.

Fazit: Mit der Optio M60 bringt Pentax eine Einsteigerkamera, die sich durch ihre einfache Bedienung auszeichnet. Das Gerät bietet zudem nützliche Funktionen wie eine Gesichtserkennung mit Smile Shot und Blinzelwarnung, einen Panoramamodus und verschiedene Motivprogramme. Einzig die Bildqualität enttäuschte hinsichtlich Ausgangsdynamik und Auflösung im Telebereich.

Alternativen: Die Canon Powershot A480 enstammt der gleichen Megapixelklasse, kostet jedoch etwa 40 Euro weniger als das Pentax-Modell. Die Kamera schnitt hinsichtlich des Dynamikumfangs etwas besser ab, hatte jedoch ein etwas schlechteres Rauschverhalten.

Varianten:
Pentax Optio M60 silberfarben
Pentax Optio M60 schwarz
Pentax Optio M60 rot
Pentax Optio M60 blau

Vergleichstest: Digitalkameras mit der besten Bildqualität

0 Kommentare zu diesem Artikel
90520